Dienstag, 5. Februar 2019

Der Dom von Münster mit seiner astronomischen Uhr oder das Geheimnis der Zeit


Münster liegt im Westen Deutschlands und ist allemal eine Reise wert. 
Ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt mit seinen schmucken Giebelhäusern, dem gotischen Rathaus, der Lambertikirche aus dem Spätmittelalter und dem barocken fürstbischöflichen Schloss ist der St.-Paulus-Dom mit seinen gotischen und romanischen Elementen. Er zählt zu den bedeuteten Kirchenbauten in Münster und befindet sich mitten in der Altstadt auf dem Domplatz.



Der heutige Dom ist allerdings schon der dritte Dom des Bistums Münster. Die beiden Vorgängerbauten wurden abgerissen.
Die Baugeschichte des heutigen Doms beginnt etwa 1192. Der damalige Bischof ließ auf eigene Kosten den romanischen Westbau errichten. Nach dem Abriss des zweiten Doms wurde der Westbau erhalten und in den dritten Dom integriert.


Astronomische Uhr

Besonders beeindruckend ist die Astronomische Uhr im Dom zu Münster. Schon 1408 gab es hier die erste astronomische Uhr im Dom zu sehen. Diese wurde jedoch während der Täuferunruhen 1534 zerschlagen.
Nur wenige Jahre später konnten sich die Münsteraner über eine neue Uhr freuen. Diese wurde im Laufe der Jahre bedingt durch Kalenderreformen, Uhrwerkerneuerungen und optisch -künstlerischen Veränderungen mehrfach umgestaltet. 1927 wäre die astronomische Uhr sogar fast entfernt worden, konnte aber glücklicher Weise erhalten werden. Während des Krieges lagerte man die Uhr aus und bewahrte sie so vor der Zerstörung. Seit 1951 befindet sie sich nun wieder im St.-Paulus-Dom zu Münster und zeigt die Zeit an.
Priester hatten in allen Religionen die Aufgabe, die Termine für die religiösen Feste festzulegen. Dabei mussten sie zum Beispiel Vollmondstände genau berechnen können. Astronomen halfen durch ihre Vorausberechnungen bei der Justierung der zahlreichen Einstellungen der astronomischen Uhren.


Es soll einst ca. 1000 astronomische Uhren gegeben haben. Leider sind davon nur noch wenige erhalten, eine davon befindet sich in Münster. Die Uhr im Dom zu Münster weist eine beachtliche Größe auf, sie ist über 7 Meter hoch und wunderschön bemalt. Man kann an ihr unter anderem die Uhrzeit, die Tierkreiszeichen, die Himmelsrichtungen, den Stand der Gestirne am Himmel und das Datum ablesen. 
Links und rechts über der Uhr stehen kleine Figuren: Chronos, der Gott der Zeit, und der Tod.


Der Dom ist an Sonn- und Feiertagen von 6.30 bis 19.30 Uhr und
Montags bis Samstags von 6.30 bis 19 Uhr geöffnet.




Buchtipp:

Ein Winterpuzzle - oder Die ungewöhnliche Mär vom großen Mukk und der kühnen Algonda Fantasy-Roman für Kinder ab ca. 10 Jahren.



Dank Algondas Fantasie und Achtsamkeit, gelingt es ihr, zu erkennen, dass das wahre „sich Zeit nehmen“ nicht an materielle Dinge gekoppelt ist oder mit Zauber funktioniert, sondern dass den Menschen der Wert der Zeit bewusst gemacht werden muss. Sie findet eine profane Lösung, indem sie für Ruheinseln in der Stadt sorgen will, so dass sich die Menschen eine Pause in ihrem hektischen Handeln gönnen können. Ebenso tragen eine Zeitung, die nur gute Nachrichten verbreitet und die Eröffnung eines Märchen- und Kinderbuchmuseums zum Innehalten bei. In Algondas geistiger Welt, genauer gesagt in einem ihrer Träume, gelingt ihr jedoch eine sinnbildliche Erlösung der Menschen aus ihrem ewigen Denken im Kreise. Sie stoppt mutig ein Karussell, ein Bild für das rastlose „Sich-im-Kreise drehen“, in dem Menschen sitzen und nicht mehr absteigen können.
Das Kind handelt uneigennützig als Mittler zwischen der realen Welt und dem unermesslichen Schatz namens Fantasie


Dieses Fantasy-Märchen regt den jugendlichen Leser ab ca. 10 Jahren dazu an, über die Kostbarkeit des Zeit-Habens nachzudenken. Dass das Gegen-den-Strom-Schwimmen sicherlich auch seine Reize hat und in der Frage nach dem Sinn unserer hektischen Zeit eine Berechtigung darstellt, wenigstens darüber nachzudenken, was „Zeit haben“ bedeutet.

Leseprobe aus dem Buch

Es war tatsächlich schon kurz nach elf Uhr. Mukk hörte noch die Glocken der Lambertikirche und den Klang des Glockenspiels vom Stadthausturm. Auch die Glocken des Domes verkündeten der ganzen Stadt die Uhrzeit. Inzwischen schlug der Große Mukk seinen beinahe täglichen Weg – und zwar montags bis donnerstags- von der Neubrückenstraße  hinüber zum Dom ein. Bevor er den Domplatz im Durchschreiten der engen Domgasse zwischen den herrschaftlichen Giebelhäusern betrat, begann sein Herz zu hüpfen: Er liebte den prachtvollen Anblick des Doms, der die Stadt noch liebenswürdiger machte. Und eines war ihm auch dabei klar: dass allein seine Aufgabe im Dom mehr als nur einige Leute in Bann ziehen würde, wüssten sie, worum es geht! Nicht, dass er irgendeinen Arbeitgeber gehabt hätte, für den er diese Art Arbeit getan hätte, nein, er hatte sie sich auf seine eigene Fahne geschrieben: Jedem Käufer seiner Spielsachen eine zusätzliche Freude zu schenken.


Das Schenken machte ihn froh und bescherte ihm ein stetiges Glücksgefühl. Deshalb ging er nun weiter den kurzen Weg hinüber zum Dom, begleitet vom melodischen Geräusch, das sein Kiepeninhalt machte. Er war es gewohnt, dass bei dem ein oder anderen  schon mal ein ungläubiger Blick in den Augen aufblitzte, wenn er Mukk erblickte. Kein Wunder, Mukk war erheblich größer und stattlicher als andere, denn mit 2,22 Meter, der riesengroßen Kiepe auf dem Rücken und  der sonderbaren Kleidung aus aberhundert bunten Flicken auf der Jacke, stach er normalerweise aus der Menge der umherlaufenden Menschen heraus. Sein Gang erinnerte immer etwas an den einer Giraffe: gemächlich, konzentriert, anmutig. In seinen großen Stiefeln ließ es sich anscheinend auch gut gehen.
Trotzdem wurde er längst nicht von allen gesehen. Kinder, die aus der Schule kamen, winkten ihm allerdings häufiger zu und es kam schon ab und zu mal ein „Hallo Mukk“ oder „ Mukk, was hast du bloß in deiner Kiepe?“ oder: „ Was hast du den ganzen Morgen gemacht, Mukk?“. Dann lächelte er nur, ohne eine Antwort zu geben, denn eine solche wollten die Kinder gar nicht. Es bedeutete nur: Mukk, ja, wir kennen dich! Und auch der „kleine Riese“, wie ihn Adhelle liebevoll nannte, fühlte sich geehrt, wenn er aufgeweckten Kindern begegnete, die ihn erkannten.

Selbst heute, trotz des feuchtkalten Wetters, das ihm unter die Weste kroch, schienen sie doch beglückt den Heimweg von der Schule einzuschlagen. Das spornte ihn an, auch einen Schritt schneller zu gehen, wobei die Gläser in seiner Kiepe lustig zu Klirren anfingen.
 „Pass auf, dass die Flaschen nicht zerbrechen“, klang Adhelles Mahnung in seinem Ohr. Er verlangsamte sein Tempo, als er im großen Bogen auf den Domeingang zusteuerte. Es sah aus, als würde er zu den alltäglichen Besuchern des Domes gehören. Anders als die Besucher wich er aber plötzlich vom üblichen Weg zum Eingang ab, löste sich von den Strömen zum Domportal ab und huschte vor dem Ostquerhaus in eine uneinsehbare Ecke. 


Dort fuchtelte er in seiner Jackentasche nach dem Schlüssel, der ihm die Tür zu seiner Arbeitsstätte  öffnete.  Kein Domführer, weder gedruckt, noch sprechend, hatte je von diesem geheimen Eingang in den Chorumgang des Domes gewusst, noch weniger von dem geheimnisvollen Vorgang des Öffnungsrituals. Bei den Bauarbeiten vor vielen hundert Jahren war eine Pforte eingebaut worden, die dem menschlichen Auge verborgen bleiben musste. So geheimnisvoll ging es in Münster auch mit einigen anderen Gebäuden zu und sogar in weiteren Städten im Münsterland. Magie spielte dabei eine wichtige, einstmals eine völlig natürliche Rolle, hatte aber im Laufe der Zeit an Bedeutung verloren. Deshalb gerieten solche Türen ins Vergessen. Lediglich Halvlechter wie Mukk, die mehr zu erblicken imstande waren als gewöhnliche Menschen, hatten die Fähigkeit, an den kleinsten Ritzen und Spalten einen geheimen Eingang zu erkennen - in diesem Fall den zum Dom. Der Große Mukk war heute noch einer der wenigen, der Kenntnis über den schlichten und doch ausgeklügelten Öffnungsvorgang hatte.                                                                                                             
Nachdem Mukk den Schlüssel in ein unscheinbares Schlüsselloch in der Fassade gesteckt, siebenmal gedreht und mit seiner Hand auf einen ausgewählten Stein gedrückt hatte, öffnete sich für einen kurzen Moment eine Pforte. Dahinter lag ein  verschwiegener Gang zwischen der Maximuskapelle und der Orgel, der ihn über ein kleines Treppenhaus und eine Brücke in luftiger Höhe und somit ganz in die Nähe oberhalb der Rückseite der Astronomischen Uhr führte.
Diesem geheimen Ritual folgte der Große Mukk immer- so wie gestern und vorgestern, letzte Woche, letzten Monat und all die letzten Jahre, und das seit ungefähr 30 Jahren. Indem er den Haupteingang mied, hatte er erst gar keine Aufmerksamkeit bei den Dombesuchern erregt.                                         
 Geräuschlos kletterte er die Leiter hinab, nachdem er gewissenhaft nachgeprüft hatte, ob sie standfest war und ihn mitsamt seiner gläsernen Last hielt. Dann öffnete er die kleine Klappe, die ihn endlich an sein Ziel führte: das schmale kupferne Rohr, das die Verbindung zur Vorderseite der Astronomischen Uhr mit der Sanduhr des Chronos herstellte. Sorgsam drehte er den Hahn rechts herum auf, (weil bei der astronomischen Uhr üblicherweise die Uhr rückwärts lief), und hielt eines seiner Glasfläschchen unter die Öffnung, um den Sand aufzufangen, der dem Chronos bei seinem viertelstündlichen Drehen der Sanduhr im Laufe des Tages verloren gegangen war. Dabei kam normalerweise so viel Sand zusammen, dass er viele bunte Flaschen schnell vollrieseln lassen konnte.


Heute füllte er lediglich die grünen Fläschchen; denn er ahnte, dass ihn der Wind am Wochenende nach Osten tragen würde. (Dazu sollte man Folgendes wissen: Der Große Mukk fährt jeden Freitag und jeden Samstag an einer geheimen und sehr außergewöhnlichen Stelle am Stadtrand Münsters mit seinem motorisierten Heißluftballon los und lässt sich vom Wind ganz zufällig in ein Städtchen des Münsterlandes treiben. Dort verkauft er auf den Märkten wundersames Spielzeug, wie Menschen es nicht herzustellen vermögen. Dieses fabriziert er in der Woche über, während Adhelle ihre Geschichten schreibt oder Fenster putzt… jeden Montag, jeden Dienstag, jeden Mittwoch und also natürlich auch jeden Donnerstag. Von morgens früh bis kurz vor elf Uhr. Und nachdem Adhelle wieder einmal den Kampf gegen den Haushalt gewonnen hat, schreibt sie noch Märchen und Geschichten, die Mukk in winzig kleine Bücher druckt und dann ebenso verkauft. Sonntags allerdings halten Mukk und Adhelle Ruhe und verbringen den Tag ausschließlich miteinander. Dieser Tag ist dann dem Geschichten-Erzählen vorbehalten, dem Sich-Erinnern und Luftschlösser-Bauen, wenn du verstehst, was ich meine.                                                                                                             
Etwas Besonderes an Mukks Spielzeug und den Büchern ist die praktische Größe. Sie sind klein und handlich, sie passen in jede Hosentasche und vor allem in Mukks Bauchladen. Ja, du hast richtig gelesen: Mukk spaziert mit einem Bauchladen durch die Orte, und wie du dir denken kannst, ist er ja allein deswegen schon ziemlich bekannt; denn wer geht schon mit so etwas in der Weltgeschichte herum und fährt zudem noch mit einem Heißluftballon durch die Gegend ?Aber die allermeisten Menschen vergessen ihn schnell wieder. Die Käufer seiner Spielsachen und Märchenbücher - und das sind zumeist Kinder, die lächelnd das Kleingeld von ihren Eltern oder Großeltern für das auserwählte Teil bekommen - staunen nicht schlecht, wenn sie vom augenzwinkernden Mukk nach dem Kauf noch etwas geschenkt bekommen: Ein mit Zeitsand gefülltes Glasfläschchen.  

                                                                                                   
Ich habe noch von niemandem gehört, der nicht gerne das zauberhafte Glasfläschchen mitgenommen hätte. Wie ein Bonbon, nach dessen Geschmack man nicht fragt, sondern sich über die Geste des Schenkens freut. Als wäre es ein Geheimnis zwischen Mukk und dem Käufer, das auf jeden Fall bewahrt werden müsste. Und ein Geheimnis muss es tatsächlich sein, denn wie es funktioniert, weiß ich bis heute nicht: Mit jedem Fläschchen erhält man auch ein Stück, oder wie sagt man, ein gewisses Maß Zeit geschenkt, das man für das Spielen eines Spiels  oder das Lesen eines Buches braucht – egal, wie lange es dauert und wie oft man es braucht. Allein schon beim Gedanken an Zeit bekommt man sie plötzlich, auch wenn man vorher dachte, man hätte sie gar nicht. Das ist das Wundersame am Zeitsand.)



 Nun zurück zum Großen Mukk, der mit dem heutigen Abfüllen des Zeitsandes bald fertig war. Noch ein paar Minuten, dann ist es wieder soweit!, dachte er und freute sich wie üblich auf das bevorstehende Ereignis: Es war exakt eine Minute vor zwölf Uhr, als Mukk seinen Blick auf die Stelle richtete, wo das ‚Tutemännchen‘ kurz danach genau zwölf Mal in sein Horn blasen und seine Frau ebenso zwölf Mal auf ihre Glocke schlagen sollte. Bei den Besuchern des Domes herrschte gespannte Stille vor der Uhr. Mukk war immer wieder begeistert, die überraschten und ehrfürchtigen Gesichter zu beobachten, denn dazu hatte er genügend Zeit, während er den Sand in seine Fläschchen rieseln ließ. Schon lange vorher verharrten die Leute teils andächtig, teils neugierig flüsternd vor dem mittelalterlichen Kunstwerk und  betrachteten erstaunt dessen verschiedene Teile: Ein scheinbar kompliziertes Kalendarium im unteren Teil und darüber die eigentliche  Uhr mit vielen verwirrenden Zeigern, die stets von Domführern erklärt wurden. Alles war ausschließlich von Künstlerhand gemalt. Auch wenn etwas aussah wie ein Holzrahmen, war alles glatt wie ungelocktes Engelshaar. Obendrein ließen zwölf Miniaturbilder wie Bildergeschichten den Betrachter ahnen, wie es das Jahr über im 16. Jahrhundert in Münster zuging.
Jeden Mittag um zwölf Uhr jedoch, kam ein Schauspiel in Gang, auf das sich selbst der große Mukk noch täglich wie ein Kind freute: Obwohl man die Szene nicht als „Theater“ bezeichnen sollte, war es faszinierend, einen Rundgang von metallenen Puppen der Heiligen Drei Könige und zwei hölzernen Dienern, die sich um Maria und ihr Jesuskind bewegten und sich vor ihr verneigten, verfolgen zu können. Während dieses mechanischen Wunders ertönten die Glocken und Mukk musste sich oft ein Lachen unterdrücken, weil nur er sah, dass dem schwarzen König jedes Mal bei der Verbeugung fast der Turban mitsamt der Krone vom Kopf fiel. Hinter den Kulissen hatte Mukk einmal mitbekommen, wie ihn die beiden anderen Könige deswegen gerügt und aufgefordert hatten, den Turban doch endlich mal festnähen zu lassen. Deswegen war sogar ein kleiner Streit zwischen den Durchlauchten entbrannt, denn der Turbankönig fühlte sich gemaßregelt und drohte seinerseits, dem Jesuskind zu erzählen, dass der dritte König keinen Weihrauch mitgebracht hätte, sondern nur einfaches, nicht einmal gut riechendes Schilfgras aus Ägypten. Dann lachte der andere König aus vollstem Herzen und offenbarte so, dass in seinem Mund mehr als die Hälfte der sonst üblichen Anzahl Zähne fehlte. Das ließ den drohenden Verlust des Kopfschmucks des Turbankönigs nur noch halb so schlimm erscheinen, aber am Ende waren sich alle einig, dass das dem Jesuskind wahrscheinlich egal wäre, ob ein Turban rutschte, der Weihrauch nicht echt war oder Zähne fehlten…



©byChristine Erdic



Dienstag, 8. Januar 2019

Märchenhaftes Schloss Glücksburg


Welches Kind träumt nicht davon, einmal ein kleiner Prinz oder eine Prinzessin zu sein? Und das noch dazu in einem echten Schloss?



Dann auf nach Glücksburg! Nebst Führungen bietet das Renaissance-Schloss, das zu den wichtigsten Residenzschlössern Norddeutschlands gehört, auch tolle Märchenausstellungen an.


Das Besondere daran: Ein großer Märchenturm entführt in die Welt der Gebrüder Grimm, so können sieben Märchen auf einen Streich hautnah erlebt werden. Der Froschkönig, Frau Holle, Aschenputtel, Schneewittchen, Hänsel und Gretel, Rotkäppchen und Tischlein deck dich warten auf viele kleine und große Gäste. Einfach zauberhaft!


Ein jedes Kind kann dabei in seine Wunschrolle schlüpfen und erlernen, wie man Gut und Böse voneinander unterscheidet, und dass alle Handlungen Folgen haben.
Auch für größere Kinder wird etwas geboten: Sie können in der Hexenküche ihre ersten eigenen Märchen schreiben.


Und wem das nicht genügt, der kann sogar seinen Kindergeburtstag im Schloss feiern. Richtig wie ein Prinz oder eine Prinzessin! In einem Turmzimmer erwartet die kleinen Gäste eine festlich gedeckte Tafel, sowie wunderschöne Kostüme aus der Sammlung des Schlosses. Jedes Kind darf sich nach seinen Wünschen verkleiden, es wird getanzt, ein Erlebnisrundgang durch das Schloss mit einer kleinen Schatzsuche unternommen und viele spannende Dinge mehr. (Quelle: http://www.schloss-gluecksburg.de/)
Weitere Infos und Preise finden Sie unter



Warum Märchen gerade heute für Kinder so wichtig sind

Man könnte glauben, sie passten nicht mehr ins Kinderleben von heute mit all der modernen Technologie.
Aber weit gefehlt, wie die Zeitschrift ELTERN betont. Märchen sind nach wie vor wichtig für die Entwicklung unserer Kinder.
Märchen machen Mut. Der Held oder die Heldin muss sich gegen das Böse behaupten und an den Aufgaben reifen. Am Ende siegt das Gute. Märchen sagen den Kindern auf diese Weise: Wenn du zupackst, schaffst du es! Dieses Urvertrauen ins Leben brauchen Kinder für eine gesunde Entwicklung.
Märchen spenden Trost und lassen Gefühle zu. Und letztendlich vermitteln sie Werte wie Treue, Geduld und Ehrlichkeit.



Buchtipp für Kinder

Nepomucks Märchen


Kobold Nepomuck entführt euch in die bunte Welt der Märchen. Und hier ist allerlei los! Das ganze Zauberland steht Kopf, denn der vergessliche Zauberer Ugoblix hat sein Zauberbuch verlegt, Ginny findet sich an ihrem siebten Geburtstag plötzlich im Elfenland wieder, Nepomuck reist mit einem Flaschengeist durch die Lüfte und Jenny versucht das Märchenland zu retten, das die Hexe Babula in einem See aus flüssiger Schokolade ertränken will.
Zu jedem der 14 spannenden Märchen gibt es ein lustiges Ausmalbild - so können die kleinen Leser das Buch ganz individuell mitgestalten.
Neugierig geworden? Dann auf ins Märchenland!

Kobold Nepomuck begeistert Groß und Klein mit seinen Geschichten.
Bisher erschienen:
Nepomucks Abenteuer
Mit Nepomuck auf Weltreise
Geschichten aus dem Reich der Hexen, Elfen und Kobolde
Zauberhafte Gerichte aus der Koboldküche
Lesevergnügen für jedes Alter!
ISBN-13: 978-3746019260
ASIN: B077TK3813

Leseprobe aus dem Buch:

Das Märchenland ist in Gefahr
Jenny rieb sich verwundert die Augen. Das konnte nicht sein! So etwas gab es nicht! Nicht in der Wirklichkeit zumindest. Doch das weiße Kaninchen kam direkt auf sie zu gehoppelt, und es sah genauso aus, wie das Tier aus dem Märchenbuch, das sie gerade hier auf der Wiese gelesen hatte.
„Das Märchenland ist in Gefahr!“, rief das aufgeregte Tier und schwang dabei seinen dunkelblauen Zylinder durch die Luft. Jenny kniff die Augen fest zusammen und riss sie dann wieder auf. Das konnte nur ein Traum sein. Tiere können nicht sprechen. Oder etwa doch?
„Wenn du noch länger dort hocken bleibst, dann wird die Hexe Babula das ganze Märchenland in einem See aus flüssiger Schokolade ertränken!“, schrie das Kaninchen verzweifelt und rollte mit den Augen.
„Ja, was kann ich denn dagegen tun? Wie kommst du überhaupt aus dem Buch heraus? Und warum kannst du sprechen?“ Jenny schüttelte benommen den Kopf.
„So viele Fragen auf einmal! Wo doch jetzt überhaupt keine Zeit dafür ist! Folge mir, und du wirst die Antworten selber finden!“ Das Kaninchen eilte voraus, schlug einen eleganten Haken und verschwand plötzlich in einer verborgenen Höhle im tiefen Gras. Zögernd blieb das Mädchen stehen. Es war wohl doch eher ein Traum.
Da schaute der Kopf des Tieres nochmals aus dem Loch, und eine ungeduldige Stimme erklang: „Ja! Worauf wartest du denn noch?“
Jenny blieb nichts anderes übrig, als dem hektischen kleinen Nager in das enge dunkle Labyrinth zu folgen, denn etwas anderes war es nicht, was sich dort hinter dem Eingang verbarg. Zum Glück war die Achtjährige recht zierlich und klein, sonst wäre sie mit Sicherheit irgendwo auf dem Weg stecken geblieben.
Am Ende des letzten Ganges sah sie ein seltsames diffuses Licht, es schimmerte blau und rosa, und dann stand sie schließlich neben dem Kaninchen auf einer violetten - ja wirklich und wahrhaftig auf einer violetten Wiese. Blumen blühten in allen Farben des Regenbogens unter einem zartrosa Himmel. Es sah alles so unwirklich aus, wie in einem Traum. Und da kamen sie auch schon: unzählige Zwerge, Kobolde und Elfen. Sie bildeten einen Kreis um Jenny und begannen zu tanzen.
„Könnt ihr mir bitte sagen, wo ich hier bin und was ich hier soll?“, fragte sie verwirrt.
Das Kaninchen lüftete seinen Zylinder und verbeugte sich galant.
„Herzlich willkommen im Märchenland, liebe Jenny. Mein Name ist Balthazar, und ich hatte den Auftrag, dich hierher zu bringen.“ „Dein Auftrag?“ „Ja“, entgegnete das Tier mit ernster Stimme, und die Elfen, Kobolde und Feen nickten eifrig mit ihren Köpfen.
„Es ist ja so wunderschön hier!“ Jenny sah sich verträumt um.
„Das wird aber bald vorbei sein. Babula will das Märchenland nämlich zerstören“, sagte ein Kobold mit besorgter Miene, „deshalb haben wir dich ja auch geholt.“
„Wer bist denn du?“, fragte das Mädchen und musterte den kleinen Kerl, dessen Haare bürstenartig hochstanden, skeptisch.
„Ich bin Nepomuck und habe den Auftrag, dich zu der Hexe zu führen“, machte sich der Waldschrat wichtig.
„Aber warum will sie denn das schöne Märchenland zerstören? Gefällt es ihr hier nicht? Oder ist sie einfach nur böse wie die Hexe in Hänsel und Gretel?“
„Nein, sie ist nicht wirklich böse, aber sie meint, dass die Menschen nicht mehr an Wunder und Märchen glauben und das Märchenland damit überflüssig geworden ist. Sie will es in ein riesiges Schokoladenland verwandeln. Mit Schokofontänen, Marzipanlandschaften und viel buntem Zuckerwerk. Denn Süßigkeiten mögen die Kinder ja immer noch“, sagte Balthazar traurig.
„Wenn ich mir das so richtig überlege, finde ich die Idee mit dem Schokoladenland gar nicht mal so schlecht“, überlegte Nepomuck und hüpfte von einem Bein auf das andere.
Das Kaninchen sah ihn missbilligend an und wies empört auf ein Feld: „Schau mal, was sie mit den Karotten gemacht hat!“ Jenny zog verwundert eine dicke gelbe Karotte aus dem Boden.
„Aber … die ist ja ganz aus Marzipan!“ rief sie verwundert aus und nahm einen Bissen. Es schmeckte köstlich. „Hmm, lecker…“
„Siehst du! Ich habe es ja gewusst! Den Menschenkindern sind Marzipan und Schokolade eben wichtiger als Märchen!“, sagte eine Elfe anklagend und schlug wild mit ihren grünlich schimmernden Flügeln.
Jenny schüttelte ihren Kopf. „Ich mag Süßigkeiten, das stimmt schon. Aber sie können niemals die wunderschönen Märchen ersetzen. Eine Welt ohne Märchen und Fantasie wäre doch traurig und grau.“ Ernst sah sie die Elfen, Feen und Kobolde an. Dann wandte sie sich wieder dem Kaninchen zu.
„Was soll ich denn nur machen, Balthazar? Sag es mir, denn ich möchte nicht, dass das Märchenland zerstört wird.“


Das Tier winkte ihr, ihm zu folgen. Es ging in einen Wald mit wunderschönen bunten Bäumen. Nach einiger Zeit wurde der Wald dichter, und schließlich gab es nur noch Tannen. Hier, wo die grünen Sonnenstrahlen kaum den Boden berührten, hatte die Hexe Babula ihr Domizil. Die Zwerge, Elfen und Kobolde blieben, bis auf Nepomuck, immer weiter zurück und waren dann auf einmal ganz verschwunden. Das kleine schiefe Hexenhäuschen war reichlich mit köstlichen Lebkuchen und Plätzchen verziert. Jenny widerstand dem Drang, einfach etwas davon abzubrechen und zu kosten. Es ging ja um viel wichtigere Dinge jetzt.

Zaghaft klopfte das Mädchen an die Tür. Das Kaninchen blieb vorsichtshalber in sicherem Abstand hocken.
Von drinnen ertönte ein schauriges Lachen. Kurz darauf öffnete sich knarrend die Tür, und eine bucklige grauhaarige Hexe trat heraus.
„Wir haben dich schon erwartet, Jenny“, schnurrte der schwarze Kater auf Babulas Rücken und fixierte das Mädchen mit seinen neongrünen Augen. Balthazar verschwand lieber hinter einem Busch. Vor dem Stubentiger hatte er großen Respekt.
„Komm nur herein, mein Kind, ich habe auch leckeren selbstgebackenen Kuchen und heiße Schokolade für dich“, säuselte die Hexe verführerisch.
Jenny folgte ihr zögernd ins Innere der kleinen Hütte, doch Nepomuck zischte wie ein geölter Blitz an ihr vorbei. Innen wirkte die Hütte plötzlich viel größer und geräumiger, fast wie ein kleiner Palast. Durch die Fensterscheiben aus Zuckerguss fiel sanftes Licht in den Raum mit den kunstvoll geschnitzten Holzmöbeln.
„Alles Lug und Trug“, kicherte Babula und stellte einen Teller mit Lebkuchen auf den Tisch.
Jenny schüttelte den Kopf „Ich will deinen Lebkuchen nicht und auch nicht deine heiße Schokolade“, sagte sie mit fester Stimme.
Eine kleine Hand griff nach dem Teller, und der Kater fauchte. Er machte einen riesigen Satz, doch der Kobold verschwand in Windeseile mit seiner Beute.
„Was willst du denn dann?“, fragte die Hexe erstaunt.
„Ich will, dass das Märchenland erhalten bleibt in all seinen Farben und mit all seinen Wesen. Du hast kein Recht, es zu zerstören!“, rief das Mädchen aufgebracht.
„Schau mal dort hinten hin. Ich habe einen Kessel erschaffen, aus dem bis in alle Ewigkeit Schokolade fließt, genug für dich und alle Kinder auf dieser Erde. Dieser Quell wird nie versiegen. Ich werde das ganze Märchenland darin ertränken. Dann gibt es nur noch mich und euch“, kicherte die Hexe.
„Du bist wirklich böse! Du darfst die Elfen, Kobolde, Feen und all die anderen Bewohner des Märchenlandes nicht in deiner heißen Schokolade ertränken! Und wenn du das Märchenland vernichtest, dann kann auch deine Katze gar nicht mehr sprechen!“ Jennys Augen blitzten vor Zorn.
„Hmm, ja das stimmt“, sagte Babula nachdenklich mit einem besorgten Blick auf ihr Haustier und runzelte die Stirn. „Aber die Menschen wollen ja gar keine Märchen mehr lesen oder hören, und sie haben schon lange aufgehört, an Wunder zu glauben.“
„Dann müssen wir sie eben dazu bringen, wieder an Märchen und Wunder zu glauben. Aber das schaffen wir nicht, wenn du hier alles zerstörst“, antwortete Jenny mit entschiedener Stimme.
„Gut, wir werden es versuchen, Jenny. Ich werde das Märchenland nicht zerstören, solange noch ein Mensch auf der Welt an uns glaubt, das verspreche ich dir.“
„Ich werde immer an euch glauben!“ Jenny sah der Hexe fest in die Augen.
„Eigentlich ist es ja sehr schade um die schöne Schokolade“, murmelte die bedauernd.
„Aber die nicht versiegende Schokoquelle kann doch trotzdem bleiben und Teil des Märchenlands sein“, tröstete das Mädchen Babula.
Der Kater rieb sich schnurrend an ihren Beinen: „Ich halte das für eine ausgezeichnete Idee“, sagte er, „was wäre die Welt ohne Kaninchen und Kobolde. Wen soll ich denn dann jagen?“
„Und ich muss jetzt gehen, um Balthazar und Nepomuck die frohe Botschaft zu verkünden“, rief Jenny und eilte frohgemut zur Tür hinaus. Doch was war das?
Jenny rieb sich abermals die Augen. Kein violettes Gras, keine Blumen in Regenbogenfarben! Kein bunter Wald! Und wo war das Hexenhaus, wo waren all die Zwerge, Elfen, Feen und Kobolde  geblieben? Kein Balthazar war zu sehen und auch kein Nepomuck!
Da lag nur das aufgeschlagene Märchenbuch vor ihr auf der grünen Wiese inmitten all der gelben Butterblumen. Schmetterlinge flatterten lustig im Wind, und eine helle Sonne strahlte warm vom blauen Himmel. Was war das bloß für ein seltsamer Traum gewesen?
Kopfschüttelnd griff sie nach dem Buch, um es zuzuklappen. Es war jetzt wirklich höchste Zeit, nach Hause zu gehen. Ihre Mutter würde sicherlich schon mit dem Essen auf sie warten. Da war ihr, als würde ihr das Kaninchen auf dem Bild zuzwinkern. Ja, sie hatte es sogar ganz deutlich gesehen! Sie zwinkerte verschwörerisch zurück und machte sich fröhlich vor sich hin summend auf den Weg.
Eine neue Aufgabe lag vor ihr: den Menschen die wunderschöne Welt der Märchen wieder nahe zu bringen.




©byChristine Erdic

Freitag, 21. Dezember 2018

Frohe Festtage

Ich wünsche allen Lesern ein schönes Weihnachtsfest und einen flotten Rutsch ins Jahr 2019!


Montag, 3. Dezember 2018

Traditioneller Weihnachtsmarkt in Hannover


Gerade in der Vorweihnachtszeit bietet sich ein Besuch in der Landeshauptstadt Niedersachsens geradezu an. 



Vom 8. November bis zum 22. Dezember locken rund 130 festlich geschmückte Weihnachtsbuden und Stände mit Weihnachtsschmuck, Geschenkartikeln, Glühwein und süßen Knabbereien den Besucher auf den traditionellen Weihnachtsmarkt, der sich in der Altstadt rund um die Marktkirche sowie auf der Lister Meile erstreckt.


Ein besonderes Highlight ist das Historische Dorf am Historischen Museum, das einen anschaulichen Eindruck in das mittelalterliche Leben vermittelt. 


Hier wird u.a. Bogenschießen angeboten, sowie heißer Wein, knuspriges Brot aus dem Backofen und so manche traditionell zubereitete Köstlichkeit aus eisernen Gusspfannen. Abends wird das Dorf von Fackeln erhellt.



Das Finnische Weihnachtsdorf am Ballhofplatz wartet mit einem echten Lappenzelt auf. 




Neben kulinarischen Verführungen wird natürlich auch finnisches Kunsthandwerk angeboten, sowie Rentier- und Lammfelle, Rentiergeweihe, Pflegeprodukte, Spirituosen und original finnische Süßwaren.



Im Wunschbrunnenwald taucht man zwischen 60 Tannen in eine mystisch- verzaubernde Atmosphäre ein. 



Hier steht der Oskar-Winter-Brunnen, an dessen schmiedeeisernen Gitter sich der "Wunschring" befindet. Der Sage nach erfüllen sich Wünsche, wenn an diesem Ring gedreht wird.

Also: Nichts wie auf nach Hannover!





Mehr Infos zum Weihnachtsmarkt sowie die Öffnungszeiten finden Sie unter





Buchtipps zur Vorweihnachtszeit:

Weihnachtsgeschichten … und noch mehr 


Für viele Menschen ist die Weihnachtszeit die schönste Zeit des Jahres!
Überall leuchten die Weihnachtssterne, es riecht nach Früchten, Gewürzen, Zimt und Anis. Aber auch überfüllte Geschäfte und Eile bestimmen oft den Alltag, denn jeder möchte noch passende Geschenke für Familie oder Freunde finden.
Trotz allem bleibt aber immer noch Zeit, gemütliche und ruhige Abende zu verbringen. Und was gibt es da Schöneres, als einen hektischen Tag mit wunderbaren Weihnachtsgeschichten und Leckereien ausklingen zu lassen?
Also gönnen Sie sich mit den Erzählungen „Weihnachtsgeschichten … und noch mehr“ einfach mal ein paar ruhige und entspannte Stunden und genießen dabei die leckeren Versuchungen aus diesem Buch.
„Frohe Weihnachten“ und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
ISBN-13: 978-3738645538
ASIN: B015YCWZQA


Harmonie zur Weihnachtszeit


Sobald das Weihnachtsfest zur Pflichtveranstaltung wird, ist der Familienfrieden schnell gestört. Mit etwas Fantasie und Einfallsreichtum kann jeder das Beste für sich und seine Lieben daraus machen, sodass sogar die Schwiegermutter strahlt und die pubertierenden Kinder die Feiertage auf einmal gar nicht mehr so ätzend finden ... "Harmonie zur Weihnachtszeit" enthält Geschichten rund ums beliebteste Fest des Jahres.
ISBN-13: 978-1723961564
ASIN: B00QU7WNP2

In diesem Sinne wünsche ich all meinen Lesern eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit!



©byChristine Erdic



Sonntag, 28. Oktober 2018

Graf Dracula bittet zu Tisch


Wie wäre es mit einem ganz besonderen Dinner? Einem Gruseldinner, bei dem verschiedene Klassiker zu Tisch bitten? Neben Frankenstein und Jack the Ripper bewirtet natürlich auch Graf Dracula seine Gäste.



Gutes Essen bei schaurig- schöner Unterhaltung wird allerdings nicht nur zu Halloween geboten, sondern bis in den April hinein und das an verschiedenen Orten in ganz Deutschland!

Am 11.11. 2018 lädt Graf Dracula aber erst einmal in die schöne Stadt Heidelberg ein. 


Das Heidelberger Schloss bietet nämlich genau das richtige Ambiente für sein Vorhaben.


Heidelberger Schloss, Heidelberg
Schloss Heidelberg ist seit dem 19. Jahrhundert der Inbegriff deutscher Romantik für Touristen aus der ganzen Welt. Die beeindruckende Ruine zieht jährlich rund eine Million Besucher an. Im 16. und 17. Jahrhundert war Heidelberg eines der prächtigsten Schlösser Europas. In der Schlossgastronomie zaubert Sternekoch Martin Scharff kulinarische Köstlichkeiten. Die Gruseldinner finden im prunkvollen Königssaal statt.




Termine und Vorstellungen finden Sie hier:

Natürlich gehört zu einem Schloss auch eine unheimliche Legende:

DER HEXENBISS
Im Torturm des Heidelberger Schlosses befindet sich ein schweres Holztor. In dieses Tor ist ein kleines Pförtchen eingeschnitten. Hier konnten in früheren Zeiten einzelne Besucher eintreten, ohne dass das große Tor geöffnet werden musste. Mit einem dicken eisernen Klopfer machten sie sich dann der Wache bemerkbar.
Wenn jemand diesen Klopfring durchbeißt, erzählten damals die Heidelberger, dann erhält er das Schloss mit allem, was drinnen ist, als Geschenk. Viele Besucher haben es in früheren Zeiten schon versucht, aber keiner hatte die nötige Kraft in seinen Zähnen.
Dieser Klopfring weist aber eine Scharte auf, über deren Entstehung uns die Sage folgendes erzählt:
Einst kam eine Hexe auf das Schloss und wäre gerne seine Besitzerin geworden. Mehrmals probierte sie, den Ring zu durchbeißen, aber ihre Zauberkräfte versagten an dem Schmiedewerk. Wie alle anderen musste auch sie schließlich aufgeben. Nur eine kleine Vertiefung blieb in dem Eisen zurück. Dieser Riss wird seitdem der Hexenbiss genannt.
















Alle, die leider keine Gelegenheit haben, am Gruseldinner teilzunehmen, laden wir als Entschädigung kurzerhand auf eine literarische Reise in das „Luhg Holiday“ ein.


Luhg Holiday
Dieser Sammelband vereint zwei spannende Geschichten, die es auch einzeln als Ebooks gibt.

Willkommen im Luhg Holiday
Als Familie Kohlmann wegen eines vorausgesagten Schneesturms ganz spontan im Hotel Luhg Holiday einkehrt, ahnt sie noch nicht, was sie dort erwartet. In dem alten unheimlichen Haus scheint nichts mit rechten Dingen zuzugehen, und schon bald finden sich die drei Kinder und ihre Eltern im unglaublichsten Abenteuer ihres Lebens wieder.

Auf Wiedersehen im Luhg Holiday
Auf einer Urlaubsreise in den Süden fahren Sabrina, Gudrun und Betty im Nebel gegen einen Baum und müssen im Luhg Holiday einkehren. Das Hotel hat sich verändert, denn es sind 7 Jahre vergangen, seitdem Sabrina mit ihrer Familie dort unfreiwillig ihre Ferien verbrachte.
Wer ist der nette junge Mann, der sich nach dem Unfall so rührend um sie kümmert und doch ein düsteres Geheimnis mit sich trägt? Und was ist aus den Ghulen geworden, die das Luhg Holiday verwalteten? Ein spannendes Abenteuer wartet auf die Freundinnen. Werden sie der Gefahr entkommen, die dort hinter den düsteren Mauern auf sie lauert?

Eine Gruselkomödie der Sonderklasse und ein besonderes Lesevergnügen für die ganze Familie.



Leseprobe aus dem Buch:
Auf einmal gingen die Lampions wie von Zauberhand an. Die Sonne versank und machte einem riesigen Vollmond Platz, der scheinbar direkt über der Dachterrasse hing. Ein Tusch und Konstanze erhob sich feierlich.
„Verehrte Gäste, ich möchte Sie herzlich zu unserer kleinen Vollmondparty willkommen heißen. Das Luhg Holiday ist ja für besondere Überraschungen und Events bekannt. Wir werden Sie auch heute Nacht nicht enttäuschen.“
Applaus, der nicht abebben wollte. Durch den Vorhang kamen sie, die Vampire. Stolz in ihren schwarzen Umhängen, allen voran Graf von Drachenfels. Ich fühlte, wie Betty neben mir erbebte. Doch es waren viele, mindestens dreißig, schätzte ich.
Erasmus ließ die Geige erschluchzen, und tief und dunkel erklang die volle Stimme Konstanzes. Melancholisch, lockend, versprechend und geheimnisvoll schallte das Lied in die Vollmondnacht, und mir lief ein Schauder über den Rücken.
Jetzt spielte die Musik mal wild, mal fast zärtlich. Paare tanzten dazu, Kinder wirbelten bunt durcheinander. Karaffen mit rot funkelndem Wein wurden herumgereicht. War es Wein? Ich wollte dem heute lieber nicht auf den Grund gehen. Betty trank schon viel zu viel davon und warf schmachtende Blicke zum Tisch des Grafen hinüber.
„Liebes, sollten wir nicht mal nach Yvonne schauen?“ Am Nebentisch erklang eine besorgte Stimme.
„Ach Bernd, ich bin mir sicher, dass sie schläft. Sie hat noch immer leichtes Fieber, aber es ging ihr schon viel besser vorhin“, kam es beruhigend zurück.
Yvonne war also krank. So verpasste sie den schönen Abend. Noch jemand fehlte. Vergebens suchte ich ein kleines feuerrotes Köpfchen. Ob Oliver auch krank war? Blass genug hatte er ja ausgesehen. ‚Blödsinn, er ist ein Vampir, er muss so aussehen“, rief ich mich zur Ordnung. Ich sah sinnierend zum Grafen hinüber, und unsere Blicke kreuzten sich. Es durchfuhr mich wie heißes Eisen. Wankend stand ich auf, als er auf unseren Tisch zukam und sich vor mir verneigte. Ich war benommen, sah nicht den Schock und die Enttäuschung in Bettys Augen, als er mich zum Tanz führte.
War es ein Traum? Ich tauchte in das Gold seiner Augen.
„Du gehörst zu mir, ich wusste es von Anfang an“, raunte er mir ins Ohr. Viel zu nah kamen seine Lippen. In Gedanken sah ich spitze weiße Zähne, Blut.
„Werde eine von uns, werde mein“, dröhnte es in meinem Kopf.
„Ich …“, willenlos hing ich in seinen Armen.
Da zerriss ein Schrei die Klänge der Musik. Auf einmal herrschte Totenstille.
Dann ein Heulen, durchdringend, anklagend.
„Dimitri!“ Mit einem Ruck machte ich mich los. Das war Dimitri, wie damals in jener Nacht. Doch diesmal war es ernst. Er brauchte mich. Was tat ich hier eigentlich?!
Der Zauber war gebrochen. Wütend funkelte ich den Grafen an. Der trat einen Schritt zurück.
„Ich habe verloren“, sagte er leise. Galant verließ er die Bühne, in dem Wissen, dass sein Akt vorbei war. Er hatte keine Macht mehr über mich.



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©byChristine Erdic