Sonntag, 23. Mai 2021

In Portugal werden Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft groß geschrieben

 Portugal ist nicht nur reich an Sonnenstunden sondern auch an Kultur.


Dank eines niedrigen Inzidenzwertes ist das Einreisen trotz Corona inzwischen wieder erlaubt. Nähere İnformationen bezüglich der Einreisebestimmungen entnehmen Sie bitte der stets aktualisierten Seite des ADAC.

Bei meinen Reisen durch verschiedene Länder Europas fiel mir immer wieder die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft der Portugiesen sehr angenehm auf. Ich fühlte mich im wahrsten Sinne des Wortes in diesem wunderschönen Land willkommen. Festungen, historische Bauwerke, Paläste, Schlösser und Burgen findet man fast überall, sodass man Badeurlaub und Kulturreise mühelos miteinander kombinieren kann.



 Porto

Porto ist eine Küstenstadt im Nordwesten Portugals, die bekannt für ihre prächtigen Brücken und den bekannten Portwein ist. Im mittelalterlichen Viertel Ribeira (Flussufer) liegen schmale, kopfsteingepflasterte Straßen mit Geschäften und Cafés.

 


Coimbra

Coimbra in Zentralportugal war einst Hauptstadt des Landes. Sie hat mit ihrer gut erhaltenen Altstadt und der historischen Universität nichts von ihrem mittelalterlichen Zauber eingebüßt. Die auf dem Gelände eines ehemaligen Palastes erbaute Universität ist für ihre barocke Bibliothek, die Biblioteca Joanina, und den Glockenturm aus dem 18. Jahrhundert berühmt. In der Altstadt befindet sich die romanische Kathedrale Sé Velha, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt sind die vielen Studenten, die in den Gassen freimütig ihren Fado zum Besten geben.



Lissabon

Lissabon, die Hauptstadt Portugals, wurde auf sieben Hügeln erbaut und liegt an der Atlantikküste. Vom Castelo de São Jorge genießt man einen weiten Blick über die gesamte Altstadt mit ihren pastellfarbenen Häusern, die Tejomündung und die Hängebrücke Ponte 25 de Abril.



Nicht entgehen lassen sollte man sich eine Fahrt mit der Tram 28 durch die Alfama, das älteste Viertel Lissabons, mit anschließendem Besuch eines Fado-Restaurants.



Ganz in der Nähe der Metropole befinden sich übrigens die berühmten Badeorte Cascais und Estoril .

 


Ausflugstipps:

Pena Palast in Sintra

Viele Touristen fühlen sich beim Anblick des Pena Palastes in ein Märchen versetzt. Dafür sorgen nicht zuletzt die farbenfrohe Aufmachung der Fassaden, der romantische Baustil des Gebäudes und die malerische Umgebung.

Das Schloss thront in São Pedor de Penaferrim auf einem Berg und bietet nicht nur wundervolle Ausblicke auf die Stadt Sintra, sondern sogar bis in die portugiesische Hauptstadt Lissabon.

Der Pena Palast gilt heute als eines der berühmtesten romantischen Bauwerke des Landes.




Castelo de Almourol

Die Burg von Almourol gilt als die schönste von Portugal. Auf jeden Fall ist sie sicher die romantischste – von außen anzusehen wie ein kleines Märchenschloss mitten auf einer winzigen Felseninsel im Tejo, bildet sie die perfekte Kulisse für Fantasien von Rittern, Burgfrauen und mittelalterlichem Leben.

Am Rande von Vila Nova da Barquinha, nördlich von Lissabon mitten im Inland gelegen, ist sie einen kleinen Abstecher wert. Im Eintrittspreis ist die kurze Überfahrt mit einem Boot enthalten.




Palácio Nacional de Mafra

Die portugiesische Kleinstadt Mafra (ca. 18.000 Einwohner) liegt etwa 45 Kilometer nordwestlich von der Hauptstadt entfernt. Das bekannteste Gebäude des Ortes ist sein monumentaler Palast, der Palácio Nacional de Mafra. Der Nationalpalast von Mafra ist die größte Schlossanlage in Portugal.

 (Quelle: https://www.portugal360.de/).

 

Algarve

Wer den sonnigen Süden und die feinsandigen  Stände Portugals bevorzugt, muss dennoch nicht auf Kultur und Sehenswürdigkeiten verzichten.

 


Lagos

Weiß getünchte Häuser und verträumte Gassen laden den Urlauber zum Bummeln ein.




In der Nähe von  befindet sich die Ponta da Piedade, ein atemberaubend schöner Küstenabschnitt der Felsalgarve. Eine traumhafte Landschaft mit Höhlen, Grotten und Felsentoren im Meer, die die Natur über Tausende von Jahren geformt hat.



Algar de Benagil

Die Höhle von Benagil gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten im Süden Portugals. Sie liegt direkt am gleichnamigen Sandstrand.



 Markthalle von Loulé

Samstags lockt der Wochenmarkt Einheimische und Touristen zu Tausenden auf das Gelände und in die Hallen, um lokale Spezialitäten, fangfrische Meeresfrüchte und Fische sowie landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Region zu erwerben.

 

Altstadt von Albufeira

Der ehemalige Fischerort  im Westen der Algarve ist der lebhafteste Ferienort der Küste. Hier gibt es eine Vielzahl an Restaurants und Cafés sowie ein pulsierendes Nachtleben in der historischen Altstadt.




Sehenswert sind auch Sagres mit dem stürmischen Cabo de São Vicente, dem süwestlichen Ende des europäischen Festlands,  



das gediegene Küstenstädtchen Tavira


                                                   sowie die Altstadt von Faro.


Im Osten der Algarve erstrecken sich feine Sandstrände während die Küste im Westen zerklüftet ist. Hier laden felsige Badebuchten zum Schwimmen, zu Bootsfahrten und Entdeckungstouren ein.

 



Tipp: Kosten Sie unbedingt die leckeren Meeresfrüchte, die pikanten Käsesorten der verschiedenen Regionen sowie die landestypischen Süßspeisen. An den Stränden der Algarve werden oftmals bolas berlim, Berliner mit köstlicher Creme-Füllung, angeboten.

 

 

Buchtipp für Kinder



Mit Nepomuck auf Weltreise 

Wie funktioniert eigentlich ein Heißluftballon, und wie leben die Eskimos heute? Was passiert, wenn ein norwegischer Kobold auf einen irischen Leprechaun trifft, und was kann man im Karina-Verlag so alles anstellen? Begleitet den lustigen Kobold Nepomuck auf seinen Reisen durch Europa, Asien, Amerika, Afrika und Australien und lernt Menschen, Tiere und verschiedene Kulturen hautnah kennen. Folgt ihm auf den Spuren der Hobbits, und werft mit ihm seinen ersten Bumerang. Die tollsten Abenteuer warten auf euch, denn wo Nepomuck sein Unwesen treibt, da wird es nie langweilig!

ISBN-13 : 978-3961112760

https://www.amazon.de/Mit-Nepomuck-Weltreise-Karina-Verlag/dp/3961112762/ref=sr_1_5?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=christine+erdi%C3%A7&qid=1621697693&s=books&sr=1

Sie können das lustige und lehrreiche Kinderbuch auch versandkostenfrei direkt beim Karina-Verlag bestellen!

 

Leseprobe aus dem Buch



Menina und Menino

„Komm schon, Nepomuck”, ruft Menino und läuft voraus. Eigentlich heißt er Mateo, aber Nepomuck findet „Menino“ schöner, was „kleiner Junge“ bedeutet. Menina heißt ja auch eigentlich Helene-Antonia – viel zu lang! – und so nennt er sie einfach „kleines Mädchen“. Die beiden – 8 und 7 Jahre alt – überragen den Koboldjungen. Deshalb drehen sich die Portugiesen auf der Straße jedes Mal verwundert um und schmunzeln amüsiert, wenn der Winzling „Menina“ und „Menino“ ruft.

Jetzt befinden sie sich gerade im „Portugal dos Pequenitos“ (Portugal der Kleinen). Hier sieht man Häuser, Kirchen und sogar Burgen und Paläste, die den echten Gebäuden wirklich-keitsgetreu nachgebildet wurden. Stellt sich ein Erwachsener in das Erdgeschoss eines dieser Bauwerke, kann er im oberen Stockwerk aus dem Fenster schauen. Für Nepomuck dagegen ist dieser Maßstab gerade richtig, und ihm gefallen die weißen und pastellfarbenen Bauten mit den kunstvollen Verzierungen und den schönen Schornsteinen. Mit einer Miniaturbahn kann man sogar über das Gelände fahren.

„Lehn dich lieber nicht zu weit über das Gitter“, warnt die Mutter den vorwitzigen Kobold, der auf einem Balkon herumturnt.

Dann ist es auch schon an der Zeit, diesen Ort wieder zu verlassen. Schade, aber sie wollen ja noch die Universität mit der eindrucksvollen Bibliothek besichtigen, denn Coimbra gilt als alte und ehrwürdige Universitätsstadt.

Nepomuck zuckt heftig zusammen, als ganz in der Nähe plötzlich ein langgezogener Gesang erschallt.

„Das nennt man ‚Fado’“, erklärt Menina ihm. „Hier singen die Studenten einfach so auf den Straßen und Plätzen.“ Nepomuck betrachtet den jungen Sänger in seinem dunklen Gewand und wundert sich, dass hier alle so gut singen können. Der Gesang schallt ihnen durch die engen Gassen nach. Aber es klingt irgendwie traurig, findet der Kobold, ganz anders, als die

lustigen Lieder aus meinem Heimatdorf in Norwegen.

„In Lissabon gibt es sogar ganz berühmte Fadolokale“, wirft Menino ein. Nepomuck bemüht sich mit seinen kurzen Beinen, die vielen Stufen zur Universität zu erklimmen, während ihm die melancholische und doch irgendwie schöne Stimme noch in den Ohren klingt.

Währenddessen erfährt er, dass diese Universität die älteste in Portugal ist – sogar eine der ältesten Europas. Von hier oben bietet sich ein wunderbarer Blick über die Stadt. Der Kobold mag das historische Gebäude – vor allem die altertümliche Bibliothek mit ihren Verzierungen und kunstvoll geschnitzten Regalen hinterlässt in seiner Erinnerung einen bleibenden Eindruck.

„Hier werden wir später auch studieren“, verkündet Menina stolz, und Nepomuck verspürt fast ein wenig Neid.

Am nächsten Morgen geht es schon vor Sonnenaufgang los. Es sind Sommerferien, und die verbringt die Familie jedes Jahr am Meer – an der Algarve, im Süden des Landes. Die Kinder sitzen auf der Rückbank des Autos, die Eltern vorn, und fest angekoppelt schaukelt der Wohn-wagen hinterher.

Nepomuck, noch schrecklich müde, verschläft die halbe Fahrt. So verpasst die Schlafmütze auch die Hauptstadt Lissabon und erwacht erst, als die Eltern eine Frühstückspause einlegen. Dafür lässt er sich jetzt aber leckeren Kakao und sein „paozinho“ – sein Brötchen – schmecken: dick mit Marmelade bestrichen!

Inzwischen ist die Entfernung zum Campingplatz gar nicht mehr so groß. Der liegt direkt an einem breiten Sandstrand. Schnell ist ein schattiger Platz für den Wohnwagen gefunden. Nepomuck erforscht neugierig das Innere des Anhängers: Eine kleine Küche, eine halbrunde Bank mit festgeschraubtem Tisch und 2 Schlafkojen übereinander. Zu der oberen gelangt man über eine steile Trittleiter. Neugierig schielt der Kobold hinauf.

„Ihr Kinder schlaft unten“, zerstört Mutters Stimme seine aufkeimenden Hoffnungen. „Damit

du nicht hinunterfällst“, fügt sie lächelnd hinzu. Schon wieder auf Achse inspiziert Nepo die Duschvorrichtung in der kleinen Kabine und das chemische Campingklo. Dann erklären die Eltern jedoch, dass sie Bad und Toilette auf dem Platz benutzen werden, das sei einfacher.

Draußen herrscht inzwischen eine unglaubliche Hitze. Die Kinder möchten zur Abkühlung zwar gerne sofort ins Meer springen, aber das ist in der Mittagszeit nicht ratsam. Also nimmt die Familie im Schatten der grünen Pinien, deren Form Nepomuck an große Pilze erinnert, eine Mahlzeit aus Brot mit würzigem Käse ein. Nepomuck schmatzt und kaut.

„Der ist aber lecker“, lobt er und lässt sich ein weiteres Stück von dem riesigen, goldgelben Käserad abschneiden. Nepomuck stellt fest, dass dieser Käse auf der Zunge zergeht, so cremig ist er.

„Tja, das ist ja auch eine Spezialität. Er wird auf ganz besondere Art aus Ziegen- und Schafsmilch hergestellt“, erläutert der Vater.

Danach grinst der Koboldjunge, denn der Vater begibt sich mit dem schmutzigen Geschirr, Abwaschschale, Schwamm und Trockentuch ausgerüstet in Richtung Waschhaus.

„Lach du nur! Du kommst auch dran, das geht hier reihum“, schmunzelt der über die Schulter hinweg. 

Am späten Nachmittag brechen sie endlich zum Strand auf.

Aber die rote Fahne ist gehisst, das bedeutet gefährlichen Seegang, und so bleiben sie am Rand und bauen eine Sandburg. Das macht zwar auch Spaß, bringt aber wenig Abkühlung.

Am Abend treffen drei ältere Mädchen mit Rucksäcken auf dem Campingplatz ein, Nepomuck beobachtet voller Staunen, wie sie ihre Bündel abschnallen.

„Das sind Schlafsäcke und ein Zelt“, erklärt ihm der Vater. Nachdem die Mädel ein wenig  ratlos vor der Plane und einem Beutel mit Zeltzubehör stehen, fragt er, ob er ihnen behilflich sein kann. Die drei verstehen aber kein Portugiesisch und legten den weiten Weg aus Deutschland mit dem Zug zurück. Mit Feuereifer beginnt Nepomuck nun zu dolmetschen. Schließlich hat er einmal ein halbes Jahr in Deutschland verbracht – und Kobolde lernen Fremdsprachen schnell. Auch solch ein Zelt kennt er bereits. Sachkundig holt der Vater einen Hammer, um die „Heringe“ – Metallhaken, die das Zelt auf dem Untergrund verankern – in den Boden zu klopfen, denn ausgerechnet dieses wichtige Werkzeug haben die Mädchen vergessen. Auch Kocher und Beleuchtung haben sie nicht mitgenommen. Doch mit Hilfe der netten Portugiesen ist das Zelt schnell aufgebaut. Hinterher werden die Deutschen gleich noch zum gemeinsamen Abendessen eingeladen.

Enttäuscht stellt Nepomuck fest, dass es gegrillte Sardinen gibt. Na ja, der Qualm des Grills verscheucht aber wenigstens die lästigen Mücken.

„Die kommen vom Fluss Mondego und stechen ganz gemein. Letztes Jahr musste ich deshalb sogar zum Arzt!“, erzählt Menino aufgeregt.

Dem Fisch verabscheuenden Kobold vergeht mit Blick auf seinen Teller der Appetit. Warum nur essen die Leute überall Fisch, egal wohin ich reise?

„Ist vielleicht noch etwas von dem Käse übrig?“

Da stellt sich heraus, dass eines der Mädchen auch lieber ein Käsebrot essen würde, und gutmütig bringt die Mutter alles herbei. Eine Flasche Rotwein macht unter den Erwachsenen die Runde, aber Nepomuck, Menina und Menino halten sich natürlich an Wasser. Trotzdem werden sie bald schläfrig und kuscheln sich zufrieden in die untere Koje des Wohnwagens.

Am Morgen wird Nepomuck früh durch Gebell geweckt. Ein neuer Nachbar mit einem großen Mischlingshund ist angekommen. Der begrüßt sogleich zutraulich alle Anwesenden.

„Ein Hund ist der beste Freund eines Mannes, sagt man in Portugal. Deshalb habe ich ihn auch ‚Amigo’ genannt – das bedeutet ‚Freund’ auf Portugiesisch“, lächelt Pedro, der Neuankömmling, als Nepomuck den Vierbeiner streichelt, und reicht dem Tier einen Stoffbeutel mit Kleingeld. Staunend beobachtet der Kobold, wie Amigo den Beutel vorsichtig davonträgt.

„Wofür ist das Geld?“

„Amigo holt mir morgens immer Brötchen“, antwortet Pedro ihm.

„Was? Das glaub ich nicht!“ Nepomuck rennt neugierig hinter dem Hund her. Tatsächlich, in der kleinen Bäckerei auf dem Campingplatz wird dem pelzigen Boten der Beutel abgenommen und Geld gegen Brötchen getauscht! Behutsam trägt der kluge Vierbeiner die knusprige Fracht zu seinem Herrchen.

Pedro lacht. „Das ist hier nichts Außergewöhnliches. Amigo übernimmt diese Aufgabe seit Jahren wie viele andere Hunde auch.“

Nun wird es für Nepomuck Zeit zum Frühstück, die anderen warten schon am gedeckten Tisch. Danach geht es wieder zum Strand. Unterwegs grüßt jeder jeden mit „Bom dia“ (guten Tag). Nepomuck findet, dass die Portugiesen ein höfliches und hilfsbereites Volk sind.

Diesmal dürfen er und die Kinder im seichten Wasser plantschen, und der Vormittag vergeht viel zu schnell. Nepomuck murrt protestierend, als sich der Strand in der Mittagshitze leert: „Ich bleibe noch hier und komme später nach!“

Der Vater lacht nur, und Menina sagt: „Nepo, du bist verrückt.“

Nepomuck streckt sich wohlig im Sand aus, doch der wird unter der glühenden Sonne immer heißer. Nach einer Weile wird dem Sonnenanbeter ganz mulmig, und er schleppt sich benommen zum Wohnwagen. Menino prustet bei diesem Anblick los.

„Wie siehst du denn aus? Du hast ja einen Sonnenbrand, Nepomuck!“

Fassungslos betrachtet der Kobold sein rotes Gesicht im Spiegel. Als er es mit den Fingern

berührt, schmerzt es. Das ist wohl die Strafe, denkt er zerknirscht und muss so manche kleine Stichelei über sich ergehen lassen. Vorerst ist er dazu verurteilt, nun im Schatten zu bleiben. Doch Kobolde verfügen über eine robuste Natur, und nach zwei Tagen darf auch Nepomuck wieder im Meer baden, allerdings verhält er sich jetzt vorsichtiger und achtet darauf, immer gut eingecremt zu sein.

Es wird eine schöne Ferienzeit, obwohl ihm ein Badetuch irgendwie abhanden kommt und ihm beim pflichtgemäßen Abwasch – wozu er einen Hocker benutzt, um an das Becken heranzureichen – ein Teller zu Bruch geht.

 Als der Vater zum Schluss wissen möchte, was ihm denn in Portugal am besten gefallen habe, denkt Nepomuck natürlich sofort an den schmackhaften Käse.

Aber seine Antwort ist ganz höflich, fast wie die eines kleinen Portugiesen:

„Mir hat eigentlich alles gut gefallen.“ Und das ist nicht gelogen!


©byChristine Erdic

Dienstag, 4. Mai 2021

Mehr über Natur- und Umweltschutz erfahren

 

Unsere Umwelt geht uns alle etwas an! Der Mensch ist fest eingebunden in den Kreislauf der Natur!



In Deutschland gibt es so genannte  Umweltmuseen, die Kindern und Erwachsenen einen interessanten Einblick in Natur und Umweltschutz geben. So zum Beispiel das Museum für Natur und Umwelt in Hamburg.




Das Museum bietet spannende Einblicke in die Naturgeschichte Schleswig-Holsteins und die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt im Lübecker Raum.

Der Nachlass des Lübecker Arztes Johann Julius Walbaum bildet seit 1799 den Grundstock für das Lübecker Naturkundemuseum. Damit hat dieses Haus die längste Museumsgeschichte unter den Lübecker Museen. Prominent und europaweit einzigartig sind in der Dauerausstellung die fossilen Skelette der in Pampau gefundenen Wale, die vor 10 Millionen Jahren im Miozänmeer direkt über Lübeck schwammen. Im Glasanbau im Domhof ist das Skelett des 1997 vor Römö gestrandeten Pottwals zu bestaunen. Neben einer großen Fülle an museumspädagogischen Angeboten werden Vorträge, Seminare, Ferienprogramme, Exkursionen und Veranstaltungen angeboten.



Für den 02.07. ist eine Strandentdeckungskur für Familien geplant und am 06.07. gibt es eine Einführung über die Entstehung der Fossilien.  Am 24.07. drehen sich Seminare und Workshops um das Thema „Wie kommt der Honig ins Glas“, während es am 23. 07. ein Schnupperkurs in die Planktonwelt angeboten wird.




Sie finden das vollständige Programm unter:

Quelle: https://www.hamburg-tourism.de/sehen-erleben/veranstaltungen/veranstaltungsorte/museum-fuer-natur-und-umwelt/



 


Einen besonderen Leckerbissen bietet das Labyrinth Kindermuseum Berlin, das wegen der Corona Pandemie momentan leider geschlossen ist. Dennoch sollte man sich das Museum schon einmal vormerken.




Es ist nicht erst seit FridaysforFuture offensichtlich, dass Kindern und Jugendlichen der Schutz ihres Planeten am Herzen liegt. Dass es ernst steht um unsere Erde, haben viele Kinder verstanden. Warum das so ist, und wie jeder und jede Einzelne zum Schutz der Umwelt und des Planeten beitragen kann, das können Kinder in der Ausstellung Natürlich heute! Mitmachen für morgen im Labyrinth Kindermuseum Berlin erfahren – spielerisch, innovativ und mit allen Sinnen.

Warum ist Artenvielfalt wichtig? Wie gelangt das Plastik ins Meer?

Auf die Mädchen und Jungen warten kreative Spiele und viel Wissen rund um Umweltschutz und Nachhaltigkeit. In spannenden und aufwendig inszenierten Ausstellungsstationen lernen sie verschiedene Ökosysteme kennen und erforschen, wie Tiere und Pflanzen in der Natur zusammenspielen – und was es heißt, wenn ein Ökosystem gestört wird. Kinder erfahren, wie das Klima entsteht oder wo unsere Luft zum Atmen herkommt. Sie treffen aber auch auf Probleme wie das viele Plastik im Meer oder die Abholzung des Regenwaldes. Was der Orang-Utan vom anderen Ende der Welt mit uns zu tun hat? Das wissen unsere jungen Besucher*innen sicherlich nach dem Besuch von „Natürlich heute!“



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Was bedeutet Klimawandel? Was kann ICH tun?

Nachhaltig, klimafreundlich, umweltschonend – was bedeutet es, so zu leben? „Natürlich heute!“ informiert die Kinder kurz und spielerisch über Ressourcen, Treibhausgase, Plastikmüll oder Recycling. Sie können herausfinden, dass Kaufentscheidungen im Supermarkt oder im Kaufhaus das Klima beeinflussen, und coole und umweltfreundliche Ideen und Produkte aus aller Welt anschauen. Und schließlich lernen die Kinder von jungen Umweltschützern und -schützerinnen, wie aus ihren kleinen Schritten Stiftungen oder weltweite Bewegungen entstanden sind. Ihr Tipp:

Sei mit ganzem Herzen dabei!




Eintauchen in unsere Ausstellung, Mitmachen bei den vielen Spielen, Aktionen und Werkstätten: In „Natürlich heute!“ können Kinder verstehen, wie auf unserem Planeten alles miteinander zusammenhängt – und welchen großen, großen Anteil wir Menschen daran haben.

Quelle: https://www.labyrinth-kindermuseum.de/de

 

 

Buchtipps für Kinder

 


Geschichten aus dem Reich der Hexen, Elfen und Kobolde




Dieses Buch lädt den Leser mit seinen märchenhaften und lehrreichen Geschichten aus dem Reich der Hexen, Elfen und Feen zu einer Reise in die bunte Welt der Fantasie ein. Mit seinen lustigen Ausmalbildern ist es für Kinder ebenso geeignet wie für all jene, die im Herzen jung geblieben sind.

ISBN-13: 9783735790729

 

Leseprobe:

Im Reich der Blumenelfen



Es war ein schöner Tag und ich war mit den Zwillingen im Garten. Max und Lily waren erst fünf Jahre alt und ich musste wie immer aufpassen, dass sie keine Pflanzen ausrissen oder sonst irgendetwas anstellten. Vor allem Max hatte es faustdick hinter den Ohren. Oma war in der Küche damit beschäftigt, einen Kräutersud gegen Sodbrennen herzustellen. Ich lag mit einem Buch auf dem Liegestuhl und warf ab und zu einen Blick auf meine Geschwister. Sie spielten sich gegenseitig einen roten Ball zu und alles schien soweit in Ordnung zu sein. Der Garten war groß und urwüchsig, das heißt, die Natur war hier sich selbst überlassen, doch die Bäume waren gesund und grün und Blumen aller Art blühten in den buntesten Farben.
Hinten im Garten befand sich meine Lieblingsecke, dort hatte ich einen kleinen Elfengarten eingerichtet. Ein hübsches Gefäß aus Ton, das zwischen leuchtenden Blumen stand, füllte ich täglich mit frischem Wasser und an einem Zweig des Fliederbaums hatte ich ein winziges Windspiel befestigt. Ich wusste von Oma, dass die kleinen Naturwesen den Klang der Windspiele liebten. Oma erzählte viele Geschichten über Feen, Elfen, Nixen und Kobolde. Kobolde hatten wir schon zu Gast bei uns und ich erinnerte mich gern an die schöne Zeit mit Nepomuck, nachdem er zu Weihnachten in einem Päckchen durch den Kamin zu uns kam. Doch das ist eine andere Geschichte.
Die Zwillinge hatten ihr friedliches Spiel inzwischen beendet und zankten heftig. Na, wunderbar. Seufzend legte ich mein Buch zur Seite.
„Da hast du!“ Wütend schubste Lily Max in das Blumenbeet. Der hatte sich aber in Lilys Haaren festgekrallt und mit großem Geschrei stürzten beide in meinen Elfengarten. Entsetzt sprang ich hoch und lief auf die Ecke zu. Die Zwillinge rappelten sich auf und begannen zu kichern. Ich war sauer, vor allem als ich sah, dass der Zweig mit dem Windspiel abgebrochen war. Das Tongefäß war wie durch ein Wunder heil geblieben.
„Kommt mal her, ihr Zwei!“, sagte ich streng und setzte mich auf den Boden. Die beiden gehorchten sofort und ließen sich links und rechts neben mir nieder. „Ihr wisst doch, dass ich diese Ecke für die Naturwesen eingerichtet habe und dass ihr da nichts zu suchen habt, oder? Ihr spielt zu wild, passt nicht auf und richtet Schaden an. Den Zweig habt ihr auch abgebrochen, so etwas tut dem Baum weh, er ist auch ein Lebewesen. Wir dürfen nichts mutwillig zerstören, das verärgert die Elfen, die über die Natur, die Pflanzen und die Tiere wachen. Als Hexenkinder solltet ihr ein wenig achtsamer sein. Schließlich sollen wir den Menschenkindern mit gutem Beispiel vorangehen.“
Lily und Max blickten schuldbewusst zu Boden. „Es war ein Versehen, entschuldige Axana“, sagte Lily leise.
„Max?“
„Wir werden besser aufpassen, wir versprechen es. Erzählst du uns von den Blumenelfen?“
Ich hob den abgebrochenen Ast auf und fuhr kurz mit der Hand über die noch feuchte Bruchstelle am Baum. Danach befestigte ich das Windspiel an einem anderen Ast und hoffte, dass das kleine Volk, wie wir die Naturgeister nennen, an seinen Platz zurückkehren würde. Dann setzte ich mich und begann mit der Geschichte, die ich schon so oft von Großmutter gehört hatte.
„Es war vor langer Zeit, als eine große Dürre herrschte. Viele Monate hatte es nicht geregnet und die Blumen und das Korn waren vertrocknet. Die Menschen waren traurig und wussten keinen Rat. All ihre Gebete schienen vergebens. Da ging eine alte Frau in ihren Garten und betrachtete traurig die verwelkten Blüten. ,Hier waren immer so viele Bienen und Schmetterlinge und jetzt ist alles wie tot. Wenn ich nur wüsste, warum das so ist und was ich tun kann.’ Da hörte sie eine feine Stimme, hell und zart: ,Ihr Menschenwesen, ihr zerstört unseren Lebensraum und holzt die Wälder ab. Wo aber keine Bäume mehr wachsen, da regnet es auch weniger. Und ohne Wasser gibt es immer weniger Pflanzen. Die bunten Blumen verdursten und es bleibt nur trockene Erde zurück, auf der nichts mehr wächst und gedeiht.’ ,Wer bist du?’ Die alte Frau sah sich suchend um, konnte aber nichts entdecken. ,Nur, wer mit den Augen eines Kindes schaut, und noch an Wunder glaubt, kann mich sehen. Du musst hinter die Dinge blicken, versuche es.’ Die Augen der alten Frau folgten der Stimme. Und dann sah sie eine daumengroße Gestalt zwischen den vertrockneten Blumen sitzen. Das Wesen war ganz in grün gekleidet und sah aus wie ein kleiner Mensch, bis auf die nach oben hin spitz zulaufenden Ohren und die zarten Flügel. ,Wer bist du?’, fragte sie noch einmal. ,Ich bin eine Blumenelfe und wache über die Pflanzen in deinem Garten’, erwiderte das kleine Wesen. ,Sie sind alle vertrocknet’, murmelte die alte Frau. ,Du musst sie gießen, dann werden sie wieder blühen.’ ,Ich habe kaum genug Wasser für mich’, sagte die Frau traurig. ,Du schaust nicht aufmerksam genug … dort hinten in deinem Garten ist eine Quelle.’ Die Blumenelfe flog voraus, es war mehr ein in der Luft Schweben als ein Fliegen. Da sah die alte Frau hinter einem Busch versteckt eine kleine Quelle und rings herum blühten die schönsten Blumen. ,Danke, liebe Blumenelfe, ich werde das Wasser im Garten und an die Nachbarn verteilen. Und wir werden neue Bäume pflanzen’, versprach die alte Frau. Die Blumenelfe lächelte und ließ sich neben der Quelle nieder. Sie war die ganze Zeit über dort gewesen, ebenso wie die Quelle. Wir müssen nur lernen, richtig zu sehen.“
Ich beendete die Geschichte und sah zum Elfengarten hinüber. Einige Bienen umschwirrten die Blüten der Blumen, das war ein gutes Zeichen. Jetzt wusste ich, dass die Elfen zurückgekehrt waren. Sie liebten Kinderlachen, aber keinen Lärm und Streit. Sie zeigten sich nur den Menschen, die sich leise bewegten und der Natur keinen Schaden zufügten. Allen anderen blieben sie für alle Zeiten verborgen.




https://www.bod.de/buchshop/geschichten-aus-dem-reich-der-hexen-elfen-und-kobolde-christine-erdic-9783735790729


 

Nepomuck und Finn: Mission Umweltschutz: Ein Kinderbuch in Deutsch und Englisch




Dicke Luft, Müll im Wald und Gift im Wasser: Unsere Umwelt ist in Gefahr und damit leider auch unsere Gesundheit! Kobold Nepomuck und Mäuserich Finn machen sich große Sorgen um die Natur. In ihren Geschichten erzählen sie Dir von ihren Erlebnissen in deutscher und englischer Sprache. Die Verschmutzung von Wald, Gewässern und Luft geht uns alle etwas an. Niemand ist zu jung oder zu alt, und es ist höchste Zeit, endlich zu handeln. Begleite die beiden Freunde auf ihrer wichtigen Mission, und hilf ihnen, aktiv etwas für unseren Planet Erde zu tun. Natürlich gibt es zum Schluss als Bonbon wieder eine kleine Überraschung. Du darfst also schon mal gespannt sein! Doch vorerst viel Spaß beim Lesen!
Bad air, trash in the forest and poison in the water: our environment is in danger and unfortunately, with it so is our health! Goblin Nepomuck and Mouse Finn are very worried about nature. In their stories they tell you about their experiences in German and English. The pollution of forests, water and air concerns all of us. Nobody is too young or too old and it is high time to finally do something. Accompany the two friends on their important mission and help them to actively do something for our planet Earth. Of course as usual, there is a little "surprise candy" at the end. So you can already be curious! But for now, have fun reading!

ISBN-13: 9783751997478

 

Leseprobe



Auch Gewässer sind betroffen

„Es ist ja nicht nur der Wald, auch die Meere sind verschmutzt. Fische und Schildkröten verfangen sich in Plastiktüten und sterben qualvoll. In den Mägen von Walfischen findet man kiloweise Plastikmüll, und die Strände sind mit Unrat übersät. Und neuerdings die gebrauchten Atemschutzmasken, die achtlos fort geworfen werden. Man sieht sie überall, auf den Straßen und Wegen, in den Büschen und im Sand, sogar im Wasser schwimmen sie“, sagt Axana mit gerunzelter Stirn.
„Wir sollten die Kobolde und Wurzelzwerge mal an die See schicken“, überlegt Max und lacht laut auf. „Ich stelle mir das gerade bildlich vor.“
„In erster Linie sind wir Menschen für unsere Umwelt verantwortlich und sollten ganz schnell etwas tun, bevor es zu spät ist“, erklärt Axana.
„Neulich habe ich im Fluss eine verrostete Tonne entdeckt“, erzählt Max.
„Wer weiß, was da drin war. Farbe? Chemikalien? In manchen Ländern leiten Fabriken sogar noch immer ungehindert ihre giftigen Abwässer in die Flüsse. Diese münden im Meer und tragen den ganzen Unrat dorthin.“ Oma schaut besorgt in die Runde.
„Manchmal findet man auch ausgelaufenes Öl von Schiffen und Tankern in den Ozeanen“, wirft Lilly ein. „Das ist für die Vögel ganz schlimm, da ihnen das Gefieder verklebt und sie nicht mehr fliegen können. Sie sterben qualvoll, ebenso wie die Fische. Das kam neulich in den Nachrichten.“
„Ob wir Kinder das Abholzen der Wälder und Ölkatastrophen in den Meeren verhindern können, weiß ich nicht. Aber es ist ja schon mal ein Anfang, wenn wir unseren Müll nicht herumwerfen und ihn stattdessen richtig entsorgen“, sagt Lilly nachdenklich. „Und wir können in der Schule vielleicht eine Aktion starten: Saubere Umwelt und Naturschutz“, ruft Max begeistert.
„Es ist noch viel Aufklärung nötig. Bei manchen Menschen werdet ihr dabei leider auf taube Ohren stoßen“, erwidert Oma.
„Dann schicken wir eben Nepomuck und seine Wurzelzwerge mal kurz vorbei“, grinst Lilly. „Nepomuck?! Wo steckst du?“
„Ich weiß, wo er ist“, lacht Axana und deutet auf ein rundes Hinterteil, das aus dem geöffneten Küchenschrank heraus ragt.
„Der Lümmel! Er hat doch tatsächlich die Keksdose gefunden, die ich dort versteckt habe“, schimpft Oma und muss dann doch schmunzeln. Das ist eben Nepomuck!

https://www.bod.de/buchshop/nepomuck-und-finn-mission-umweltschutz-britta-kummer-9783751997478

 





©byChristine Erdic



Dienstag, 9. März 2021

Trotz Corona: Frohe Osterzeit

 

Zu Corona-Zeiten fällt alles ein wenig schwer, da wir doch sehr eingeschränkt sind. So reisen wir statt in die Berge oder ans Meer nur noch in die Küche, auf den Balkon, in unseren Garten oder bis zur nächsten Parkbank. Aber Bücher lesen ist zum Glück weiterhin erlaubt. 



Sie sind treue Begleiter und führen uns in unbekannte Welten und große Abenteuer. 





Warum nicht auf dem Sofa in fantastische Gefilde und ferne Länder entschweben? Und ein Buch ist zudem ein tolles Ostergeschenk! Hier ein paar Tipps!




 

Ostern mit Nepomuck und Finn



Hast Du Lust, das Osterfest mit Nepomuck und Finn zu feiern?
Der Kobold macht sich auf den Weg, um seine Mäusefreunde zu besuchen. Natürlich geht es dabei turbulent zu, und alle Nepomuck-Finn-Fans kommen wieder voll auf ihre Kosten!
Neben einer spannenden Geschichte warten diesmal unter anderem tolle Basteltipps auf Dich!

ISBN-13 : 978-3750407725

https://www.amazon.de/Ostern-Nepomuck-Finn-Britta-Kummer/dp/375040772X/ref=sr_1_6?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=12Y9WYSRTLVJ4&dchild=1&keywords=christine+erdi%C3%A7&qid=1615307969&s=books&sprefix=christine+erdi%C3%A7%2Cstripbooks%2C219&sr=1-6

 

Bastelidee aus dem Buch



Osteranhänger aus Salzteig

Das brauchst Du dazu:

Zutaten für den Salzteig:

2 Tassen Mehl

1 Tasse Salz

1 TL Pflanzenöl

1 Tasse Wasser

 

Zusätzlich:

Ausstechformen mit Ostermotiven

Wasserfarben und Pinsel

Klarlack

 

Mehl und Salz vermengen. Wasser hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Pflanzenöl zugeben und nochmals durchkneten. Ist der Teig zu trocken, noch etwas Wasser zufügen. Ist er zu klebrigen, noch etwas Mehl hinzugeben.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 0,5 cm dick ausrollen. Daraus dann die Motive ausstechen. Mit einem Holzspieß oder Zahnstocher oben ein Loch einstechen, wo man später den Faden zum Aufhängen durchziehen kann.

Motive auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Im Backofen ca. 60 Minuten bei 50 Grad Umluft trocknen lassen. Der Backofen sollte einen kleinen Spalt geöffnet sein, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Zwischendurch die Anhänger wenden.

Danach den Teig ca. 60 Minuten bei 120 Grad Umluft und geschlossener Backofentür backen.

Ist der Teig richtig ausgekühlt, kannst Du ihn mit Wasserfarben ganz nach Deinem Geschmack und Vorstellung bemalen.

Die Farbe trocknen lassen und dann noch einmal mit Klarlack bepinseln, damit die Anhänger schön glänzen.

Fertig sind Deine Osteranhänger.


 

 

Luhg Holiday 



Willkommen im Luhg Holiday
Als Familie Kohlmann wegen eines vorausgesagten Schneesturms ganz spontan im Hotel Luhg Holiday einkehrt, ahnt sie noch nicht, was sie dort erwartet. In dem alten unheimlichen Haus scheint nichts mit rechten Dingen zuzugehen, und schon bald finden sich die drei Kinder und ihre Eltern im unglaublichsten Abenteuer ihres Lebens wieder.

Auf Wiedersehen im Luhg Holiday
Auf einer Urlaubsreise in den Süden fahren Sabrina, Gudrun und Betty im Nebel gegen einen Baum und müssen im Luhg Holiday einkehren. Das Hotel hat sich verändert, denn es sind 7 Jahre vergangen, seitdem Sabrina mit ihrer Familie dort unfreiwillig ihre Ferien verbrachte.
Wer ist der nette junge Mann, der sich nach dem Unfall so rührend um sie kümmert und doch ein düsteres Geheimnis mit sich trägt? Und was ist aus den Ghulen geworden, die das Luhg Holiday verwalteten? Ein spannendes Abenteuer wartet auf die Freundinnen. Werden sie der Gefahr entkommen, die dort hinter den düsteren Mauern auf sie lauert?

Eine Gruselkomödie der Sonderklasse und ein besonderes Lesevergnügen für die ganze Familie.

ISBN-13 : 978-3743152625

https://www.amazon.de/Luhg-Holiday-Christine-Erdi%C3%A7/dp/3743152622/ref=sr_1_12?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=12Y9WYSRTLVJ4&dchild=1&keywords=christine+erdi%C3%A7&qid=1615307969&s=book




 Leseprobe

Auf Wiedersehen im Luhg Holiday

Es sollte fast sieben Jahre dauern, bis ich das Luhg Holiday wiedersah. Im Laufe der Zeit war die Erinnerung verblasst, fast wie in einen Nebel getaucht. Das normale Leben nahm seinen Gang und ließ die Ferien in dem Hotel bald nur noch wie einen seltsamen und unwirklichen Traum erscheinen. Jahrelang hatte ich Stillschweigen bewahrt und nicht einmal meine beiden besten Freundinnen ins Vertrauen gezogen.

Nebel zog auch jetzt auf, aber der war ziemlich real. Bettina, kurz Betty genannt, saß am Steuer des kleinen Renaults 5, denn sie war die einzige unter uns, die bereits einen Führerschein hatte. Das knallrote Auto war ein Geschenk ihrer Eltern zum gerade noch so bestandenen Abitur. Betty war keine Leuchte und dazu noch ziemlich faul. Aber ihre Eltern hatten genug Knete und eine eigene Firma, also wurde die einzige Tochter auch für schwache Leistungen mehr als großzügig beschenkt.

Ich saß auf dem Beifahrersitz und versuchte, die Landkarte zu studieren, was gar nicht so einfach war unter diesen Umständen. Zum Abi hatte ich nichts bekommen, obwohl mein Abschluss weitaus besser war als der von Betty. Meine Eltern waren immer knapp bei Kasse, das alte Familienauto musste für uns alle reichen. Dafür hatte ich aber freie Berufswahl. Für mich stand fest, dass ich Kunst studieren wollte. Am liebsten würde ich in alten Kirchen und Schlössern Wand- und Deckengemälde restaurieren. Zu Hause schmückten meine selbstgemalten Bilder den Treppenaufgang, und Mama zeigte den zahlreichen Besuchern stolz meine Kreationen mit den Worten: „Das hat meine Tochter gemalt. Hat sie nicht Talent?“ Wenn Mama für etwas Feuer und Flamme war, dann duldete sie keinen Widerspruch, was mir natürlich den Weg zu meinem Berufsziel ebnete. Papa hatte nicht allzu viel zu sagen, er war ein zerstreuter Schriftsteller, der nur unwillig aus den von ihm erschaffenen Welten wieder in der Realität auftauchte. Sein Kommentar war kurz: „Passt doch!“

Hinter mir saß unsere Professorin, die wir nicht nur wegen ihrer Brille mit Horngestell  so nannten. Gudrun wollte Lehrerin werden und war stets damit beschäftigt, sich irgendwie weiterzubilden. Im Moment löste sie gerade ein Sudoku. Sie könnte als Streberin gelten, wenn sie nicht so gutmütig und hilfsbereit wäre. Ihr ganzer Ärger war ihre etwas zu pummelig geratene Figur. Für eine Diät aß sie aber einfach zu gern. Vor allem Kuchen und Schokolade. Kontaktlinsen lehnte sie generell ab. „Sowas prokel ich mir doch nicht in meine Augen. Die brauche ich schließlich noch“, war ihre ruhige Antwort auf Bettys Vorschlag, die wie immer viel Wert auf Äußerlichkeiten legte.

 „Lehrerin, pah! Ich für meinen Teil habe die Nase gründlich voll vom Schulbankdrücken“, betonte sie verächtlich. 

„Was würdest du denn machen wollen, wenn du die Wahl hättest?“, fragte Gudrun neugierig. Betty zuckte die Schultern.

„Vielleicht Meeresbiologin oder Kampfpilotin, was weiß denn ich?!“

Ich musste lachen. Betty als Kampfpilotin!

 „Das würde deiner Frisur sicher nicht gut bekommen“, grölte ich. Doch dann fand ich es gemein von mir. Betty konnte sich nicht aussuchen, was sie machen wollte. Von ihr wurde erwartet, dass sie in die Immobilienfirma ihres Vaters einsteigen würde. Jetzt drehte sie die Musik auf volle Lautstärke und sang mit: „Die Sonne scheint bei Tag und Nacht, Eviva España “.

„Du hast wohl schon einen Sonnenstich! Achte lieber auf die Straße“, warnte ich sie. Wir waren unterwegs in die Ferien. Vier Wochen mit dem Auto durch Frankreich und Spanien, bevor der Ernst des Lebens begann.

Der Nebel hatte sich verdichtet. „Betty, der Baum!“, schrie ich. „Daaa“, gurgelte sie noch, dann kam auch schon der Aufprall.

Ich sah in zwei Augen, die mir seltsam bekannt vorkamen. Stechende Blicke. Mein Kopf schmerzte.

„Ich bin zurück“, murmelte ich benommen.

„Das will ich hoffen“, sagte eine melodische Stimme dicht an meinem Ohr. Sanfte dunkelbraune Augen schwebten über meinem Gesicht. Das war nicht ER. Nicht SEINE Augen. Ein wenig enttäuscht sah ich zur Seite. Neben mir hockte Gudrun. „Meine Brille ist weg, ich kann sie nirgends finden“, klagte sie. Betty stand neben dem leicht ramponierten Auto und betrachtete sich im Seitenspiegel. „Glück gehabt, aber diese Beule steht mir gar nicht gut zu Gesicht.“ Sie fuhr sich seufzend mit der Hand über die Stirn.

„Ihr seid frontal gegen die Eiche gefahren.“

Ich schaute den Mann mit der dunklen Stimme, in der ein leichter Akzent lag, erstmals richtig an. Schwarzes, borstiges Haar, gebräuntes Gesicht und Vollbart. Sicherlich ein Südländer, und ein attraktiver noch dazu.

„Gestatten, Dimitri Wolkow, Mediziner“, stellte er sich kurz und bündig mit einer leichten Verbeugung vor. In seinen Augen blitzte dabei der Schalk.

 

 

Gut geschmiert in den Tag: Brittas und Edes Marmeladengenuss



Marmelade selbst zuzubereiten ist gar nicht schwer, wie die Rezepte aus "Gut geschmiert in den Tag - Brittas und Edes Marmeladengenuss" zeigen.
Dieses fruchtige Vergnügen zaubert bereits am frühen Morgen ein Lächeln ins Gesicht und bringt zu jeder Jahreszeit den Sommer auf den Frühstückstisch.
Besser kann der Tag nicht beginnen.
Die Rezepte sind verständlich beschrieben und laden zum Nachkochen ein.
Abgerundet werden diese süßen Verführungen durch unterhaltsame Texte.
Also an die Töpfe und los!

ISBN-13 : 978-3748125976

 https://www.amazon.de/Gut-geschmiert-den-Tag-Marmeladengenuss/dp/3748125976/ref=sr_1_17?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=britta+kummer&qid=1615308066&s=books&sr=1-17




Rezept aus dem Buch

Banane-Himbeere-Chili (© Kummer/Niemeir, Gut geschmiert in den Tag - Brittas und Edes Marmeladengenuss)

1 kg Bananen

1 kg Himbeeren

1 kg Gelierzucker 2:1

100 ml Orangensaft

½ TL Chilipulver

 

Zubereitung:

Bananen schälen und in Scheiben schneiden. Himbeeren waschen. Dann das Obst zusammen in einer Küchenmaschine pürieren.

Die Fruchtmasse in einen hohen Topf geben und den Gelierzucker sowie Weißwein und Chili zufügen. Zum Kochen bringen und ab dem Siedepunkt unter ständigem Rühren 4 - 5 Minuten sprudelnd kochen lassen.

Topf von der Kochstelle nehmen. Heiße Marmelade in saubere Gläser füllen, verschließen und diese dann direkt auf den Kopf stellen. Bis zum Verzehr die Gläser auf dem Kopf stehen lassen.

 

 Wir wünschen viel Spaß mit den Büchern und vor allem gutes Gelingen beim Basteln und Marmelade einkochen!

 


Frohe Ostern!


©byChristine Erdic


Montag, 7. Dezember 2020

Eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit

Ich wünsche all meinen Lesern eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit! Auf ein hoffentlich gesundes Wiedersehen im Jahr 2021  ...


Buchtipp für Kinder:

Weihnachten mit Nepomuck und Finn - ein Erlebnis für die ganze Familie

Kobold Nepomuck und Mäuserich Finn haben schon so einiges auf dem Kerbholz. Auch zu Weihnachten sorgen die beiden Freunde für allerlei Überraschungen. Dieses Büchlein ist mit seinen Geschichten, Rätseln und Backrezepten für alle kleinen und großen Fans ein tolles Weihnachtsgeschenk!

 

Weihnachten mit Nepomuck und Finn

Kobold Nepomuck und Mäuserich Finn möchten Dir das Warten auf Weihnachten verkürzen.
Deshalb haben sie extra Geschichten und Reime geschrieben.
Natürlich gibt es auch Rezepte für Kekse und Plätzchen, denn was wäre die Weihnachtszeit ohne köstliche Leckereien.
Und wer die zwei kennt, weiß, dass sie auch noch die eine oder andere Überraschung für Dich parat haben.

 


Leseprobe aus dem Buch:

Weihnachten mit Nepomucks Familie

Pünktlich zu Weihnachten kommt Nepomuck zu Hause an. Da steht er nun und schaut andächtig auf die hübschen kleinen Häuschen in Ostereierform mit den schneebedeckten Dächern. Alle sind festlich geschmückt, sogar die bunten Filzstiefel für den Weihnachtsmann hängen schon an den kunstvoll geschnitzten Eingangstüren. „Ich wohne in so einem schönen Dorf. Ach, wie habe ich das alles vermisst“, sagt er leise.

Doch dann hält ihn nichts mehr. Er will endlich zu seiner Familie. Ungeduldig stößt er die Tür auf und ruft: „So, da bin ich wieder!“ Sofort strömt ihm ein herrlich süßlicher Duft in die Nase.

Mit einem freudigen: „Schön, dass du wieder da bist! Wir haben dich so vermisst!“, wird er von der ganzen Schar in der Stube begrüßt. Zwölf Geschwister und die Eltern stürmen auf ihn zu, klatschen in die Hände und hüpfen von einem Fuß auf den anderen. „Jetzt können wir alle zusammen Weihnachten feiern! Ist das nicht schön?!“, rufen die lustigen Kobolde im Chor.

Nachdem Nepomuck jeden einzeln begrüßt hat, meldet sich sein Magen zu Wort. Verschmitzt sagt er: „Da knurrt aber jemand vor Hunger. Wann gibt es denn endlich was zu essen?“

Nun ertönt lautes Lachen. „Ja, das ist unser Nepomuck! So kennen wir ihn!“, schmunzelt seine Mutter. Und dann wird aufgetischt, was die Speisekammer hergibt. Es wird gegessen und getrunken, bis die Bäuche voll sind.

Anschließend geht es nach draußen. Auf dem Dorfplatz haben die Kobolde eine prächtige Tanne geschmückt. Überall glitzert und funkelt es und ist einfach wunderschön anzuschauen. Aus allen Häusern kommen kleine Gestalten gelaufen, fröhlich singend tanzen und springen sie um den Baum herum. Duftende Pasteten und köstliches Gebäck werden überall verteilt. Sogar Nepomuck kann schon wieder etwas essen. Ein Kobold hat eben immer Platz im Magen, sodass noch etwas hineinpasst! Irgendwann löst er sich aber aus der Menge, setzt sich etwas abseits auf einen Baumstumpf und macht ein trauriges Gesicht. Besorgt fragte sein Vater: „Was ist denn los? Bist du etwa krank? Oder hast du dich nur überfuttert?“

„Nein, ich bin okay. Ich habe gerade an meine Freunde gedacht. Ob es ihnen gut geht und sie auch so ein schönes Fest feiern?“

„Bestimmt“, versucht sein Vater ihn zu trösten.

Nepomuck schaut ihn aus seinen schwarzen Augen an. Dann greift er auf einmal in seine Hosentasche und wirft etwas auf den Boden. Erschrocken weichen die Kobolde zurück.

„Eine Maus, eine Maus!“, grölt seine kleine Schwester Nelly. „Ja, wo kommt die denn auf einmal her?“, ruft sie aufgeregt und macht einen kleinen Hüpfer zur Seite. Nepomuck hält sich den Bauch vor Lachen, als er das sieht. Im Nu ist seine trübe Stimmung wieder verschwunden.

„Das ist doch nur eine Spielzeugmaus, die man aufziehen kann, damit sie sich bewegt“, prustet er los.

„Musst du uns so erschrecken, Junge?!“, schimpft die Mutter. Aber der Koboldjunge schaut sie nur grinsend an und sagt: „Ich wollte euch doch nur zeigen, wer meine neuen Freunde sind und mit wem ich die letzte Zeit verbracht habe.“

„Du hast deine Zeit bei Mäusen verbracht? Das musst du uns aber mal genau erzählen.“

 

Hast Du Lust, mal wieder Plätzchen zu backen?

Dann an die Schüsseln und los!

Cranberrie-Schoko-Plätzchen

Zutaten:

  150 g Margarine

  1 Ei

  100 ml Cranberrienektar

  140 g Weizenvollkornmehl

  160 g Mehl

  1 EL gehackte Mandeln

  100g Schokoladenstreusel

  90 g Puderzucker

  1 EL Ahornsirup

  1 Prise Salz

Zubereitung:

Puderzucker, Salz und Margarine cremig rühren. Ei, Cranberrienektar, Weizenvollkornmehl, Mehl, Mandeln, Ahornsirup sowie Schokoladenstreusel zufügen und zu einem Teig verkneten. Diesen dann in Klarsichtfolie wickeln und im Kühlschrank ca. 1 Stunde kühl stellen.

Teig dünn ausrollen, Plätzchen ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben. Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad etwa 15 Minuten backen.

 https://www.amazon.de/Weihnachten-Nepomuck-Finn-Britta-Kummer/dp/3744890147/ref=sr_1_11?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=JYYXZBRF1JVZ&dchild=1&keywords=christine+erdi%C3%A7&qid=1607352907&sprefix=christine+erdi%C3%A7%2Caps%2C637&sr=8-11


Weitere Nepomuck-Finn-Bücher: 

Neue Abenteuer mit Nepomuck und Finn

Ostern mit Nepomuck und Finn

Nepomuck und Finn: Mision Umweltschutz



 Buchtipp für Erwachsene:

Weihnachten unter Palmen

Aus den Memoiren einer, die in den Orient auswanderte …




 Leseprobe:

Neujahrsbaum und Valentinstag haben Hochkonjunktur

 Was dem Deutschen sein Weihnachtsbaum, das ist dem Türken sein Neujahrsbaum. In den letzten zehn Jahren erfreut sich diese mit Kugeln und Lichterketten geschmückte Tanne zunehmender Beliebtheit. Schon Anfang Dezember werden Einkaufszentren, Hotels und größere Plätze liebevoll und festlich herausgeputzt. Dabei gehen die Meinungen sowohl in streng islamischen wie auch in westeuropäischen Kreisen auseinander, ob damit christliche Weihnachtsbräuche imitiert werden oder ob zumindest der Baum ursprünglich aus uralten schamanischen Zeiten stammt, als die Göktürken in den Steppengebieten der heutigen Mongolei noch zu ihrem Himmelsgott Tengri beteten. Die Krippe mit dem Jesuskind ist erwiesenermaßen ein christliches Symbol, nicht jedoch der Lichterbaum, der am 21. Dezember auch bei den nordischen Völkern in vorchristlicher Zeit die Geister der Dunkelheit vertreiben sollte. Tatsache ist, dass in türkischen Einkaufszentren Weihnachtsmänner, hier werden sie Noel Baba genannt - wobei das Wort Noel aus dem Französischen übernommen wurde und schlicht Weihnachten bedeutet - zuhauf herumlaufen.

Der Weihnachtsmann hat aber, ebenso wie der Lichterbaum, eine lange Tradition in den vorislamischen Turk-Kulturen – wenn auch in etwas anderer Form: Ayaz Ata (Usbekisch Ayoz Bobo, Kirgisisch: Аяз Ата, Kasachisch: Аяз Ата, Turkmenisch: Ayaz Baba genannt) ist eine mystische Gestalt des Winters: Nicht in Rot, sondern in Hellblau gekleidet, wird er gerne auf einem von Rentieren gezogenen Schlitten abgebildet. Ayaz Ata – der eisige Vater oder auch Väterchen Frost erscheint am 22. Dezember zum Nardugan Bayramı und steht den Armen, Kranken und Hungernden zur Seite. Zu dieser Zeit siegt die Sonne über die Dunkelheit – die Tage werden wieder länger. Hier finden wir auch wieder eine Parallele zum heidnischen Brauchtum der nordischen und keltischen Völker bzw. zu den alten Pfaden.

Sehr lustig finde ich es immer, wenn Türken behaupten, die Christen würden Weihnachten am 31. Dezember feiern. Hierzulande liegen, zumindest in westlich orientierten Familien, am Silvesterabend oder Neujahrsmorgen bunt verpackte Geschenke für die Kinder unter der geschmückten Tanne. Dieser Brauch führte dazu, dass wir damals unsere Bescherung für die türkischen Familienangehörigen ebenfalls auf den 31.12. verlegten. Meine Schwägerin stellt ebenfalls jedes Jahr einen kleinen Baum auf. Inzwischen gibt es echte Tannen im Topf sowie künstliche Bäume - made in China - in jedem Baumarkt zu kaufen. Zweimal versuchten wir es mit einem lebenden Exemplar, das jedoch nie den heißen Sommer überstand, nachdem wir es glücklich im Vorgarten eingepflanzt hatten. Daher ziert nun ein künstlicher Tannenbaum von Mitte Dezember bis Anfang Januar unsere Wohnhalle. Einmal bestückte ich ihn nicht nur mit Weihnachtsschmuck, sondern auch mit Koboldfiguren, und somit hatten wir einen lustigen Koboldbaum.

In ganz Izmir sieht man erleuchtete Bäume in zahlreichen Stuben, und in unserem Viertel zieren blinkende Lichterketten die Eingänge und Bäume. An einem Haus klettert sogar jedes Jahr ein künstlicher Weihnachtsmann in roter Kleidung zum Fenster hinauf.

Eine besonders schöne Weihnachtsüberraschung bereiteten uns Tochter und Schwiegersohn letztes Jahr, als sie plötzlich am 23.12. nachmittags mit ihren beiden Englischen Settern und Geschenken vor unserer Tür standen. Sie hatten den weiten Weg aus Ankara nicht gescheut, und so verbrachten wir ein ganz besonderes Weihnachtsfest und hatten sogar noch ein gemeinsames Frühstück an meinem Geburtstag, bevor sie wieder abfuhren.

(Auszug aus dem Buch ENDSTATION ANATOLIEN)

 

Endstation Anatolien

Auswandern? Mit fast vierzig Jahren und zwei schulpflichtigen Töchtern? Und noch dazu in den Orient?
Christine Erdic hat es gewagt!
Das Morgenland lockt mit bunten Basaren, leuchtenden Farben, einem unvergleichlich blauen Himmel und geheimnisvollen mondbeschienenen Nächten. Doch wie ist das wirkliche Leben hinter dem Schleier der Illusionen?
Ein Buch, das das Leben schrieb!

ISBN-13 : 978-3752897111

https://www.amazon.de/Endstation-Anatolien-Christine-Erdic/dp/3752897112/ref=sr_1_4?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=JYYXZBRF1JVZ&dchild=1&keywords=christine+erdi%C3%A7&qid=1607352907&sprefix=christine+erdi%C3%A7%2Caps%2C637&sr=8-4

 



©byChristine Erdic