Dienstag, 8. Januar 2019

Märchenhaftes Schloss Glücksburg


Welches Kind träumt nicht davon, einmal ein kleiner Prinz oder eine Prinzessin zu sein? Und das noch dazu in einem echten Schloss?



Dann auf nach Glücksburg! Nebst Führungen bietet das Renaissance-Schloss, das zu den wichtigsten Residenzschlössern Norddeutschlands gehört, auch tolle Märchenausstellungen an.


Das Besondere daran: Ein großer Märchenturm entführt in die Welt der Gebrüder Grimm, so können sieben Märchen auf einen Streich hautnah erlebt werden. Der Froschkönig, Frau Holle, Aschenputtel, Schneewittchen, Hänsel und Gretel, Rotkäppchen und Tischlein deck dich warten auf viele kleine und große Gäste. Einfach zauberhaft!


Ein jedes Kind kann dabei in seine Wunschrolle schlüpfen und erlernen, wie man Gut und Böse voneinander unterscheidet, und dass alle Handlungen Folgen haben.
Auch für größere Kinder wird etwas geboten: Sie können in der Hexenküche ihre ersten eigenen Märchen schreiben.


Und wem das nicht genügt, der kann sogar seinen Kindergeburtstag im Schloss feiern. Richtig wie ein Prinz oder eine Prinzessin! In einem Turmzimmer erwartet die kleinen Gäste eine festlich gedeckte Tafel, sowie wunderschöne Kostüme aus der Sammlung des Schlosses. Jedes Kind darf sich nach seinen Wünschen verkleiden, es wird getanzt, ein Erlebnisrundgang durch das Schloss mit einer kleinen Schatzsuche unternommen und viele spannende Dinge mehr. (Quelle: http://www.schloss-gluecksburg.de/)
Weitere Infos und Preise finden Sie unter



Warum Märchen gerade heute für Kinder so wichtig sind

Man könnte glauben, sie passten nicht mehr ins Kinderleben von heute mit all der modernen Technologie.
Aber weit gefehlt, wie die Zeitschrift ELTERN betont. Märchen sind nach wie vor wichtig für die Entwicklung unserer Kinder.
Märchen machen Mut. Der Held oder die Heldin muss sich gegen das Böse behaupten und an den Aufgaben reifen. Am Ende siegt das Gute. Märchen sagen den Kindern auf diese Weise: Wenn du zupackst, schaffst du es! Dieses Urvertrauen ins Leben brauchen Kinder für eine gesunde Entwicklung.
Märchen spenden Trost und lassen Gefühle zu. Und letztendlich vermitteln sie Werte wie Treue, Geduld und Ehrlichkeit.



Buchtipp für Kinder

Nepomucks Märchen


Kobold Nepomuck entführt euch in die bunte Welt der Märchen. Und hier ist allerlei los! Das ganze Zauberland steht Kopf, denn der vergessliche Zauberer Ugoblix hat sein Zauberbuch verlegt, Ginny findet sich an ihrem siebten Geburtstag plötzlich im Elfenland wieder, Nepomuck reist mit einem Flaschengeist durch die Lüfte und Jenny versucht das Märchenland zu retten, das die Hexe Babula in einem See aus flüssiger Schokolade ertränken will.
Zu jedem der 14 spannenden Märchen gibt es ein lustiges Ausmalbild - so können die kleinen Leser das Buch ganz individuell mitgestalten.
Neugierig geworden? Dann auf ins Märchenland!

Kobold Nepomuck begeistert Groß und Klein mit seinen Geschichten.
Bisher erschienen:
Nepomucks Abenteuer
Mit Nepomuck auf Weltreise
Geschichten aus dem Reich der Hexen, Elfen und Kobolde
Zauberhafte Gerichte aus der Koboldküche
Lesevergnügen für jedes Alter!
ISBN-13: 978-3746019260
ASIN: B077TK3813

Leseprobe aus dem Buch:

Das Märchenland ist in Gefahr
Jenny rieb sich verwundert die Augen. Das konnte nicht sein! So etwas gab es nicht! Nicht in der Wirklichkeit zumindest. Doch das weiße Kaninchen kam direkt auf sie zu gehoppelt, und es sah genauso aus, wie das Tier aus dem Märchenbuch, das sie gerade hier auf der Wiese gelesen hatte.
„Das Märchenland ist in Gefahr!“, rief das aufgeregte Tier und schwang dabei seinen dunkelblauen Zylinder durch die Luft. Jenny kniff die Augen fest zusammen und riss sie dann wieder auf. Das konnte nur ein Traum sein. Tiere können nicht sprechen. Oder etwa doch?
„Wenn du noch länger dort hocken bleibst, dann wird die Hexe Babula das ganze Märchenland in einem See aus flüssiger Schokolade ertränken!“, schrie das Kaninchen verzweifelt und rollte mit den Augen.
„Ja, was kann ich denn dagegen tun? Wie kommst du überhaupt aus dem Buch heraus? Und warum kannst du sprechen?“ Jenny schüttelte benommen den Kopf.
„So viele Fragen auf einmal! Wo doch jetzt überhaupt keine Zeit dafür ist! Folge mir, und du wirst die Antworten selber finden!“ Das Kaninchen eilte voraus, schlug einen eleganten Haken und verschwand plötzlich in einer verborgenen Höhle im tiefen Gras. Zögernd blieb das Mädchen stehen. Es war wohl doch eher ein Traum.
Da schaute der Kopf des Tieres nochmals aus dem Loch, und eine ungeduldige Stimme erklang: „Ja! Worauf wartest du denn noch?“
Jenny blieb nichts anderes übrig, als dem hektischen kleinen Nager in das enge dunkle Labyrinth zu folgen, denn etwas anderes war es nicht, was sich dort hinter dem Eingang verbarg. Zum Glück war die Achtjährige recht zierlich und klein, sonst wäre sie mit Sicherheit irgendwo auf dem Weg stecken geblieben.
Am Ende des letzten Ganges sah sie ein seltsames diffuses Licht, es schimmerte blau und rosa, und dann stand sie schließlich neben dem Kaninchen auf einer violetten - ja wirklich und wahrhaftig auf einer violetten Wiese. Blumen blühten in allen Farben des Regenbogens unter einem zartrosa Himmel. Es sah alles so unwirklich aus, wie in einem Traum. Und da kamen sie auch schon: unzählige Zwerge, Kobolde und Elfen. Sie bildeten einen Kreis um Jenny und begannen zu tanzen.
„Könnt ihr mir bitte sagen, wo ich hier bin und was ich hier soll?“, fragte sie verwirrt.
Das Kaninchen lüftete seinen Zylinder und verbeugte sich galant.
„Herzlich willkommen im Märchenland, liebe Jenny. Mein Name ist Balthazar, und ich hatte den Auftrag, dich hierher zu bringen.“ „Dein Auftrag?“ „Ja“, entgegnete das Tier mit ernster Stimme, und die Elfen, Kobolde und Feen nickten eifrig mit ihren Köpfen.
„Es ist ja so wunderschön hier!“ Jenny sah sich verträumt um.
„Das wird aber bald vorbei sein. Babula will das Märchenland nämlich zerstören“, sagte ein Kobold mit besorgter Miene, „deshalb haben wir dich ja auch geholt.“
„Wer bist denn du?“, fragte das Mädchen und musterte den kleinen Kerl, dessen Haare bürstenartig hochstanden, skeptisch.
„Ich bin Nepomuck und habe den Auftrag, dich zu der Hexe zu führen“, machte sich der Waldschrat wichtig.
„Aber warum will sie denn das schöne Märchenland zerstören? Gefällt es ihr hier nicht? Oder ist sie einfach nur böse wie die Hexe in Hänsel und Gretel?“
„Nein, sie ist nicht wirklich böse, aber sie meint, dass die Menschen nicht mehr an Wunder und Märchen glauben und das Märchenland damit überflüssig geworden ist. Sie will es in ein riesiges Schokoladenland verwandeln. Mit Schokofontänen, Marzipanlandschaften und viel buntem Zuckerwerk. Denn Süßigkeiten mögen die Kinder ja immer noch“, sagte Balthazar traurig.
„Wenn ich mir das so richtig überlege, finde ich die Idee mit dem Schokoladenland gar nicht mal so schlecht“, überlegte Nepomuck und hüpfte von einem Bein auf das andere.
Das Kaninchen sah ihn missbilligend an und wies empört auf ein Feld: „Schau mal, was sie mit den Karotten gemacht hat!“ Jenny zog verwundert eine dicke gelbe Karotte aus dem Boden.
„Aber … die ist ja ganz aus Marzipan!“ rief sie verwundert aus und nahm einen Bissen. Es schmeckte köstlich. „Hmm, lecker…“
„Siehst du! Ich habe es ja gewusst! Den Menschenkindern sind Marzipan und Schokolade eben wichtiger als Märchen!“, sagte eine Elfe anklagend und schlug wild mit ihren grünlich schimmernden Flügeln.
Jenny schüttelte ihren Kopf. „Ich mag Süßigkeiten, das stimmt schon. Aber sie können niemals die wunderschönen Märchen ersetzen. Eine Welt ohne Märchen und Fantasie wäre doch traurig und grau.“ Ernst sah sie die Elfen, Feen und Kobolde an. Dann wandte sie sich wieder dem Kaninchen zu.
„Was soll ich denn nur machen, Balthazar? Sag es mir, denn ich möchte nicht, dass das Märchenland zerstört wird.“


Das Tier winkte ihr, ihm zu folgen. Es ging in einen Wald mit wunderschönen bunten Bäumen. Nach einiger Zeit wurde der Wald dichter, und schließlich gab es nur noch Tannen. Hier, wo die grünen Sonnenstrahlen kaum den Boden berührten, hatte die Hexe Babula ihr Domizil. Die Zwerge, Elfen und Kobolde blieben, bis auf Nepomuck, immer weiter zurück und waren dann auf einmal ganz verschwunden. Das kleine schiefe Hexenhäuschen war reichlich mit köstlichen Lebkuchen und Plätzchen verziert. Jenny widerstand dem Drang, einfach etwas davon abzubrechen und zu kosten. Es ging ja um viel wichtigere Dinge jetzt.

Zaghaft klopfte das Mädchen an die Tür. Das Kaninchen blieb vorsichtshalber in sicherem Abstand hocken.
Von drinnen ertönte ein schauriges Lachen. Kurz darauf öffnete sich knarrend die Tür, und eine bucklige grauhaarige Hexe trat heraus.
„Wir haben dich schon erwartet, Jenny“, schnurrte der schwarze Kater auf Babulas Rücken und fixierte das Mädchen mit seinen neongrünen Augen. Balthazar verschwand lieber hinter einem Busch. Vor dem Stubentiger hatte er großen Respekt.
„Komm nur herein, mein Kind, ich habe auch leckeren selbstgebackenen Kuchen und heiße Schokolade für dich“, säuselte die Hexe verführerisch.
Jenny folgte ihr zögernd ins Innere der kleinen Hütte, doch Nepomuck zischte wie ein geölter Blitz an ihr vorbei. Innen wirkte die Hütte plötzlich viel größer und geräumiger, fast wie ein kleiner Palast. Durch die Fensterscheiben aus Zuckerguss fiel sanftes Licht in den Raum mit den kunstvoll geschnitzten Holzmöbeln.
„Alles Lug und Trug“, kicherte Babula und stellte einen Teller mit Lebkuchen auf den Tisch.
Jenny schüttelte den Kopf „Ich will deinen Lebkuchen nicht und auch nicht deine heiße Schokolade“, sagte sie mit fester Stimme.
Eine kleine Hand griff nach dem Teller, und der Kater fauchte. Er machte einen riesigen Satz, doch der Kobold verschwand in Windeseile mit seiner Beute.
„Was willst du denn dann?“, fragte die Hexe erstaunt.
„Ich will, dass das Märchenland erhalten bleibt in all seinen Farben und mit all seinen Wesen. Du hast kein Recht, es zu zerstören!“, rief das Mädchen aufgebracht.
„Schau mal dort hinten hin. Ich habe einen Kessel erschaffen, aus dem bis in alle Ewigkeit Schokolade fließt, genug für dich und alle Kinder auf dieser Erde. Dieser Quell wird nie versiegen. Ich werde das ganze Märchenland darin ertränken. Dann gibt es nur noch mich und euch“, kicherte die Hexe.
„Du bist wirklich böse! Du darfst die Elfen, Kobolde, Feen und all die anderen Bewohner des Märchenlandes nicht in deiner heißen Schokolade ertränken! Und wenn du das Märchenland vernichtest, dann kann auch deine Katze gar nicht mehr sprechen!“ Jennys Augen blitzten vor Zorn.
„Hmm, ja das stimmt“, sagte Babula nachdenklich mit einem besorgten Blick auf ihr Haustier und runzelte die Stirn. „Aber die Menschen wollen ja gar keine Märchen mehr lesen oder hören, und sie haben schon lange aufgehört, an Wunder zu glauben.“
„Dann müssen wir sie eben dazu bringen, wieder an Märchen und Wunder zu glauben. Aber das schaffen wir nicht, wenn du hier alles zerstörst“, antwortete Jenny mit entschiedener Stimme.
„Gut, wir werden es versuchen, Jenny. Ich werde das Märchenland nicht zerstören, solange noch ein Mensch auf der Welt an uns glaubt, das verspreche ich dir.“
„Ich werde immer an euch glauben!“ Jenny sah der Hexe fest in die Augen.
„Eigentlich ist es ja sehr schade um die schöne Schokolade“, murmelte die bedauernd.
„Aber die nicht versiegende Schokoquelle kann doch trotzdem bleiben und Teil des Märchenlands sein“, tröstete das Mädchen Babula.
Der Kater rieb sich schnurrend an ihren Beinen: „Ich halte das für eine ausgezeichnete Idee“, sagte er, „was wäre die Welt ohne Kaninchen und Kobolde. Wen soll ich denn dann jagen?“
„Und ich muss jetzt gehen, um Balthazar und Nepomuck die frohe Botschaft zu verkünden“, rief Jenny und eilte frohgemut zur Tür hinaus. Doch was war das?
Jenny rieb sich abermals die Augen. Kein violettes Gras, keine Blumen in Regenbogenfarben! Kein bunter Wald! Und wo war das Hexenhaus, wo waren all die Zwerge, Elfen, Feen und Kobolde  geblieben? Kein Balthazar war zu sehen und auch kein Nepomuck!
Da lag nur das aufgeschlagene Märchenbuch vor ihr auf der grünen Wiese inmitten all der gelben Butterblumen. Schmetterlinge flatterten lustig im Wind, und eine helle Sonne strahlte warm vom blauen Himmel. Was war das bloß für ein seltsamer Traum gewesen?
Kopfschüttelnd griff sie nach dem Buch, um es zuzuklappen. Es war jetzt wirklich höchste Zeit, nach Hause zu gehen. Ihre Mutter würde sicherlich schon mit dem Essen auf sie warten. Da war ihr, als würde ihr das Kaninchen auf dem Bild zuzwinkern. Ja, sie hatte es sogar ganz deutlich gesehen! Sie zwinkerte verschwörerisch zurück und machte sich fröhlich vor sich hin summend auf den Weg.
Eine neue Aufgabe lag vor ihr: den Menschen die wunderschöne Welt der Märchen wieder nahe zu bringen.




©byChristine Erdic

Freitag, 21. Dezember 2018

Montag, 3. Dezember 2018

Traditioneller Weihnachtsmarkt in Hannover


Gerade in der Vorweihnachtszeit bietet sich ein Besuch in der Landeshauptstadt Niedersachsens geradezu an. 



Vom 8. November bis zum 22. Dezember locken rund 130 festlich geschmückte Weihnachtsbuden und Stände mit Weihnachtsschmuck, Geschenkartikeln, Glühwein und süßen Knabbereien den Besucher auf den traditionellen Weihnachtsmarkt, der sich in der Altstadt rund um die Marktkirche sowie auf der Lister Meile erstreckt.


Ein besonderes Highlight ist das Historische Dorf am Historischen Museum, das einen anschaulichen Eindruck in das mittelalterliche Leben vermittelt. 


Hier wird u.a. Bogenschießen angeboten, sowie heißer Wein, knuspriges Brot aus dem Backofen und so manche traditionell zubereitete Köstlichkeit aus eisernen Gusspfannen. Abends wird das Dorf von Fackeln erhellt.



Das Finnische Weihnachtsdorf am Ballhofplatz wartet mit einem echten Lappenzelt auf. 




Neben kulinarischen Verführungen wird natürlich auch finnisches Kunsthandwerk angeboten, sowie Rentier- und Lammfelle, Rentiergeweihe, Pflegeprodukte, Spirituosen und original finnische Süßwaren.



Im Wunschbrunnenwald taucht man zwischen 60 Tannen in eine mystisch- verzaubernde Atmosphäre ein. 



Hier steht der Oskar-Winter-Brunnen, an dessen schmiedeeisernen Gitter sich der "Wunschring" befindet. Der Sage nach erfüllen sich Wünsche, wenn an diesem Ring gedreht wird.

Also: Nichts wie auf nach Hannover!





Mehr Infos zum Weihnachtsmarkt sowie die Öffnungszeiten finden Sie unter





Buchtipps zur Vorweihnachtszeit:

Weihnachtsgeschichten … und noch mehr 


Für viele Menschen ist die Weihnachtszeit die schönste Zeit des Jahres!
Überall leuchten die Weihnachtssterne, es riecht nach Früchten, Gewürzen, Zimt und Anis. Aber auch überfüllte Geschäfte und Eile bestimmen oft den Alltag, denn jeder möchte noch passende Geschenke für Familie oder Freunde finden.
Trotz allem bleibt aber immer noch Zeit, gemütliche und ruhige Abende zu verbringen. Und was gibt es da Schöneres, als einen hektischen Tag mit wunderbaren Weihnachtsgeschichten und Leckereien ausklingen zu lassen?
Also gönnen Sie sich mit den Erzählungen „Weihnachtsgeschichten … und noch mehr“ einfach mal ein paar ruhige und entspannte Stunden und genießen dabei die leckeren Versuchungen aus diesem Buch.
„Frohe Weihnachten“ und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
ISBN-13: 978-3738645538
ASIN: B015YCWZQA


Harmonie zur Weihnachtszeit


Sobald das Weihnachtsfest zur Pflichtveranstaltung wird, ist der Familienfrieden schnell gestört. Mit etwas Fantasie und Einfallsreichtum kann jeder das Beste für sich und seine Lieben daraus machen, sodass sogar die Schwiegermutter strahlt und die pubertierenden Kinder die Feiertage auf einmal gar nicht mehr so ätzend finden ... "Harmonie zur Weihnachtszeit" enthält Geschichten rund ums beliebteste Fest des Jahres.
ISBN-13: 978-1723961564
ASIN: B00QU7WNP2

In diesem Sinne wünsche ich all meinen Lesern eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit!



©byChristine Erdic



Sonntag, 28. Oktober 2018

Graf Dracula bittet zu Tisch


Wie wäre es mit einem ganz besonderen Dinner? Einem Gruseldinner, bei dem verschiedene Klassiker zu Tisch bitten? Neben Frankenstein und Jack the Ripper bewirtet natürlich auch Graf Dracula seine Gäste.



Gutes Essen bei schaurig- schöner Unterhaltung wird allerdings nicht nur zu Halloween geboten, sondern bis in den April hinein und das an verschiedenen Orten in ganz Deutschland!

Am 11.11. 2018 lädt Graf Dracula aber erst einmal in die schöne Stadt Heidelberg ein. 


Das Heidelberger Schloss bietet nämlich genau das richtige Ambiente für sein Vorhaben.


Heidelberger Schloss, Heidelberg
Schloss Heidelberg ist seit dem 19. Jahrhundert der Inbegriff deutscher Romantik für Touristen aus der ganzen Welt. Die beeindruckende Ruine zieht jährlich rund eine Million Besucher an. Im 16. und 17. Jahrhundert war Heidelberg eines der prächtigsten Schlösser Europas. In der Schlossgastronomie zaubert Sternekoch Martin Scharff kulinarische Köstlichkeiten. Die Gruseldinner finden im prunkvollen Königssaal statt.




Termine und Vorstellungen finden Sie hier:

Natürlich gehört zu einem Schloss auch eine unheimliche Legende:

DER HEXENBISS
Im Torturm des Heidelberger Schlosses befindet sich ein schweres Holztor. In dieses Tor ist ein kleines Pförtchen eingeschnitten. Hier konnten in früheren Zeiten einzelne Besucher eintreten, ohne dass das große Tor geöffnet werden musste. Mit einem dicken eisernen Klopfer machten sie sich dann der Wache bemerkbar.
Wenn jemand diesen Klopfring durchbeißt, erzählten damals die Heidelberger, dann erhält er das Schloss mit allem, was drinnen ist, als Geschenk. Viele Besucher haben es in früheren Zeiten schon versucht, aber keiner hatte die nötige Kraft in seinen Zähnen.
Dieser Klopfring weist aber eine Scharte auf, über deren Entstehung uns die Sage folgendes erzählt:
Einst kam eine Hexe auf das Schloss und wäre gerne seine Besitzerin geworden. Mehrmals probierte sie, den Ring zu durchbeißen, aber ihre Zauberkräfte versagten an dem Schmiedewerk. Wie alle anderen musste auch sie schließlich aufgeben. Nur eine kleine Vertiefung blieb in dem Eisen zurück. Dieser Riss wird seitdem der Hexenbiss genannt.
















Alle, die leider keine Gelegenheit haben, am Gruseldinner teilzunehmen, laden wir als Entschädigung kurzerhand auf eine literarische Reise in das „Luhg Holiday“ ein.


Luhg Holiday
Dieser Sammelband vereint zwei spannende Geschichten, die es auch einzeln als Ebooks gibt.

Willkommen im Luhg Holiday
Als Familie Kohlmann wegen eines vorausgesagten Schneesturms ganz spontan im Hotel Luhg Holiday einkehrt, ahnt sie noch nicht, was sie dort erwartet. In dem alten unheimlichen Haus scheint nichts mit rechten Dingen zuzugehen, und schon bald finden sich die drei Kinder und ihre Eltern im unglaublichsten Abenteuer ihres Lebens wieder.

Auf Wiedersehen im Luhg Holiday
Auf einer Urlaubsreise in den Süden fahren Sabrina, Gudrun und Betty im Nebel gegen einen Baum und müssen im Luhg Holiday einkehren. Das Hotel hat sich verändert, denn es sind 7 Jahre vergangen, seitdem Sabrina mit ihrer Familie dort unfreiwillig ihre Ferien verbrachte.
Wer ist der nette junge Mann, der sich nach dem Unfall so rührend um sie kümmert und doch ein düsteres Geheimnis mit sich trägt? Und was ist aus den Ghulen geworden, die das Luhg Holiday verwalteten? Ein spannendes Abenteuer wartet auf die Freundinnen. Werden sie der Gefahr entkommen, die dort hinter den düsteren Mauern auf sie lauert?

Eine Gruselkomödie der Sonderklasse und ein besonderes Lesevergnügen für die ganze Familie.



Leseprobe aus dem Buch:
Auf einmal gingen die Lampions wie von Zauberhand an. Die Sonne versank und machte einem riesigen Vollmond Platz, der scheinbar direkt über der Dachterrasse hing. Ein Tusch und Konstanze erhob sich feierlich.
„Verehrte Gäste, ich möchte Sie herzlich zu unserer kleinen Vollmondparty willkommen heißen. Das Luhg Holiday ist ja für besondere Überraschungen und Events bekannt. Wir werden Sie auch heute Nacht nicht enttäuschen.“
Applaus, der nicht abebben wollte. Durch den Vorhang kamen sie, die Vampire. Stolz in ihren schwarzen Umhängen, allen voran Graf von Drachenfels. Ich fühlte, wie Betty neben mir erbebte. Doch es waren viele, mindestens dreißig, schätzte ich.
Erasmus ließ die Geige erschluchzen, und tief und dunkel erklang die volle Stimme Konstanzes. Melancholisch, lockend, versprechend und geheimnisvoll schallte das Lied in die Vollmondnacht, und mir lief ein Schauder über den Rücken.
Jetzt spielte die Musik mal wild, mal fast zärtlich. Paare tanzten dazu, Kinder wirbelten bunt durcheinander. Karaffen mit rot funkelndem Wein wurden herumgereicht. War es Wein? Ich wollte dem heute lieber nicht auf den Grund gehen. Betty trank schon viel zu viel davon und warf schmachtende Blicke zum Tisch des Grafen hinüber.
„Liebes, sollten wir nicht mal nach Yvonne schauen?“ Am Nebentisch erklang eine besorgte Stimme.
„Ach Bernd, ich bin mir sicher, dass sie schläft. Sie hat noch immer leichtes Fieber, aber es ging ihr schon viel besser vorhin“, kam es beruhigend zurück.
Yvonne war also krank. So verpasste sie den schönen Abend. Noch jemand fehlte. Vergebens suchte ich ein kleines feuerrotes Köpfchen. Ob Oliver auch krank war? Blass genug hatte er ja ausgesehen. ‚Blödsinn, er ist ein Vampir, er muss so aussehen“, rief ich mich zur Ordnung. Ich sah sinnierend zum Grafen hinüber, und unsere Blicke kreuzten sich. Es durchfuhr mich wie heißes Eisen. Wankend stand ich auf, als er auf unseren Tisch zukam und sich vor mir verneigte. Ich war benommen, sah nicht den Schock und die Enttäuschung in Bettys Augen, als er mich zum Tanz führte.
War es ein Traum? Ich tauchte in das Gold seiner Augen.
„Du gehörst zu mir, ich wusste es von Anfang an“, raunte er mir ins Ohr. Viel zu nah kamen seine Lippen. In Gedanken sah ich spitze weiße Zähne, Blut.
„Werde eine von uns, werde mein“, dröhnte es in meinem Kopf.
„Ich …“, willenlos hing ich in seinen Armen.
Da zerriss ein Schrei die Klänge der Musik. Auf einmal herrschte Totenstille.
Dann ein Heulen, durchdringend, anklagend.
„Dimitri!“ Mit einem Ruck machte ich mich los. Das war Dimitri, wie damals in jener Nacht. Doch diesmal war es ernst. Er brauchte mich. Was tat ich hier eigentlich?!
Der Zauber war gebrochen. Wütend funkelte ich den Grafen an. Der trat einen Schritt zurück.
„Ich habe verloren“, sagte er leise. Galant verließ er die Bühne, in dem Wissen, dass sein Akt vorbei war. Er hatte keine Macht mehr über mich.



Die E books gibt es bei Amazon, das Print im deutschen Buch- und Onlinehandel.



©byChristine Erdic

Mittwoch, 26. September 2018

Märchenwelt Kappadokien


Hellgraue Zipfelmützen, Hüte aus Basalt, Kamine, in denen der Legende nach Feen hausten - mitten in Anatolien hat die Natur eine bizarre Landschaft entstehen lassen, die direkt aus einem Märchenland stammen könnte.


Schon früh haben Menschen in den besonders weichen Stein dieser Gegend Höhlen geschlagen und dort Schutz gefunden. Heute zieht es Millionen von Touristen in diese einzigartige Gegend, die die Unesco zum Weltkulturerbe ernannt hat. Eine Gegend, die nicht immer von Türken besiedelt war. Lange bevor die Türken kamen, herrschten hier Hethiter, Griechen und Römer. Später war Kappadokien eines der wichtigsten Zentren des Christentums.


Kappadokien liegt im Südosten der zentralanatolischen Hochebene auf einer Höhe von 1000 bis 1300 Meter. Im Südwesten liegt der 3253 Meter hohe Hasan Dağı, im Osten, nahe der Stadt Kayseri, der über 3900 Meter hohe Erciyes Dağı. Vor Urzeiten haben diese beiden Vulkane riesige Mengen an sogenannter Tuffasche auf das Gebiet in ihrer Mitte geschleudert. Im Laufe der Erdgeschichte hat sich die Asche zu Tuffstein verfestigt. Wind und Wetter haben in Jahrtausenden aus diesem weichen Gestein eine Landschaft geformt, die einer alten Legende zufolge als Spielplatz der Götter diente. Ohne großen Aufwand lassen sich in diesen Stein Kuhlen, Gänge, Treppen und Höhlen graben. So ist in der bizarren Natur eine Wohnkultur ganz eigener Art entstanden - die Felsenwohnungen von Kappadokien. (Quelle: https://www.planet-wissen.de)





Göreme, Uçhisar und Avanos lassen sich auch zu Pferd erobern. Und wie wäre es mit einer Ballonfahrt? Entdecken Sie die Wunderwelt Kappadokien von oben!



Uçhisar besticht mit seinem besonderen Flair. Hier kann man in den Tuffstein integrierte Hotels und Restaurants bewundern.















In Avanos gibt es zahlreiche Töpfereien mit Verkaufsstellen direkt in den Tuffsteinhöhlen.












Probieren Sie unbedingt das einheimische Kebab. Dabei wird gewürztes Fleisch in einem Tongefäß auf einem Holzgrill gegart. Dazu sollte man sich ein Glas Wein genehmigen.. Die besten Weine der Türkei stammen übrigens aus Kappadokien. Und am Abend kann man bei einem türkischen Tee beobachten, wie die untergehende Sonne das Märchenland mit seinen Feenkaminen in ein rotgoldenes Licht taucht.




Mehr Infos, Reiseangebote, Hotels und Flüge finden Sie u.a. unter

Buchtipp:


Endstation Anatolien 

Auswandern? Mit fast vierzig Jahren und zwei schulpflichtigen Töchtern? Und noch dazu in den Orient?
Christine Erdic hat es gewagt!
Das Morgenland lockt mit bunten Basaren, leuchtenden Farben, einem unvergleichlich blauen Himmel und geheimnisvollen mondbeschienenen Nächten. Doch wie ist das wirkliche Leben hinter dem Schleier der Illusionen?
Ein Buch, das das Leben schrieb!
ISBN-13: 978-3752897111





Leseprobe aus dem Buch

Über Aksaray ging es nach Uçhisar. Was für ein Anblick! Vor etwa 20 Millionen Jahren schleuderten die Vulkane Erciyes Dağı, Hasan Dağı und Melendiz Dağı bei Ihren Ausbrüchen Asche in die Luft, die sich rundherum in unterschiedlichen Farben und Härtegraden ablagerte. Durch die Witterungseinflüsse wurde das weiche Material ausgespült, während das harte bestehen blieb. So entstanden faszinierende Märchenlandschaften: Pilze, Kamine und Zipfelmützen aus Stein, in denen der Legende nach Feen hausten! Und die Erosion dauert noch an: Ständig werden neue Feenschornsteine freigelegt, während andere wieder verschwinden.
Viele der Häuser wurden einfach in den Tuffstein hineingebaut. Manche recht einfach, andere erinnerten mich an die Paläste in Mardin in der Südosttürkei.
Unterwegs durch Kappadokien habe ich aber leider auch viele Bauten entdeckt, die einfach geschmacklos waren und sich überhaupt nicht in die bizarre Landschaft einpassten. „Das ist doch nun wirklich ein Stilbruch!“ Anklagend wies ich so manches Mal auf ein liebloses Betongebäude, das direkt neben den fantastischen Formationen errichtet war. Uçhisar übertraf allerdings all unsere Erwartungen. Das Hotel war geschmackvoll in den Tuffstein integriert. Freudestrahlend standen wir wenig später in unserem Dreibettzimmer im osmanischen Stil. Es hatte nach oben hin spitz zulaufende Fenster, die einen wunderbaren Blick auf die seltsamen Gebılde da draußen freigaben. Unsere Freunde hatten leider weniger Glück mit ihrem recht einfachen Zweibettzimmer. 
Nun galt es, die Gegend zu erkunden. Eine Einheimische kam mit ihrem Esel daher, und als ich ihn streichelte, forderte sie meinen Mann lachend auf, ein Foto von uns zu dreien zu machen. „Wer ist denn nun der größte Esel?“, witzelte Burky. Fotografierend zogen wir durch die Straßen und fanden bald ein sehr einladendes kleines Restaurant. Der vordere Teil war ein normaler Raum, doch es gab noch einen weiteren, vor Urzeiten in Tuffstein gehauenen. Und genau dort sollten wir am Abend speisen, versprach uns der Besitzer. Wir sagten kurzerhand begeistert zu und zogen weiter. Es gab ja noch so viel zu sehen in dem kleinen Ort! Nachdem wir uns später im Hotel umgezogen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Restaurant. Was uns hier erwartete, war unbeschreiblich.
 „Ist das schön!“, rief ich aus. Der Wirt hatte für uns auf niedrigen runden Tischen nach orientalischer Art gedeckt. Doch dazu mussten wir natürlich auf Kissen am Boden sitzen. Das ging mit unseren schon etwas betagten Freunden nicht, mussten wir betrübt eingestehen.
Blitzschnell wurde umdekoriert: Bald wurde von der Wirtin köstliches Essen am Tisch serviert  Wir saßen auf bequemen Stühlen, und der kleine Sohn des Hauses brauste mit seinem Spielzeugauto fidel durch den Raum, der allein für uns reserviert war. Ich war sofort von den robusten Tischdecken begeistert. Auf rot- und cremefarbenem Untergrund tummelten sich Kamele. Hugo fragte, ob wir die Decke abkaufen könnten und auf Bitten unserer Freunde, gab uns der nette Gastgeber sogar noch eine zweite Decke. Später sahen wir diese Decken zwar überall an Touristenständen  - aber unsere waren nicht nur günstiger, sondern auch ein schönes Andenken an den wundervollen Abend, den wir mit türkischem Tee – nun doch auf den Sitzkissen- ausklingen ließen. Hugo entdeckte an der Wand eine Saz, das traditionelle Seiteninstrument türkischer Barden, und zupfte einige Melodien darauf. In fröhlicher Stimmung hievten wir spät in der Nacht den etwas steifen Burky unter großem Gelächter von seinem Sitzkissen hoch. Ein Abend ging zu Ende, der uns wohl allen in Erinnerung bleiben wird. Danke an die nette Familie, die uns so wunderbar bewirtet hat. Der Rückweg wurde ein wenig ungemütlich, da es plötzlich zu hageln begann. Überhaupt bot uns Kappadokien eine bunte Palette an Wetter: Sonne,, Hagel und Schneeregen. Nur gut, dass die Heizung im Zimmer funktionierte. Allerdings muss ich dazu bemerken, dass keiner von uns auch nur ein leichtes Halskratzen bekam. Das Klima in Kappadokien  muss sehr gesund sein, denn wir schliefen tief und fest, sodass wir stets problemlos und gut erholt in den neuen Tag starten konnten.




Buchtipp für Kinder:


Mit Nepomuck auf Weltreise

Wie funktioniert eigentlich ein Heißluftballon, und wie leben die Eskimos heute? Was passiert, wenn ein norwegischer Kobold auf einen irischen Leprechaun trifft, und was kann man im Karina-Verlag so alles anstellen? Begleitet den lustigen Kobold Nepomuck auf seinen Reisen durch Europa, Asien, Amerika, Afrika und Australien und lernt Menschen, Tiere und verschiedene Kulturen hautnah kennen. Folgt ihm auf den Spuren der Hobbits, und werft mit ihm seinen ersten Bumerang. Die tollsten Abenteuer warten auf euch, denn wo Nepomuck sein Unwesen treibt, da wird es nie langweilig!
ISBN-13: 978-3961112760

Leseprobe aus dem Buch
„So, Nepomuck, heute machen wir etwas ganz Besonderes“, verkündet Ahmed fröhlich. Ahmed ist Alis Vater. Außerdem gehören auch noch Alis kleine Schwester Berna und die liebenswerte Mutter Fatma, die zu Nepos Entzücken so leckeres Essen kocht, zur Familie.
„Wir unternehmen eine Fahrt mit dem Heißluftballon, dann wirst du Kappadokien aus der Luft ansehen.“
Der Kobold ist ganz aufgeregt und kann es kaum erwarten. Nach dem Mittagessen geht es endlich los. Bald ist die Station erreicht, und Nepomuck wird in den großen Korb unter dem riesigen Ballon gehoben. Zu klein um selbstständig über den Rand zu schauen, sieht er sich zunächst einmal drinnen um: Gasflaschen, ein Brenner und ein Feuerlöscher.
„Der Brenner lässt das Propangas aus diesen Flaschen verdampfen und fängt an zu brennen. Dadurch erhitzt sich die Luft im Ballon, und er beginnt zu steigen, denn warme Luft ist leichter als kalte“, erklärt der nette Pilot.
Als Ballonpilot benötigt man für eine Privat-Piloten-Lizenz eine richtige Ausbildung. Wohin der Ballon letztendlich fliegt, hängt sehr stark von der Windrichtung ab. Man muss vieles wissen und beachten, damit auch alles klappt. Je mehr der Brenner heizt, desto höher steigt der Ballon. Wenn die Luft im Ballon erkaltet, sinkt er. Durch ein Ventil in der Ballonhülle, lässt sich das Absinken beschleunigen. Nepomuck kommt aus dem Staunen gar nicht heraus: Das habe ich ja alles gar nicht gewusst! Durch das fauchende Geräusch des Brenners wird es dann zwar laut im Korb, aber der Ballon steigt immer höher in den wolkenlosen blauen Himmel. Ahmed hebt den Kobold auf den Arm, damit der kleine Kerl überhaupt etwas sehen kann. Die Menschen und Häuser da unten werden kleiner und kleiner! Nepomuck betrachtet nachdenklich die zerklüftete Gebirgslandschaft mit ihren durchlöcherten Felsen.


„Wie sind diese Felsen eigentlich entstanden?“ Ali weiß die Antwort: „Vor ganz langer Zeit gab es hier aktive Vulkane. Sie spieen glühende Lava aus, die an der Erdoberfläche erkaltete und zu Tuffstein erstarrte. Durch Wind, Regen und Witterung ist im Laufe vieler Jahrtausende diese Märchenlandschaft aus dem weichen Tuffstein entstanden.“
 „Es gibt nicht nur Höhlenwohnungen, sondern auch alte Kapellen und Kirchen, Werkstätten, Restaurants und moderne Hotels in den kegelförmigen Felsen“, wirft Berna ein. Das weiß Nepomuck schon, denn in Uçhisar haben sie ja in solch einem Restaurant gegessen. Es existieren auch neue Häuser, die zum Teil in die Felsen integriert sind, andererseits aber ebenfalls Orte mit ganz normalen Häusern wie das bekanntere Göreme.
Der Kobold deutet aufgeregt nach unten: Felsen, die wie Menschen oder Tiere aussehen! Einer ähnelt einem Kamel – ein anderer einem Pilz!
Eine Traumlandschaft nach der anderen zieht langsam unter ihnen vorbei. Sie fahren mit dem Heißluftballon über Kappadokien dahin. Eigentlich ist es ja ein Flug, trotzdem nennt man es  „mit dem Ballon fahren“. Auch das erklärt ihnen der Pilot.
Egal ob nun „fliegen“ oder „fahren“, alles Schöne geht wieder einmal viel zu schnell vorbei, findet Nepomuck. Schon bald beginnt der Ballon an Höhe zu verlieren, und dann dauert es auch gar nicht mehr lange bis zur Landung.
Man kann den Landeplatz eines Heißluftballons nur in etwa im Voraus berechnen, auch dabei spielt wieder der Wind eine große Rolle. Doch sie haben Glück und landen ganz in der Nähe von Göreme. Hier verdrücken sie in einem Café leckere Schokoladentorte mit Karamell, bevor sie mit dem Dolmusch nach Uçhisar zurückkehren. Der Kobold hat schnell heimlich den Rest von Bernas Kuchenstück in seiner Hosentasche verschwinden lassen: Wäre doch wirklich schade darum!
Ein Dolmusch ist ein kleiner Bus, der auf seiner Route überall hält, um Leute aufzunehmen und zwar so viele, wie in das Fahrzeug hineinpassen. Wenn man aussteigen möchte, ruft man: „An einer geeigneten Stelle!“
Nepomuck genießt die Rückfahrt und denkt an die heutigen Erlebnisse: So schön der Tag auch war, jetzt freue ich mich schon auf den Abend, wenn alle bei einem Gläschen Tee gemütlich auf der Terrasse sitzen und die weißen Tuffsteinkegel in der untergehenden Sonne rotgolden erstrahlen. Dann fühle ich mich wirklich wie in einem Märchen aus Tausendundeiner Nacht!



©byChristine Erdic