Dienstag, 28. Mai 2019

Die türkische Ägäisküste – oder die Harmonie des Lichts


Die türkische Ägäisküste ist, abgesehen von Reisezielen wie Bodrum, Kuşadası und Marmaris, in Deutschland weitaus weniger bekannt als die türkische Mittelmeerküste, die schon lange eine Hochburg des internationalen Tourismus ist. Wer jedoch einen individuellen Urlaub abseits der All-Inklusive-Hotels bevorzugt, der ist an der nördlichen Ägäis genau richtig. 


Hier merkt man, dass man sich im Morgenland befindet. Traumhafte Landschaften, türkisfarbenes Meer und ein unvergleichlich blauer Himmel – ein Lichterspiel der Harmonie.


Izmir, Metropole zwischen Moderne und Tradition


Die 4 Millionenmetropole Izmir lockt mit ihrem bunten Basar Kemeraltı, und modernen Einkaufszentren. Hier verbinden sich Geschichte, Tradition und Moderne. Freundlichen, aufgeschlossenen und hilfsbereiten Menschen begegnet man überall. Die Perle der Ägäis bietet ein orientalisches Flair mit lockerem und tolerantem Lebensstil. Mit seiner 8500 Jahre alten Geschichte ist sie eine der ältesten noch bewohnten Städte der Welt.


 Was man sich nicht entgehen lassen sollte



Den Uhrturm im Stadtzentrum Konak, der zugleich Wahrzeichen der Metropole ist, und der Stadt Izmir im Jahr 1901 von Abdülhamid II., anlässlich des 25. Jahrestags seiner Krönung,gestiftet  wurde. Übrigens ist die Turmuhr ein Geschenk des deutschen Kaiser Wilhelm II.


Einen Bummel über den Basar Kemeraltı. Hier befindet sich ein wahres Einkaufsparadies für Kleidung, Kräuter, Schmuck, Gold, Souvenirs und Hausrat aller Art. 



Dönerbuden, kleine Fischrestaurants mit schmackhaftem Calamari und Stände mit frisch gepresstem Saft sorgen für das leibliche Wohl. Empfehlenswert  sind auch die mit Reis gefüllten Muscheln, die in den hinteren Gassen Richtung Karawanserei angeboten werden.


In der Kızlarağası Hanı-Karawanserei  fühlt man sich in osmanische Zeiten zurückversetzt. Im Jahre 1744 erbaut, beherbergt sie heute kleine Läden mit allerlei Kunsthandwerk, Lederwaren, Souvenirs, Silberschmuck und Teppichen. Im oberen Stockwerk befinden sich kleine Werkstätten. In der Mitte lädt ein großer Platz zum Verweilen ein. Wie wäre es mit einem çay -türkischen Tee, einem kahve – türkischen Mokka oder  einer leckeren hausgemachten Limonade? Wer einen Cappuccino oder Kaffee Latte bevorzugt, ist in einer Seitengasse gut aufgehoben, wo sich im orientalischen Stil ein Café an das andere reiht.



Asonsör – Hıstorischer Aufzug: Der im Jahre 1907 erbaute  historische Aufzug verbindet die Straße Mithatpaşa Caddesi und das Viertel Halil Rifat Paşa miteinander. Vom Restaurant aus hat man einen unvergleichlichen Blick über Izmir und die Bucht. Die Häuser in der Dario Moreno-Straße verleihen dem Viertel ein besonderes Flair.




Eine Schifffahrt von Konak quer über die Bucht von Izmir nach Karşıyaka oder Bostanlı.


Einkaufen und Rasten in Mavibahçe. Dieses Einkaufszentrum ist eines der größten in Izmir und besticht mit einem liebevoll angelegten Innenpark, der von kleinen Restaurants gesäumt ist.

Die Agora
In der Antike fanden hier politische Versammlungen statt und das Volk tätigte seine Einkäufe. Die Agora von Izmir, die aus der Zeit der Römer stammt, gilt als die größte Agora.


Ausflugsziele ab Izmir




Ephesus


Einst war sie eine große und reiche Handelsstadt, heute lassen nur noch die Ruinen ihre ehemalige Größe erahnen. Gut eine Autorstunde von Izmir entfernt und nahe Selçuk liegt die antike Stadt Ephesus. Der Artemistempel gehörte zu den Sieben Weltwundern. Ephesus ist eine der am besten erhaltenen Siedlungen der Antike. Sehenswert sind vor allem das Große Theater, die Marienkirche, die Celsus-Bibliothek, die Hanghäuser, der Hadriantempel und das Odeion, ein antikes Theatergebäude.


 Ein Touristenmagnet sind die vielen Katzen, die in den Ruinen der einst so mächtigen Stadt leben. Diese wurden von  Ausgrabungsteams dorthin gebracht, damit sie das Gelände vor kleineren Nagetieren beschützen! Im Archäologischen Museum in Selçuk kann man unter anderem Statuen der Artemis bewundern.






Meryem Ana – Das Haus der Mutter Maria
Das Haus der Mutter Maria in der Nähe von Selçuk ist eine der meistbesuchten Pilgerstätten der Türkei, sowohl für Christen als auch Moslems.
Hier soll Maria, die Mutter von Jesus, bis zu ihrem Tod gelebt haben. Das kleine Haus aus Stein ist heute eine liebevoll geschmückte Kapelle, die sogar schon von drei Päpsten beehrt wurde.
Dem Quellwasser aus den Brunnen neben dem Haus sagt man eine große  Heilwirkung nach.
Eine in der Türkei weit verbreitete Tradition ist es, seine Wünsche auf ein Band, Tuch oder Papier zu schreiben und an Bäumen oder Wänden zu befestigen. So sieht man auch hier eine bunt geschmückte Wand, die eigens für diesen Zweck eingerichtet wurde.



Weindorf Şirince




Hoch in den Bergen über Selçuk liegt das alte Weindorf Şirince. Einst war es griechisch, die alten Häuser sind noch erhalten bzw. werden liebevoll restauriert. Ein Weinladen reiht sich hier an den anderen, dazwischen urige kleine Restaurants und Souvenirshops. Wir machen unsere Weinprobe stets bei Mustafa, er bietet nebst köstlichem Granatapfel- Pfirsich- und Brombeerwein auch einen hervorragenden Glühwein an.


Çeşme


Çeşme bedeutet Brunnen, und tatsächlich fallen die vielen Brunnen ins Auge. Der kleine Luft- und Badekurort, ca 80 Kilometer westlich von Izmir,  erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Die nahegelegenen feinen, fast weißen Sandstrände Pırlanta, Altınkum und Ilıca geben dem Badegast eine Art Karibik- Feeling. 


In Ilıca und Şifne schießen bis zu 60 Grad warme Thermalwasserquellen direkt aus dem Meeresboden in das glasklare türkisfarbene Wasser. Das ganze Jahr über kommen Rheumapatienten, Menschen mit Stoffwechsel- und Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Asthmakranke nach Cesme. Eine Kombination aus Thermal-, Thalasso-, Luft- und Schlammtherapien bietet gute Heilchancen. Solche Therapien gibt es u.a. in den Hotels Altınyunus, Sheraton Resort & Spa, Radisson SAS Resort & Spa Cesme und im Club Hotel Ilica. 
Eine stetige kühle Brise sorgt auch in den heißen Monaten für Abkühlung. Windgeschützt liegt dagegen der kleine Stadtstrand Tekke. Wer hier badet kann gegen 17 Uhr die mit Musik in den Hafen einfahrenden Ausflugsschiffe beobachten.
Auf jeden Fall sollte man die alte Burg von Çeşme, die aus genuesischer Zeit stammt,  besichtigen. Von hier hat man einen großartigen Panorama-Blick über die Stadt und auf die Bucht, Die nahegelegene ehemalige Karawanserei aus dem 16. Jahrhundert ist heute ein stilvolles Hotel. Der Jachthafen Marina bietet dem Urlauber exklusive kulinarische Genüsse. Wer es günstiger und preiswerter mag, der besucht eines der Fischrestaurants an der Uferpromenade oder speist in der kleinen Einkaufsstraße. Hier findet man auch landestypische Souvenirs.



Alaçatı


Alaçatı gilt aufgrund der günstigen Windverhältnisse als internationales Surfer-Paradies.
Das ehemals griechische Dorf mit seinen stilvollen Butik-Hotels ist heute überteuert aber durchaus sehenswert. Auch die neuen Häuser im Ortskern werden im traditionellen Alaçatı-Baustil errichtet  Der einst so beschauliche Ort erfreut sich ganzjährig eines gewaltigen Besucherbooms an aus- und inländischen Touristen. Er ist auch Anziehungspunkt für Intellektuelle, Künstler, Geschäftsleute und Filmschauspieler. Man sollte aber trotz erhöhter Preise zumindest einmal einen Kaffee im Köşe Kahve oder einen türkischen Tee auf einem der schattigen Hinterhöfe getrunken haben.


Richtige Schnäppchen kann man übrigens samstags auf dem großen Kleidermarkt von Alaçatı machen. Und der angegliederte Obst- und Gemüsemarkt ist einfach überwältigend mit seinem breitgefächerten  Angebot. Im April findet das alljährliche ot festival, das Kräuterfest statt. Hier wird alles Mögliche an Essbarem angeboten bis hin zu selbstgemachter Marmelade aus Obst oder Gemüse. Natürlich gibt es ein abwechslungsreiches Programm zur Unterhaltung. An diesen 3 Tagen schiebt sich eine bunte Menschenmasse durch die engen Gassen.



Foça


Wer es ruhiger und besinnlicher mag, der ist in Foça richtig. Der kleine, malerische Fischerort liegt 60 km nördlich von Izmir und 50 km von Bergama - Pergamon entfernt. Mit seinem kleinen Jachthafen, der Strandpromenade mit den kleinen Restaurants und seiner genuesischen Burg zieht er vor allem auch einheimische Touristen an. Die Gassen mit ihren typischen Häusern aus Sandsteinquadern und roten Dächern stehen inzwischen unter Denkmalschutz. Kleine Buchten mit klarem kühlem Wasser laden zum Baden ein. Mit Ausflugsschiffen geht es hinaus, um die vom Aussterben bedrohten Mittelmeerrobben – fok zu beobachten. Eine Robbe ist übrigens auch das Wappentier von Foça.




Pamukkale und Karahayıt


Die weißen Kalkterrassen von Pamukkale - Baumwollschloss in der Nähe von Denizli ,rund 400 km südöstlich von Izmir, entstanden durch die Aktivität uralter Thermalquellen und sind seit 1988 Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Sie bieten nicht nur einen überwältigen Anblick, ihr 30 Grad warmes Thermalwasser wurde bereits von den Römern in der Antike zur Heilung von Arthritis und Rheuma eingesetzt. Mittlerweile ist das Baden in den natürlichen Wasserbecken von Pamukkale untersagt; die Terrassen dürfen heute nur noch barfuß betreten werden, doch verschiedene Hotels bieten Badevergnügen in eigens dafür geschaffenen Thermalbecken an.

Das Dorf Karahayıt ist weitaus weniger bekannt und liegt doch nur gut 5 Kilometer von Pamukkale entfernt Auch hier sprudeln heiße Quellen, die Felsen sind jedoch von dem eisen- und schwefelhaltigem Wasser in knalligem Rot, Gelb und Grün gefärbt.


Buchtipp



Endstation Anatolien
Auswandern? Mit fast vierzig Jahren und zwei schulpflichtigen Töchtern? Und noch dazu in den Orient?
Das Morgenland lockt mit bunten Basaren, leuchtenden Farben, einem unvergleichlich blauen Himmel und geheimnisvollen mondbeschienenen Nächten. Doch wie ist das wirkliche Leben hinter dem Schleier der Illusionen?
Ein Buch, das das Leben schrieb!

Leseprobe aus dem Buch



Auf dem Basar
Ich stehe und staune über das bunte Treiben auf dem Basar. Das hier kann man nicht mit einem Einkaufsbummel in Deutschland vergleichen. Hier ist alles ganz anders! Fasziniert tauche ich in eine mir eigentlich völlig fremde Welt ein, die mir doch sogleich vertraut ist. Der Orient hat mich in seinen Bann geschlagen – mich aufgesogen, bis ich ein Teil von ihm wurde. Gierig nehme ich die verschiedenen Gerüche auf. Vor dem kleinen Laden baumeln getrocknete Auberginen und leuchtend rote Peperoni von der Decke – der Duft von Oregano mischt sich mit einem anderen – undefinierbaren. Von irgendwoher weht Kaffeegeruch herüber, der bekannte türkische Mokka, der in kleinen Tassen serviert wird und immer jede Menge Satz hinterlässt. Man dreht die Tasse geschickt um, indem man sie mit der Untertasse verschlossen hält. Es findet sich fast immer jemand, der aus dem Kaffeesatz zu lesen vermag.
Nebenan hängen vornehmlich in Rot und Gelb gehaltene Folklorekostüme, die vor allem Kinder bei Aufführungen und Volkstänzen zur Schau tragen. Eine nostalgische Erinnerung an längst vergangene Zeiten und das Osmanische Reich. Ich schlendere weiter. Hier in der Nebengasse des Basars von Kemeraltı ist das Gewühl nicht ganz so groß. 


Mein Ziel ist die alte Karawanserei, in der früher die Karawanen mit ihren Kamelen Rast gemacht haben. Heute sind kleine Geschäfte in den historischen Gemäuern untergebracht: Teppiche, Silberschmuck, Lederartikel, Keramik, Wasserpfeifen für die Touristen und noch so allerlei andere Geschenkartikel. Ich habe meine bestimmten Anlaufziele. In einem Silberladen bekomme ich erstmal einen Apfeltee angeboten, ich bin dort Stammkundin. Vielleicht kaufe ich heute ein paar Ohrringe, vielleicht tauschen wir uns nur aus. Die Ladenbesitzerin stammt aus Diyarbakır im Südosten des Landes. In einem ihrer Regale steht ihr Glücksbringer: ein Kobold aus Norwegen, das Geschenk einer zufriedenen Kundin aus Skandinavien. Die Karawanserei umrundet mit zwei Stockwerken einen großen Platz, auf dem man türkischen Kaffee, Tee oder köstliche hausgemachte Limonade trinken kann. Wer einen Cappuccino bevorzugt, ist in der Gasse rechts neben dem Gebäude bestens aufgehoben. Hier reiht sich ein Café neben das andere. Man sitzt wahlweise drinnen in orientalischem Flair oder draußen auf mit Kelims und Kissen geschmückten Bänken. Hinter der Karawanserei werden Fleischspezialitäten, unter anderem auch Döner angeboten.
Ich lasse mir zwei Dönertaschen für zu Hause einpacken und schlendere  nachdenklich Richtung U-Bahnstation. Man ist bemüht, die alten Häuser von Kemeraltı zu erhalten. Überall wird restauriert und verschönert. Viel zu lange wurde in anderen Vierteln abgerissen und neu gebaut. Hohe Häuser verschandeln die Uferpromenade, wo einst alte griechische Villen standen. Natürlich, die Stadt ist gewachsen, noch immer strömen Menschen aus dem ganzen Land in die Viermillionen-Metropole. Im Stadtteil Bayraklı entsteht – von vielen bestaunt - das Manhattan Izmirs: hohe Gebäudekomplexe mit viel Glas und Luxus, oftmals sogar mit eigenen Einkaufszentren. Ich hingegen freue mich über jedes unter Denkmalschutz stehende Haus.





©byChristine Erdic 



Montag, 22. April 2019

Spukschlösser und Teufelsburg


Diese Ausflugstipps sind nichts für schwache Nerven, doch wer sich gerne gruselt und ein prickelndes Gänsehautgefühl liebt, der ist hier genau richtig.



Burg Houska in Tschechien
Diese Burg ist als eine der am meisten frequentierten Schlösser in Europa bekannt. Das Schloss Houska in der Tschechischen Republik soll ein heißer Ort dämonischer Aktivität sein.
Der Legende nach wurde die Burg auf einer bodenlosen Grube gebaut, die als Pforten der Hölle gelten. Die Grube beherbergte angeblich Kreaturen, die halb Mensch, halb Tier und geflügelte Fabelwesen waren. Menschen behaupten, viele Erscheinungen gesehen zu haben, darunter einen schwarzen Hund, eine kopflose Figur und eine Frau in einem weißen Kleid. Paranormale Aktivitäten umfassen auch Schreie, Stöhnen und schwarze geflügelte Kreaturen, die im Hof ​​fliegen.
Ghost Hunters International untersuchte das Houska Schloss und erklärte es für ein paranormales Phänomen.




Schloss Moosham im Salzburger Lungau
Kein Schloss hat eine so tragische und blutige Geschichte wie Schloss Moosham in Österreich.Es ist der Schauplatz vieler Hexenprozesse. Vom Jahre 1534 bis 1762 fanden hier 66 Hinrichtungen statt, davon wurden 44 Frauen der Zauberei und Hexerei angeklagt, gefoltert und getötet.Die ruhelosen Geister dieser Frauen sollen heute noch in den Gemäuern wohnen und ihnen verdankt der Ort seinen populären Namen Hexenschloss.



Schloss Dragsholm in Dänemark
Im Mittelalter diente Schloss Dragsholm nicht nur als Trutzburg, sondern auch als Gefängnis. Die Tochter des Schlossherren soll wegen einer unglücklichen und verbotenen Liebschaft von ihrem eigenen Vater eingesperrt worden sein. Sie verhungerte hinter den dicken Mauern der Burg und wandert seither durch die Korridore des Schlosses. Bei Renovierungsarbeiten wurde vor rund 70 Jahren das Skelett eines Mädchens entdeckt, das ein weißes Kleid trug.


Doch nicht nur die weiße junge Dame schleicht durch das Schloss – auch ein ehemaliger Gefangener, Graf von Bothwell, erscheint regelmäßig auf den Schlossgründen und treibt sein Unwesen. Gäste des Schlosses geben an, das Hufgetrappel seiner Pferde sehr genau vernommen zu haben. Geisterjäger aus aller Welt kommen zum Schloss Dragsholm, um die ungewöhnlichen Schwingungen zu erforschen und mehr zu den ungewöhnlichen Vorgängen zu erfahren.
Heute ist das Schloss Dragsholm übrigens ein schönes 4 Sterne Hotel, Wie wäre es mit einem Kurzurlaub?



Und wer zurzeit gerade nicht in den Urlaub fahren kann, den entführt ein brandneues Buch in gruselige Gefilde.





Unheimliche Geschichten
Aberglauben hatte stets seinen festen Platz in der menschlichen Gesellschaft. Tief verwurzelt scheint die Angst vor schwarzen Katzen, die von links unseren Weg überqueren, der Zahl 13 sowie Freitag dem Dreizehnten zu sein. Ebenso soll es Unglück bringen, unter einer Leiter hindurchzugehen oder einen Spiegel zu zerbrechen. Daher ist es also kein Zufall, dass dieses Buch genau 13 unheimliche Geschichten, eine schwarze Katze und einen Spiegel enthält. Wirken Flüche wirklich oder nur, wenn man an sie glaubt? Existieren Aliens und Zeittore ausschließlich in unserer Fantasie? Was ist möglich oder unmöglich, Wahrheit oder Fiction? Das müssen Sie, lieber Leser und liebe Leserin, selbst herausfinden. Doch Vorsicht! Verlieren Sie sich nicht zwischen den Zeilen dieses Buches.

Taschenbuch  116 Seiten
ISBN-13: 978-1093338331

E-Book
ASIN: B07QH1P9M3

Leseprobe aus dem Buch

Spiegelwelten – das Tor zur Hölle
In einem fernen Land gibt es eine Legende, die besagt, dass der Teufel einst einen kostbaren Spiegel stahl und sich mit ihm in die Lüfte erhob. Er war nicht nur machtbesessen sondern auch eitel. Da blendete ihn die aufsteigende Sonne, und er ließ den Spiegel fallen. Auf der Erde aber zerbrach dieser in sieben Stücke.

Die Brüder Mac Quinn standen in dem alten Antiquitätenladen und ließen prüfend ihre Blicke schweifen. Sie kannten sich bestens aus, da ihre Leidenschaft das Sammeln alter Kunstgegenstände und Raritäten war. Im Ort waren die drei Junggesellen als seltsame, wortkarge Kauze bekannt, die jeden Kontakt scheuten. Deshalb wohnten sie wohl auch abseits in einer alten Burg mit Blick über die Stadt. Besuch bekamen sie nur selten, was nicht weiter verwunderlich war. Man munkelte, dort oben gehe es nicht mit rechten Dingen zu. Hexen und Dämonen, ja, der Teufel selbst solle die Burg nachts heimsuchen.
Die drei Brüder wussten nicht, was man sich in der Stadt erzählte - und wenn, dann wäre es ihnen sicherlich egal gewesen.
„Warum ist das hier verhangen?“, erkundigte sich James, der Älteste, bei dem Antiquitätenhändler. Ein weißes Laken verdeckte einen mannshohen Gegenstand in der hintersten Ecke des Ladens im Halbdunkel.
„Das steht nicht zum Verkauf“, antwortete der Händler.
Der Kunde zog ungeduldig an dem Tuch, das jetzt Teile eines wunderschönen Spiegels freigab. Der Rahmen war kunstvoll verziert und sicherlich unbezahlbar.
„Teakholz“, stellte Mike, der inzwischen aufmerksam geworden war, sachlich fest und fuhr mit den Fingern vorsichtig über die blütenhaften Ornamente. Bill nickte bedächtig mit dem Kopf.
„Ein schönes Stück - was soll er denn kosten?“
„Ich sagte Ihrem Bruder schon, dass der Spiegel nicht verkäuflich ist!“
„Schade“, brummte James.
„Der würde so gut in unsere Sammlung passen. Darf man fragen, warum Sie ihn nicht verkaufen wollen?“
In den Augen des Händlers stand die blanke Angst. Schnell zog er das Laken wieder über den antiken Gegenstand.
„Er ist verflucht. Seine letzte Besitzerin soll er in den Wahnsinn getrieben haben. Mehr weiß ich darüber auch nicht.“
„Hören Sie, wir sind die Mac Quinns und glauben nicht an Flüche! Verkaufen Sie uns den Spiegel, dann sind Sie ihn los!“
Der Händler überlegte. Das Teil flößte ihm Angst ein. Irgendetwas Böses ging davon aus, das konnte der sensible Mann spüren. Vielleicht war es wirklich besser, es los zu werden. Die Mac Quinns waren ihm ein Begriff, wenn sie auch zum ersten Mal seinen Laden betreten hatten. Sollten Sie den Spiegel doch in ihre düstere Burg schaffen, weit weg von ihm.
„Gut, aber Sie müssen ihn selbst abtransportieren“, gab er nach.

Bald darauf hing der geheimnisvolle Spiegel an der Wand in der prunkvollen Diele der Mac Quinns. Die Burg war mit erlesenen Antiquitäten ausgestattet und hätte sicherlich Besucher aus dem ganzen Land angezogen, wenn die Brüder offener gewesen wären. So aber hatten sie nicht einmal eine Haushälterin oder Köchin. Einmal am Tag brachte ein Service warmes Essen. Das musste genügen. Niemand außer ein paar Katzen, die den Mäusen und Ratten den Garaus machten, teilte das Leben der Eigenbrötler. Mike bemerkte als erster, dass die Katzen einen großen Bogen um den Spiegel machten. Interessiert besah er sich das gute Stück noch einmal in allen Einzelheiten. Die Diele erschien ihm kälter als gewöhnlich, und fröstelnd zog er die Schultern hoch. Seine Hand fuhr über die kunstvoll geschnitzten Ornamente, da war ihm, als würden sie sich in Teufelsfiguren verwandeln. Das Glas zog ihn geradezu magnetisch an. Jetzt vibrierte es, verlor seinen festen Zustand, wurde durchlässig. Mike tauchte förmlich hindurch …



Ende der Leseprobe.

Alternativ können Sie natürlich auch ins Luhg Holiday einkehren. Das preisgünstige Hotel ist ganz besonders für Familien geeignet.



Luhg Holiday
Dieser Sammelband vereint zwei spannende Geschichten:

Willkommen im Luhg Holiday
Als Familie Kohlmann wegen eines vorausgesagten Schneesturms ganz spontan im Hotel Luhg Holiday einkehrt, ahnt sie noch nicht, was sie dort erwartet. In dem alten unheimlichen Haus scheint nichts mit rechten Dingen zuzugehen, und schon bald finden sich die drei Kinder und ihre Eltern im unglaublichsten Abenteuer ihres Lebens wieder.

Auf Wiedersehen im Luhg Holiday
Auf einer Urlaubsreise in den Süden fahren Sabrina, Gudrun und Betty im Nebel gegen einen Baum und müssen im Luhg Holiday einkehren. Das Hotel hat sich verändert, denn es sind 7 Jahre vergangen, seitdem Sabrina mit ihrer Familie dort unfreiwillig ihre Ferien verbrachte.
Wer ist der nette junge Mann, der sich nach dem Unfall so rührend um sie kümmert und doch ein düsteres Geheimnis mit sich trägt? Und was ist aus den Ghulen geworden, die das Luhg Holiday verwalteten? Ein spannendes Abenteuer wartet auf die Freundinnen. Werden sie der Gefahr entkommen, die dort hinter den düsteren Mauern auf sie lauert?



Eine Gruselkomödie der Sonderklasse und ein besonderes Lesevergnügen für die ganze Familie.
Taschenbuch: 128 Seiten
ISBN-13: 978-3743152625


Fröhliches Gruseln!

©byChristine Erdic 




Dienstag, 26. März 2019

Wie wäre es mit einem Abstecher ins Auenland?


Wie wäre es mit einem Abstecher ins Auenland? Vielleicht schon in den Osterferien? Nein, Sie müssen nicht nach Neuseeland fliegen! Das Feriendorf Auenland befindet sich zwischen Erfurt und Bamberg. 


Fans der Herr der Ringe und der Hobbit Trilogie haben bestimmt schon  davon geträumt: Einmal in Mittelerde eintauchen und in den urgemütlichen Häusern der Hobbits wohnen. 


Dafür muss man jetzt noch nicht mal quer durch die Welt an die Drehorte nach Neuseeland fliegen, denn das Auenland ist auch mit dem Auto erreichbar. Die gemütlichen, rustikalen Erdhäuser im Feriendorf in Thüringen bieten ein ganz besonderes, uriges und gemütliches Urlaubsgefühl fernab vom Stress des Alltags! Allerdings muss man auf Komfort nicht verzichten: Jedes der Häuser ist sogar mit einem kleinen Kamin ausgestattet,



In der Einrichtung aus Eichen- und Rundholz und vor dem Holzkamin fühlt man sich doch gleich als wäre man mitten in Mittelerde! Die Erdhäuser bieten eigene Terrassen und Platz für 2 bis 4 Personen (bei 2 Erwachsenen sind auch 4 Kinder erlaubt). Perfekt also für einen tollen Familien-Aktiv-Urlaub. Das Feriendorf Spaß für die ganze Familie. Im Sommer gibt es hier eine rund 420 Meter lange Sommerrodelbahn und einen großen, wunderbar angelegten Abenteuerspielplatz. Zudem bietet das Umland aufregende Routen zum Wandern, Radfahren und für winterliche Skilanglauftouren in märchenhafter Atmosphäre!




Buchtipps rund um das Kleine Volk für das Osternest:


Geschichten aus dem Reich der Hexen, Elfen und Kobolde 


Dieses Buch lädt den Leser mit seinen märchenhaften und lehrreichen Geschichten aus dem Reich der Hexen, Elfen und Feen zu einer Reise in die bunte Welt der Fantasie ein. Mit seinen lustigen Ausmalbildern ist es für Kinder ebenso geeignet wie für all jene, die im Herzen jung geblieben sind.
ISBN-13: 978-3735790729



Nepomucks Märchen


Kobold Nepomuck entführt euch in die bunte Welt der Märchen. Und hier ist allerlei los! Das ganze Zauberland steht Kopf, denn der vergessliche Zauberer Ugoblix hat sein Zauberbuch verlegt, Ginny findet sich an ihrem siebten Geburtstag plötzlich im Elfenland wieder, Nepomuck reist mit einem Flaschengeist durch die Lüfte und Jenny versucht das Märchenland zu retten, das die Hexe Babula in einem See aus flüssiger Schokolade ertränken will.
Zu jedem der 14 spannenden Märchen gibt es ein lustiges Ausmalbild - so können die kleinen Leser das Buch ganz individuell mitgestalten.
Neugierig geworden? Dann auf ins Märchenland!

Kobold Nepomuck begeistert Groß und Klein mit seinen Geschichten.
Bisher erschienen:
Nepomucks Abenteuer
Mit Nepomuck auf Weltreise
Geschichten aus dem Reich der Hexen, Elfen und Kobolde
Zauberhafte Gerichte aus der Koboldküche
Lesevergnügen für jedes Alter!

ISBN-13: 978-3746019260


Nepomucks Abenteuer 


Nepomuck ist ein lustiger kleiner Kobold, der mit seiner Familie in einem Kobolddorf in Norwegen wohnt. Er hilft dem Weihnachtsmann beim Geschenke verpacken in der Weihnachtswerkstatt und landet aus Versehen in einem dieser Päckchen. So tritt er nun im Schlitten des Weihnachtsmanns seine Reise in die Welt der Menschen an Welch spannende Abenteuer wird Nepomuck dort wohl erleben und wird er bei den Menschen ein neues Zuhause finden?
ISBN-13: 978-3903056183


Luhg Holiday


Dieser Sammelband vereint zwei spannende Geschichten:

Willkommen im Luhg Holiday
Als Familie Kohlmann wegen eines vorausgesagten Schneesturms ganz spontan im Hotel Luhg Holiday einkehrt, ahnt sie noch nicht, was sie dort erwartet. In dem alten unheimlichen Haus scheint nichts mit rechten Dingen zuzugehen, und schon bald finden sich die drei Kinder und ihre Eltern im unglaublichsten Abenteuer ihres Lebens wieder.

Auf Wiedersehen im Luhg Holiday
Auf einer Urlaubsreise in den Süden fahren Sabrina, Gudrun und Betty im Nebel gegen einen Baum und müssen im Luhg Holiday einkehren. Das Hotel hat sich verändert, denn es sind 7 Jahre vergangen, seitdem Sabrina mit ihrer Familie dort unfreiwillig ihre Ferien verbrachte.
Wer ist der nette junge Mann, der sich nach dem Unfall so rührend um sie kümmert und doch ein düsteres Geheimnis mit sich trägt? Und was ist aus den Ghulen geworden, die das Luhg Holiday verwalteten? Ein spannendes Abenteuer wartet auf die Freundinnen. Werden sie der Gefahr entkommen, die dort hinter den düsteren Mauern auf sie lauert?
Eine Gruselkomödie der Sonderklasse und ein besonderes Lesevergnügen für die ganze Familie.
ISBN-13: 978-3743152625


Mit Nepomuck auf Weltreise


Wie funktioniert eigentlich ein Heißluftballon, und wie leben die Eskimos heute? Was passiert, wenn ein norwegischer Kobold auf einen irischen Leprechaun trifft, und was kann man im Karina-Verlag so alles anstellen? Begleitet den lustigen Kobold Nepomuck auf seinen Reisen durch Europa, Asien, Amerika, Afrika und Australien und lernt Menschen, Tiere und verschiedene Kulturen hautnah kennen. Folgt ihm auf den Spuren der Hobbits, und werft mit ihm seinen ersten Bumerang. Die tollsten Abenteuer warten auf euch, denn wo Nepomuck sein Unwesen treibt, da wird es nie langweilig!
ISBN-13: 978-3961112760

Leseprobe aus dem Buch:


Hobbits und Pinguine

Nepomuck kennt die Hobbits aus den Filmen „Der Hobbit” und „Herr der Ringe”. Fasziniert begutachtet er die 44 Hobbithöhlen, die geschickt in ein grünes Auengelände eingepasst und durch Wege miteinander verbunden sind. Es gibt außerdem Mini-Seen, kleine Bäche, eine klappernde Wassermühle, eine steinerne Brücke und liebevoll mit Blumen und Obstbäumen bepflanzte Gärten mit Holzzäunen und Minibriefkästen. Ganz wie im Film. Alle sind begeistert. Der große Eichenbaum vor Bilbos Haus besteht allerdings nur aus Plastik.
„Der ist ja gar nicht echt!“, ruft Nepomuck etwas enttäuscht. Dafür hat man von hier oben aber einen schönen Blick über ganz Hobbingen. Das entschädigt. Ein guter Platz für ein Picknick mit Keksen und Limonade, findet der Kobold.
„Die Hobbits haben auch immer Hunger, genau wie Nepomuck“, lacht Kathy.
„Wo sind denn nun eigentlich die Hobbits?“, erkundigt sich der Koboldjunge, der nur auf ein Stichwort gewartet hat.
„Aber Nepomuck, die Hobbits sind doch nur Filmfiguren“, erklärt der Vater dem fassungslosen Kobold schmunzelnd.
„Ich habe sie doch selbst gesehen, dann muss es sie auch geben!“
Auch die Hobbithöhlen sind nur Attrappen: In ihnen befinden sich keine Räume mit Einrichtung, sondern nur halb ausgebuddelte Erdlöcher, stellen sie fest, als sie erwartungsvoll eine der farbigen runden Holztüren öffnen.
„Sicherlich sind die Hobbits nur einfach weitergezogen – so wie meine Vorfahren damals“, überlegt Nepomuck halblaut. Er bekommt plötzlich feuchte Augen. Zu sehr erinnert ihn Hobbingen an sein Kobolddorf in Norwegen. So lange bin ich nun schon unterwegs!
Ich habe viele schöne Länder gesehen, war in Europa, Asien, Afrika, Amerika und Australien. Aber nun wird es für mich wohl Zeit, endlich heimzukehren. Der kleine Kobold hat plötzlich starkes Heimweh.
Reka legt tröstend den Arm um ihn. „Ich schenke dir meinen Delfin. Er wird dich sicher wieder nach Hause geleiten“, flüstert sie ihm ins Ohr, und Nepomuck fühlt, wie ihm die Kette um den Hals gelegt wird. Dankbar schaut er das Mädchen an und wischt sich verstohlen eine Träne aus dem linken Auge. Na! Hoffentlich hat sonst keiner etwas gemerkt.
„Damit ihr nicht allzu enttäuscht seid, gehen wir jetzt in den „Green Dragon“, die Kneipe der Hobbits“, schlägt Vater aufmunternd vor. Ob er doch etwas ahnt?
Der „Grüne Drache“ ist ein rustikales Gasthaus im Hobbit-Stil. Die Überraschung ist wirklich gelungen! An den Wänden kann man Bilder, Hüte und Mäntel der Hobbits bewundern.
„Ich wusste doch, dass es sie gibt“, triumphiert der Kobold mit glänzenden Augen.


https://www.amazon.de/Mit-Nepomuck-Weltreise-Karina-Verlag/dp/3961112762/ref=sr_1_31?ie=UTF8&qid=1493023087&sr=8-31&keywords=christine+erdiç

Nepomuck und die Hobbits wünschen eine schöne Osterzeit!





©byChristine Erdic