Freitag, 28. August 2020

Spätsommer an der Ostsee

 

Gerade im Spätsommer ist ein Urlaub an der Ostsee für viele Menschen besonders reizvoll. Jetzt ist es nicht mehr so heiß und wesentlich ruhiger. Die richtige Zeit, um mal so richtig zu entspannen.




Die Ostsee bietet weitläufige Strände mit feinem Sand, eingebettet in eine malerische Dünenlandschaft mit gemütlichen Strandkörben.



Einige der schönsten Strände befinden sich an der Lübecker Bucht, wie zum Beispiel derbekannte Timmendorfer Strand, in Warnemünde, auf Fehmarn, Rügen und Usedom.






Doch auch die Städte an der Ostsee sind einen Besuch wert.

In Kiel legen Kreuzfahrtschiffe nach Schweden und Norwegen an, und auch sonst kann sich die Stadt mit ihrem Flair durchaus sehen lassen.




Eckernförde ist eine quirlige Hafenstadt. Im Osten liegt das Meer, im Westen das Windebyer Noor, ein fast 400 Hektar großer Binnensee.

Lübeck, Hansestadt und Marzipanstadt, Stadt der sieben Türme gilt mit seinen verwinkelten Gassen als einer der schönen Orte an der Ostsee. 




Wismar besticht mit seiner Backsteingotik.

Die Altstadt von Rostock ist ebenfalls durch viele alte Backsteinbauten geprägt. Das ehemalige Fischerdorf. Warnemünde ist heute ein modernes Ostsee­bad.






Stralsund wird auch als "Tor zur Insel Rügen" bezeichnet, da von hier aus zwei Brücken zur Insel führen. In der alten Hansestadt gibt es zahlreiche Baudenkmäler, die aus Backstein errichtet wurden.

 



Auch die Ostseeregion hat ihre Mythen und Sagen. Da dürfen natürlich die geheimnisvollen Meerjungfrauen nicht fehlen.

 

Meerjungfrauen an der Ostsee

Meerjungfrauen sind Gegenstand einiger Sagen rund um die Ostsee. Dies liegt wohl auch daran, dass ihre Existenz zweifelhaft ist, und doch einige Fischer steif und fest behaupteten, solche Wesen gesehen zu haben.

Im Allgemeinen betrachtet man Meerjungfrauen als Geschöpfe, die halb aus einem Menschenkörper und halb aus einem Fischschwanz bestehen.

Bekannt sind Meerjungfrauen schon seit der Geschichte um Odysseus und länger. Ihre jetzige Gestalt nahmen sie aber erst später ein. 




Die Meerjungfrau von Boltenhagen


Am Neujahresmorgen wurde die so genannte Meerjungfrau von Boltenhagen zum ersten Mal gesehen. Sie saß als Bronzefigur auf einem Felsen und schaute in Richtung Steilküste.

Auch wenn bis heute nicht geklärt wurde, wer diese hübsche Skulptur gefertigt und an ihrem jetzigen Platz aufgestellt hat und auch keine behördliche Genehmigung für das Aufstellen dieser gegeben wurde, darf die Skulptur bleiben, wo sie ist. Schließlich hat Boltenhagen ihr einen ansehnlichen Pilgerstrom von Urlaubern zu verdanken. 

(Quelle: https://www.ikzm-d.de/)

 

Buchtipp für Kinder:




Geschichten aus dem Reich der Hexen, Elfen und Kobolde

Dieses Buch lädt den Leser mit seinen märchenhaften und lehrreichen Geschichten aus dem Reich der Hexen, Elfen und Feen zu einer Reise in die bunte Welt der Fantasie ein. Mit seinen lustigen Ausmalbildern ist es für Kinder ebenso geeignet wie für all jene, die im Herzen jung geblieben sind.

ISBN-13 : 978-3735790729

https://www.amazon.de/Geschichten-Reich-Hexen-Elfen-Kobolde/dp/3735790720/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=2FOGSN5Z7S9BP&dchild=1&keywords=christine

 

Leseprobe:


Der Ruf der Meerjungfrauen

 „Schau mal Großmutter, was ich gefunden habe!“

Aufgeregt lief ich zu ihr durch den warmen Sand. Seit gut einer Woche machten wir Urlaub an der See, meine Eltern, Großmutter, die Zwillinge und ich. Großmutter hatte es sich auf einem Klappstuhl bequem gemacht und trug einen überdimensional großen Strohhut. Wegen der Sonne, sagte sie. Jedenfalls konnte ich sie so nicht verwechseln. Jetzt betrachtete sie aufmerksam den seltsam geformten hellen Stein mit dem Loch in der Mitte.

„Das ist ein Hühnergott“, sagte sie. „Siehst du das Loch in der Mitte? Es heißt, wenn man bei Sonnenaufgang oder bei Sonnenuntergang den Stein vor sein Auge hält und durch das Loch aufs Meer hinaus schaut, dann sieht man die Meerjungfrauen tanzen.“

„Warum heißt der Stein denn Hühnergott?“, wollte ich wissen.

„Nun, früher glaubten die Menschen, dass die Hühner mehr Eier legen würden, wenn man ihnen solch einen Lochstein ins Nest legt. Auch heute noch glauben viele daran, dass dieser Stein Heilkräfte hat und manche tragen ihn als Glücksbringer an einem Lederband um den Hals. Wenn er klein genug dazu ist.“

Lächelnd schaute sie auf den recht großen Stein in meiner Hand. Nein, um den Hals wollte ich den nicht binden.

„Erzählst du mir von den Meerjungfrauen?“, bat ich Großmutter.

Sie hatte mir schon viele Geschichten über die Naturwesen erzählt, über Kobolde und Elfen, sogar über Feen, aber noch nie etwas über Meerjungfrauen. Großmutter schaute zu den Zwillingen, die bauten friedlich an einer Sandburg. Nicht immer vertrugen Max und Lily sich gut, oftmals gab es auch Streit und Geschrei. Erwartungsvoll ließ ich mich im Sand zu Omas Füßen nieder und betrachtete nachdenklich den Hühnergott.

„Nun, die Meerjungfrauen leben tief unten im Meer, sie kommen nur selten, meist in Vollmondnächten aus den Tiefen hervor. Auch die Nixen zählen zu den Meerjungfrauen. Manche von ihnen sind auch in tieferen Seen oder Flüssen zu Hause.  Nixen lieben es, bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang auf einem Felsen im Wasser zu sitzen, ihr Haar zu kämmen und dabei zu singen. Sie haben wunderschöne Stimmen, ihr Gesang verzaubert und hat schon so manchen Fischer in seinen Bann gezogen. Viele konnten nicht widerstehen und folgten dem Gesang, immer weiter hinaus in die tiefen Gewässer. Man hat sie nie wieder gesehen. Manchmal fand man ein leeres Boot, manchmal nicht einmal das. Man sagt, wer einmal dem Ruf der Meerjungfrauen gefolgt ist, den gibt das Meer nie wieder her. Er muss ihnen in ihr Reich folgen, dort unten im tiefen dunklen Wasser, wo kein Mensch überleben kann.“

Mir lief ein Schauder über den Rücken. Diese Geschichte war anders als Großmutters sonstige Erzählungen, sie war unheimlich.

„Die Meerjungfrauen sind böse. Warum tun sie so etwas?“, fragte ich.

„Nein, Axana, sie sind nicht böse. Sie sind nur verspielt und leichtsinnig, wie fast alle Naturgeister. Sie können gar nicht verstehen, was sie da eigentlich tun, denn sie haben eine ganz andere Sichtweise als wir.“

Ich dachte an die lustigen Kobolde, die auch manchmal etwas Unüberlegtes taten und damit ein Chaos anrichteten. Auch sie wollten niemandem schaden, wenn sie ihren Schabernack trieben. Sicher, es war ärgerlich, wenn sie plötzlich einen Socken oder einen Schlüssel verschwinden und woanders wieder auftauchen ließen. Aber ein Zusammentreffen mit den Meerjungfrauen oder Nixen schien mir weitaus gefährlicher zu sein.

„Tun die Nixen auch irgend etwas Gutes, Großmutter?“, forschte ich nach.

„Aber sicher tun sie das. Sie sind die Hüterinnen der Unterwasserwelten. Ihnen untersteht das Reich der Fische und Meerestiere ebenso wie das der Wasserpflanzen. Sie sorgen dafür, dass alles seine Ordnung hat. Und da ist noch etwas …“ Sie zwinkerte mir lustig zu.

„Was denn Großmutter?“

Ich hatte mit glühenden Wangen zugehört. Großmutter konnte so spannende Geschichten erzählen.

„Nun, wenn du solch einen Lochstein gefunden hast, dann kannst du dir etwas wünschen und den Stein weit ins Meer hineinwerfen. Man sagt, dass die Meerjungfrauen einen Wunsch, der wirklich von Herzen kommt, erfüllen.“

Großmutter erhob sich stöhnend von ihrem Klappstuhl.

„Ich habe mich wieder steif gesessen“, stellte sie fest. „Ach, die Knochen im Alter …“ Aber sie hatte dabei ein Lächeln im Gesicht. Langsam ging sie barfuß durch den Sand, um sich die Burg der Zwillinge anzusehen. Soeben steckte Lily eine kleine Fahne auf das Kunstwerk.

„Die Fahne wollte ich draufstecken!“, schrie Max wütend und gab Lily einen tüchtigen Schubs.

Mit verdutztem Gesicht landete meine Schwester auf dem Hintern und möllerte die schöne Burg platt.

„Schau was du getan hast!“, schrie sie zornig.

„Wieso ich? Du sitzt doch drauf!“, heulte Max.

Oma musste den Streit schlichten und ich seufzte leise. Wenigstens hatten die Zwillinge mit dem Abriss der Burg gewartet bis die Geschichte zu Ende war. Auch das war schon viel wert.

Heute Nacht war Vollmond. Ich würde bei Sonnenuntergang zum Meer gehen und durch das Loch im Hühnergott weit auf das Meer hinaus schauen. Vielleicht würde ich die Meerjungfrauen wirklich tanzen sehen. Vielleicht würde ich auch einer Nixe dabei zusehen, wie sie auf einem Felsen saß und ihr langes Haar kämmte. Aber ich würde ihrem Gesang nicht folgen, egal wie bezaubernd er auch klang. Ich würde mir lieber etwas ganz Besonderes wünschen und meinen Stein so weit ich konnte ins Meer hinein werfen. Ja, das würde ich tun und vielleicht würden mir die Meerjungfrauen meinen Wunsch ja wirklich erfüllen.




©byChristine Erdic

Samstag, 4. Juli 2020

Pamukkale, eine Reise zum Baumwollschloss


Eine märchenhafte Landschaft mit traumhaft schönem Ausblick bietet Pamukkale nahe Denizli dem Besucher. Eigentlich fehlt hier nur noch die Baumwoll-Prinzessin.




Um 190 v. Chr. wurde das heute als Pamukkale bekannte Hierapolis von Eumenes II von Pergamon gegründet und gehörte ab dem Jahr 133 der römischen Provinz Asia an. Die Stadt wurde ursprünglich als eine Art Festungsanlage gebaut. Marmorkapitelle weisen zudem auf die große Bedeutung von Hierapolis hin, die das Zentrum des Kybelekultes, der Verehrung der großen Mutter Erde, gewesen sein soll. Seinen Ruf als Kur- und Thermalstadt bekam Hierapolis erst vor etwa 2000 Jahren, als sich das Thermalwasser wegen seiner heilenden Wirkung immer größerer Beliebtheit erfreute. Hier hatte die römische Badekultur ihre Entsprechung in Kleinasien gefunden.




Die Stadt soll zu diesem Zeitpunkt schätzungsweise 100.000 Einwohner gehabt haben. Im zweiten und dritten Jahrhundert hatte der Kurort dann seine Blütezeit. Hierher kamen Kreislauf, Rheuma- und Herzpatienten, um in dem heilenden Becken zu baden und sich von ihren Leiden und Gebrechen zu erholen. Das Wasser der Terrassen diente laut Forscher aber nicht nur zum Baden, sondern auch zum Färben von Wolle. Handwerkskünste wie die Webereien und der Textilhandel verhalfen der Stadt somit zu großem Reichtum.erwartet




Übersetzt heißt Pamukkale "Baumwollburg" aufgrund der weißen und glänzenden Travertin Landschaft der Kalksinterterrassen, die von der UNESCO schon längst als Weltkulturerbe anerkannt wurden. Die Terrassen entstanden durch die Verdunstung des heißen, kalkhaltigen Wassers der Thermalquellen. Aus ihnen fließen immer noch 250 Liter kohlensäurehaltiges und mineralhaltiges Thermalwasser pro Sekunde. Die watteähnlichen Ablagerungen geben der Stadt Pamukkale ihren Namen sowie den Terrassen ihren schneeweißen Anblick. 


Gerade auch bei Sonnenuntergang, wenn der Kalk die warmen Farben der Sonne auffihrer interessanten ängt, bietet sich ein imposantes Naturschauspiel. Schon vor 2000 Jahren soll die heilende Wirkung der Quellen von Pamukkale bekannt gewesen sein und die Becken als Kurbäder fungiert haben. Auch wenn das Baden auf den Kalksinterterrassen heute nicht erlaubt ist, muss man dank künstlich errichteter Becken auf ein Bad mit tollem Ausblick auf Pamukkale nicht verzichten.



Wenn Sie sich für weitere Reiseziele an der türkischen Ägäis interessieren, dann ist dieses Buch vielleicht genau das richtige für Sie. Neben ihrer interessanten Auswanderergeschichte gibt die Autorin wertvolle Insider-Tipps.



Endstation Anatolien
Auswandern? Mit fast vierzig Jahren und zwei schulpflichtigen Töchtern? Und noch dazu in den Orient?
Christine Erdic hat es gewagt!
Das Morgenland lockt mit bunten Basaren, leuchtenden Farben, einem unvergleichlich blauen Himmel und geheimnisvollen mondbeschienenen Nächten. Doch wie ist das wirkliche Leben hinter dem Schleier der Illusionen?
Ein Buch, das das Leben schrieb!
ISBN-13: 978-3752897111



Leseprobe aıus dem Buch
Ausflugstipps rund um Izmir
Die türkische Ägäisküste ist, abgesehen von Reisezielen wie Bodrum, Kuşadası und Marmaris, in Deutschland weitaus weniger bekannt als die türkische Mittelmeerküste, die schon lange eine Hochburg des internationalen Tourismus ist.
Wer jedoch einen individuellen Urlaub abseits der All-Inklusive-Hotels bevorzugt, der ist an der nördlichen Ägäis genau richtig.
Die 4 Millionenmetropole Izmir lockt mit ihrem bunten Basar Kemeraltı, und modernen Einkaufszentren. Hier verbinden sich Geschichte, Tradition und Moderne. Freundlichen, aufgeschlossenen und hilfsbereiten Menschen begegnet man überall. Die Perle der Ägäis bietet ein orientalisches Flair mit lockerem und tolerantem Lebensstil. Mit seiner 8500 Jahre alten Geschichte ist sie eine der ältesten noch bewohnten Städte der Welt.
Was man sich nicht entgehen lassen sollte:
Den Uhrturm im Stadtzentrum Konak, der zugleich Wahrzeichen der Metropole ist, und der Stadt Izmir im Jahr 1901 von Abdülhamid II., anlässlich des 25. Jahrestags seiner Krönung, gestiftet wurde. Übrigens ist die Turmuhr ein Geschenk des deutschen Kaiser Wilhelm II.

Einen Bummel über den Basar Kemeraltı. Hier befindet sich ein wahres Einkaufsparadies für Kleidung, Schmuck, Gold, Souvenirs und Hausrat aller Art. Dönerbuden, kleine Fischrestaurants mit schmackhaftem Calamari und Stände mit frisch gepresstem Saft sorgen für das leibliche Wohl. Empfehlenswert sind auch die mit Reis gefüllten Muscheln, die in den hinteren Gassen Richtung Karawanserei angeboten werden.
In der Kızlarağası Hanı-Karawanserei fühlt man sich in osmanische Zeiten zurückversetzt. Im Jahre 1744 erbaut, beherbergt sie heute kleine Läden mit allerlei Kunsthandwerk, Lederwaren, Souvenirs, Silberschmuck und Teppichen.


Im oberen Stockwerk befinden sich kleine Werkstätten. In der Mitte lädt ein großer Platz zum Verweilen ein. Wie wäre es mit einem çay -türkischen Tee, einem kahve – türkischen Mokka oder einer leckeren hausgemachten Limonade? Wer einen Cappuccino oder Kaffee Latte bevorzugt, ist in einer Seitengasse gut aufgehoben, wo sich im orientalischen Stil ein Café an das andere reiht.
Asonsör – Hıstorischer Aufzug. Der im Jahre 1907 erbaute historische Aufzug verbindet die Straße Mithatpaşa Caddesi und das Viertel Halil Rifat Paşa miteinander. Vom Restaurant aus hat man einen unvergleichlichen Blick über Izmir und die Bucht. Die Häuser in der Dario Moreno-Straße verleihen dem Viertel ein besonderes Flair.
Eine Schifffahrt von Konak quer über die Bucht von Izmir nach Karşiyaka oder Bostanlı.
Einkaufen und Rasten in Mavibahçe. Dieses Einkaufszentrum ist eines der größten in Izmir und besticht mit einem liebevoll angelegten Innenpark, der von kleinen Restaurants gesäumt ist.
Die Agora
In der Antike fanden hier politische Versammlungen statt und das Volk tätigte seine Einkäufe. Die Agora von Izmir, die aus der Zeit der Römer stammt, gilt als die größte Agora.

Ephesus
Einst war sie eine große und reiche Handelsstadt, heute lassen nur noch die Ruinen ihre ehemalige Größe erahnen. Gut eine Autostunde von Izmir entfernt und nahe Selçuk liegt die antike Stadt Ephesus. Der Artemistempel gehörte zu den Sieben Weltwundern. Ephesus ist eine der am besten erhaltenen Siedlungen der Antike. Sehenswert sind vor allem das Große Theater, die Marienkirche, die Celsus-Bibliothek, die Hanghäuser, der Hadriantempel und das Odeion, ein antikes Theatergebäude. 


Ein Touristenmagnet sind die vielen Katzen, die in den Ruinen der einst so mächtigen Stadt leben. Diese wurden von Ausgrabungsteams dorthin gebracht, damit sie das Gelände vor kleineren Nagetieren beschützen!



 Im Archäologischen Museum in Selçuk kann man unter anderem Statuen der Artemis bewundern.



©byChristine Erdic

Sonntag, 31. Mai 2020

Mallorca: Urlaub, Langzeiturlaub oder doch lieber gleich auswandern?


Seit vielen Jahren ist Mallorca die Lieblingsinsel der Deutschen. Und das hat seinen guten Grund.

Die Baleareninsel hat in Sachen Natur und Kultur vieles zu bieten. An der Küste kann man sich eine frische Brise um die Nase wehen lassen oder die berühmten Tropfsteinhöhlen nahe von Porto Cristo besichtigen. Beliebt ist auch seit jeher das Panorama des Tramuntana-Gebirges im Nordwesten der Insel. Nicht umsonst wurde das Gebiet zum UNESCO Welterbe erklärt. Oder haben Sie eher Lust auf einen gemütlichen Stadtbummel? Auch kein Problem. Im Zentrum von Sóller laden nette Cafés zum Verweilen ein. Vom Einkaufsbummel bis zum Besuch im örtlichen Museum. Das Städtchen an der mallorquinischen Westküste ist auf jeden Fall einen Abstecher wert.

                             
                                          (Foto: Nutzungsrechte E. Mecklenburg)

Buchtipp:


Mallorca - Auswandern auf die Balearen: Leben & Arbeiten, Überwintern oder Langzeiturlaub auf dieser wunderschönen Mittelmeer-Insel 
Mallorca - ein Traum vieler Menschen, dort zu Leben und zu Arbeiten


                           (Coverbild mit freundlicher Genehmigung von ©Lisa Mecklenburg)


Als Party-Insel ist Mallorca inzwischen weltweit bekannt, aber neben dem Ballermann hat Mallorca auch eine unglaubliche Vielfalt für seine Bewohner zu bieten. Besonders Naturfreunde kommen fernab der Touristenzentren auf ihre Kosten.
Die einzigartige, grandiose Landschaft, aber auch die Ruhe und Gelassenheit der freundlichen Insulaner erwecken bei vielen Menschen den Herzenswunsch, diese wundervolle Baleareninsel zu ihrer zweiten Heimat zu machen.
Damit aber Ihr Traum, auf Mallorca zu leben, nicht nur ein Wunschtraum bleibt oder gar in einem Alptraum endet, finden Sie in diesem Ratgeber wichtige Informationen rund ums Auswandern von Deutschland nach Mallorca, sodass Sie gut vorbereitet in einen neuen Lebensabschnitt aufbrechen können.
Selbst, wenn Sie zunächst erst einmal einen Langzeiturlaub oder das Überwintern - vielleicht sogar mit Ihrem Wohnmobil - auf Mallorca in Betracht ziehen, so finden Sie auch dazu nützliche Hinweise.
Ein paar Seiten am Ende des Buches sind für Ihre Notizen gedacht, sodass Sie direkt in der gedruckten Ausgabe Ihre ganz persönliche Checkliste erstellen können.
Mit diesem Werk erhalten Sie ein Rund-um-Sorglos-Paket, sodass Sie jederzeit umfangreiche Informationen für Ihre geplante Ausreise nach Mallorca zur Hand haben.
Je besser Sie sich auf Ihren neuen Lebensabschnitt vorbereiten, desto eher besteht auch die Chance, dass es eine erfolgreiche Auswanderung für Sie wird.

ISBN-13: 978-3750422698



                                          (Foto: Nutzungsrechte E. Mecklenburg)

                                          

Leseprobe aus dem Buch
Faszination „Mallorca“
Sie haben Ihr Herz an Mallorca verloren? Das ist nicht verwunderlich, denn diese unglaublich schöne und faszinierende Insel hat schon viele Menschen bewogen, ihren Lebensmittelpunkt auf diese Insel zu verlegen.
Spanien ist inzwischen eines der beliebtesten Auswanderungsländer für die Deutschen, sodass bereits bis zum heutigen Zeitpunkt Tausende von Landsleuten, sowohl auf dem spanischen Festland, als auch auf einer der Balearen- oder Kanareninseln ganzjährig lebt oder als Langzeiturlauber, bzw. Überwinterer seine Zeit auf dieser Baleareninsel verbringt.
Wunderschöne Strände, einzigartige Natur und Landschaften, aber auch das Mittelmeer mit seinem tiefblauem Wasser sind oftmals ausschlaggebend, dass viele sich dazu entschließen, nach Mallorca überzusiedeln. Es gibt etliche Gründe, seinen Lebensmittel-punkt auf diese Baleareninsel zu verlegen.
Mit etwa 80 Kilometer Durchmesser besticht Mallorca durch Vielfalt und entlang der etwa 550 Kilometer langen Küste befinden sich viele schöne Buchten und Sandflächen. Weiße Strände wechseln sich ab mit kleinen Buchten, die sich zwischen Pinien und Steilklippen im Norden auftun.
Das saubere und klare Wasser eignet sich hervorragend zum Baden, aber auch für die Ausübung von Wassersportarten wie Tauchen, Segeln oder Surfen.
Besonders der einzigartigen Natur kommt eine große Bedeutung zu. Etwa 40 Prozent der Insel stehen unter Naturschutz. In der von krassen Gegensätzen gekennzeichneten Landschaft hebt sich die Gebirgskette Sierra de Tramuntana im Norden der Insel mit über 1400 Meter hohen Gipfeln, hervor. Aber auch die nur knapp eine Stunde von Mallorca entfernt liegende Insel-gruppe, Meeresnationalpark Cabrera besticht durch ihre Schönheit.
Jeder Winkel der Insel hält Überraschungen bereit und gute Möglichkeiten, um vor der Übersiedelung auf die Insel, erst einmal in Form von mehreren Urlauben oder auch Langzeitaufenthalten, Mallorca zu erkunden und besser kennen zu lernen. Dazu bieten sich zahlreiche sehr gut ausgeschilderte und mit Hinweistafeln versehene Routen und Wege an.
Entlang der Küste und durchs Landesinnere lässt sich die Insel sehr gut auch zu Fuß oder mit einem Fahrrad erkunden.

                                          (Foto: Nutzungsrechte E. Mecklenburg)

Viele Künstler leben inzwischen auf der Insel, denn schon seit Jahrhunderten üben Dörfer wie Deià, Pollença oder Valldemossa mit ihrer einzigartigen Atmosphäre eine anziehende Wirkung auf diese Menschen aus.
Einer der Hauptanziehungspunkte der Insel ist aber auch die Kultur. Das ganze Jahr über finden Festivals, Konzerte, Literaturwettbewerbe, Ausstellungen und noch vieles mehr, statt. Kulturelles Zentrum der Insel ist die Hauptstadt, Palma de Mallorca, in der haupt-sächlich der historische Ortskern und das animierte Nachtleben beeindrucken.
Die Insel besitzt hervorragende Verkehrsverbindungen über den internationalen Flughafen Son Sant Joan, der sich etwa acht Kilometer von Palma entfernt, befindet. Zudem gibt es regelmäßige Fährlinien von/ nach Palma oder Alcúdia.
In der Inselhauptstadt Palma de Mallorca leben etwa 375.000 einheimische Bewohner. Die Insel wurde im Laufe der Jahre auch zum beliebten Ziel für Auswanderer. Vor allem aber auch Festlandspanier, aus wirtschaftlich schwächeren Regionen wie beispielsweise Andalusien, wanderten zu.
In den letzten Jahren kamen immer mehr Ausländer, darunter auch viele Deutsche, die sich auf Mallorca dauerhaft niedergelassen bzw. auf der Insel über-wintert haben oder ihren Langzeiturlaub dort verbrachten.
Ca. 60.000 Deutsche leben größtenteils des Jahres auf Mallorca und inzwischen leben Menschen aus 175 Ländern auf der Insel. Rund 50 Prozent der Bevölkerung sind nicht auf der Insel geboren.
 Grundsätzlich gilt für Residenten und Nichtresidenten:
Wenn Sie mit dem Auto nach Mallorca kommen, weil Sie auf der Insel leben möchten oder einen längeren Urlaub dort verbringen wollen, dann müssen Sie Ihr Fahrzeug ummelden.
Als Einwanderer müssen Sie Ihr Fahrzeug ganz offiziell durch den Zoll bringen und anschließend um-melden. Wer sich an diese Richtlinien nicht hält, riskiert eine saftige Geldbuße.
Damit Sie Ihr Fahrzeug ummelden können, müssen Sie es zunächst offiziell einführen, verzollen und versteuern. Dies übernimmt eine Zoll-Agentur für Sie (Agencia de aduanas).
(Leseprobe mit freundlicher Genehmigung von ©Lisa Mecklenburg.)


                                         (Foto: Nutzungsrechte E. Mecklenburg) 


Die Autorin hat eine ganze Reihe an Ratgebern für Auswanderer herausgebracht. Sie finden diese unter anderem bei Amazon und auf der Webseite der Autorin 


©byChristine Erdic

Dienstag, 7. April 2020

So wird Ostern mit Kindern auch zu Hause ein Erfolg!


Dieses Jahr müssen wir die Feiertage wegen Corona leider zu Hause verbringen. Deshalb gibt es diesmal auch keine Reise- und Ausflugsziele, wie es sonst auf dieser Seite üblich ist.
Stattdessen einige Vorschläge, die Ostern für Familien mit Kindern auch zu Hause durchaus attraktiv machen und zu einem Erlebnis werden lassen.














Werden Sie kreativ!
Gestalten Sie mit Ihren Kindern fantasievolle Blumentöpfe für die Naturgeister. Jeder bekommt dazu einen kleinen Blumentopf oder eine Tasse, etwas Blumenerde, eine Pflanze, ein kleines Glöckchen, das mit einem bunten Bändchen an einem Holzstab oder Ast befestigt wird und eine winzige Hasen-, Elfen-, Zwergen- oder Koboldfigur!  Ein Hingucker für Tisch oder Fensterbrett.



Lustige Backideen aus dem Buch OSTERN MIT NEPOMUK UND FINN
Süße Hasen aus Hefeteig
Zutaten:
200 ml lauwarme Milch
375 g Mehl
1 Ei
1 Päckchen Trockenhefe
3 EL Zucker
75 g Butter
1 Eigelb
10 Rosinen für die Augen


Zubereitung:
Mehl, Hefe und Zucker mischen, lauwarme Milch sowie zimmerwarme Butter und das Ei hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verrühren.
Den Teig gut durchkneten und an einem warmen Ort ca. 40 Minuten zugedeckt gehen lassen.
Nochmals durchkneten und gut 1 cm dick ausrollen. Mit einer Schablone (ca14x10 cm) 10 Hasen ausstechen. Backbleche mit Backpapier belegen und die Teighasen mit einer Palette daraufsetzen. Eigelb verquirlen und die Hasen damit bestreichen.
Rosinen als Augen hineindrücken und die Teighasen im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Umluft 160 °C, Gas: Stufe 2-3) auf der mittleren Schiene 20-25 Minuten backen. Nach Belieben mit Zuckerstreuseln, gehackten Mandeln oder Puderzucker verzieren.


Osteranhänger aus Salzteig
Das brauchst Du dazu:
Zutaten für den Salzteig:
2 Tassen Mehl
1 Tasse Salz
1 TL Pflanzenöl
1 Tasse Wasser
Zusätzlich:
Ausstechformen mit Ostermotiven
Wasserfarben und Pinsel
Klarlack


Mehl und Salz vermengen. Wasser hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Pflanzenöl zugeben und nochmals durchkneten. Ist der Teig zu trocken, noch etwas Wasser zufügen. Ist er zu klebrigen, noch etwas Mehl hinzugeben.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 0,5 cm dick ausrollen. Daraus dann die Motive ausstechen. Mit einem Holzspieß oder Zahnstocher oben ein Loch einstechen, wo man später den Faden zum Aufhängen durchziehen kann.
Motive auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Im Backofen ca. 60 Minuten bei 50 Grad Umluft trocknen lassen. Der Backofen sollte einen kleinen Spalt geöffnet sein, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Zwischendurch die Anhänger wenden.
Danach den Teig ca. 60 Minuten bei 120 Grad Umluft und geschlossener Backofentür backen.
Ist der Teig richtig ausgekühlt, kannst Du ihn mit Wasserfarben ganz nach Deinem Geschmack und Vorstellung bemalen.
Die Farbe trocknen lassen und dann noch einmal mit Klarlack bepinseln, damit die Anhänger schön glänzen.
Fertig sind Deine Osteranhänger.

Also Bonus noch eine Ostergeschichte aus dem Buch!


Ostereiersuche mit Überraschungen
Fröhlich stürmt die Mäusebande hinaus.
„Da, zwischen den Tulpen!“, kreischt Amanda und stürzt freudestrahlend auf das Beet zu.
„Weg da, die habe ich zuerst gesehen!“, erbost drängt Fridolin seine Schwester zur Seite.
„Wenn ihr euch nicht vertragt, blasen wir das ganze ab“, sagt Susi streng. Luis rennt währenddessen von Beet zu Beet und bemüht sich, die schweren Eier wegzurollen.
„Seht ihr, es geht nur gemeinsam! Und aufgefuttert werden sie auch zusammen. Also, was ist angesagt?!“
„Teamwork!“, brüllt es von allen Seiten. Lukas und Luise haben sich abgesondert und machen sich zwischen den Rosenstöcken zu schaffen.
„Da können sie aber lange suchen, da haben wir gar keine Ostereier versteckt“, feixt Nepomuck. „Vielleicht piksen sie sich noch an den Dornen.“
„Oh doch, seht nur!“, piepst Emma mit ihrem hellen Stimmchen. Und tatsächlich, soeben transportiert Lukas etwas Glänzendes ab.
„Moment mal“, knurrt Merlin. „Das sind doch keine Ostereier!“
Nun werden alle aufmerksam. Es sind schon Eier, die von den beiden Mäusekindern dort sorgfältig zusammengetragen werden, aber sie sind kleiner und in buntes Papier gewickelt. Vorsichtig nagt Emma eins an.
„Igitt, Silberfolie!“ Aber da drunter … „Hmmm, Schokolade!“, jubelt Lukas.
„Feine Nougateier“, liest Nepomuck laut. „Und hier sind welche mit Blätterkrokant!“
„Na sowas!“, wundert er sich. „Wo kommen die denn her?“
„Vielleicht hat der Bäcker sie für uns versteckt!“, überlegt Felix.
„Oder der Bauer“, lässt Luis sich vernehmen und kostet genussvoll von einem  Schokoei.
„Der macht sowas nicht, der weiß ja nichts von euch.“ Der Kater kratzt sich etwas ratlos am Kopf.
„He Luis, die Eier haben wir gefunden. Weg da!“, stänkert Emma.
„Ihr wisst doch, dass wir alles miteinander teilen, egal, wer es gefunden oder gesammelt hat“, weist Finn sie zurecht.
„Ist doch auch Wurscht, wer die hier versteckt hat. Hauptsache, wir haben was zu futtern!“ Das kommt natürlich von Luis. Mit seinen vollen Backen ähnelt er im Moment eher einem Hamster.
„Sollen wir Toni und Trixi heute Abend einladen? Wir könnten gemütlich zusammen sitzen und uns mal wieder unterhalten“, überlegt Lilly mit einem Blick auf den mampfenden Mäuserich.
„Oh ja“, jubeln die anderen. „Wir haben gerade so viel zu erzählen!“


Taschenbuchausgabe
E-Book



Wie wäre es mit leckeren selbstgebackenen Erdbeerschnitten? Natürlich gibt es in dem Buch NEUE ABENTEUER MIT NEPOMUCK UND FINN auch eine tolle Geschichte und lustige Rätsel dazu!


Nepomucks und Finns Rezepte
Und hier verraten Nepomuck und Finn Dir die Rezepte ihrer süßen Verführungen vom Fest. Mit Sicherheit werden sie auch Dir schmecken.
Erdbeer-Schnitten
Zutaten für den Teig:
250 g Butter
500 g Mehl
3 Eier
200 g Zucker
1 Päckchen Backpulver
 Zutaten für den Belag:
250 g Quark
250 g Erdbeeren
3 EL flüssiger Honig
100 g Vanillezucker


Zubereitung:
Alle Zutaten für den Teig vermengen. Diesen gut durchkneten, ausrollen und auf ein Backbleck streichen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 10 - 15 Minuten backen. Auskühlen lassen.
Erdbeeren waschen und in Stücke schneiden.
Quark mit Honig und Vanillezucker verrühren. Dann die Erdbeeren unterheben. Die Masse auf den Kuchenboden streichen.
Guten Appetit!

Taschenbuchausgabe
E-Book


Oder schicken Sie Ihre Kinder auf eine virtuelle Reise mit Kobold Nepomuck. Er erlebt nicht nur allerlei aufregende Abenteuer bei den Menschen sondern nimmt die kleinen Leser auch mit in sein Kobolddorf.
NEPOMUCKS ABENTEUER


Eine kleine Geschichte aus dem Buch:
Im Kobolddorf
Wir stehen auf der Lichtung und schauen uns neugierig um. Am Waldrand befinden sich viele kleine erdfarbene Häuschen mit runden Dächern und runden Fenstern. Sie erinnern in ihrer Form ein bisschen an liegende Ostereier. Nepomuck führt uns herum, und wir merken, wie stolz er auf sein Dorf ist. In Deutschland waren die Koboldbehausungen sehr gut getarnt. Hier sei das aber nicht nötig, erklärt Nepomuck. Es käme eigentlich nie ein Mensch hierher. Die Häuschen gehen uns nur bis zur Hüfte, sind innen jedoch komplett eingerichtet.
Vater drängt: wir sollen noch schnell das Zelt aufbauen, denn in einer Koboldhütte können wir natürlich nicht übernachten.
„Können wir nicht einfach heute Nacht nur im Schlafsack übernachten?“, maule ich, denn für den Zeltaufbau fühle ich mich schon viel zu müde. „Nein, das geht nicht:“, entscheidet Nepomuck sofort. „Hier gibt es ganz gemeine Stechmücken. Es
wird zwar nur für kurze Zeit dunkel, aber das reicht aus, um am Morgen völlig zerstochen aufzuwachen. Die Mücken wissen, dass sie nur wenig Zeit haben, daher sind sie besonders aktiv.“
Das klingt nicht so gut. Also machen wir uns doch noch an den Zeltaufbau. Die Kobolde kommen sofort herbeigeeilt und schauen uns interessiert zu. „Baut ihr eure Häuser immer so?“, fragt einer und Nepomuck übersetzt. Wir erklären lachend, dass dies nur ein Zelt sei, dass man jederzeit auf- und abbauen könne.
Endlich steht das Ding, und Nepomuck zeigt uns eine kleine Quelle in der Nähe, wo wir uns frisch machen können. Damit ist auch unser Trinkwasserproblem gelöst, und ich stelle fest, dass die Kobolde sich einen wirklich schönen Platz für ihr Dorf ausgesucht haben. „Wir wohnen schon seit einigen Generationen hier. In der Nähe gibt es noch zwei Dörfer.“, erzählt Nepomuck.
Nelly kommt angestolpert und landet mit einem Plumps auf ihrem Hinterteil. „Uiii!“, macht sie und strahlt uns alle an. Ich nehme sie auf den Arm, und sie patscht mir mit ihren kleinen Händchen im Gesicht herum. Daraufhin kitzele ich sie, und sie gluckst vor Vergnügen. Nepomuck freut sich, dass wir seine Lieblingsschwester so mögen. „Sie ist aber auch zu drollig!“, sage ich und lache. Die Koboldkinder wachsen sehr frei und ungebunden auf, erfahre ich dann. Sie können den ganzen Tag im Wald und auf der Wiese umherspringen und Schabernack treiben. Wenn sie Lust haben, lernen sie in einer Art Schule, die im Sommer auf der Wiese und im Winter im größten Haus des Dorfes abgehalten wird. Alles andere lernen sie auf praktische Art von den älteren Kobolden im Dorf. So gibt es zum Beispiel sehr gute Handwerker, vor allem Tischler und auch sehr gute Bäcker. Es gibt keine Ärzte, sondern eine Art Schamanen, die mit Hilfe der Naturkräuter zu heilen versuchen. Das erinnert mich an Großmutter. Sie wäre sicher gern dabei gewesen, denke ich wehmütig. Ich werde viele Fotos für sie machen, und Vater hat versprochen zu filmen. Aber ganz das Gleiche ist es ja doch nicht, oder?
Die hiesigen Kobolde sind sehr zutraulich, man merkt, dass sie noch nie schlechte Erfahrungen mit den Menschen gemacht haben. „Die Menschen hier in Norwegen wissen um unsere Existenz und behandeln uns mit gebührendem Respekt, müsst ihr wissen.“, erzählt Nepomuck. „Und wir spielen ihnen nur ab und zu ein paar harmlose Streiche, damit sie merken, dass wir sie nicht vergessen haben.“, fügt er grinsend hinzu.
Kurz darauf wird es still im Dorf. Die Kobolde sind
plötzlich alle verschwunden, und auch wir legen uns im Zelt schlafen.
Etwas später spüre ich eine Bewegung neben mir.
Vorsichtig knipse ich meine Taschenlampe an und der Lichtstrahl trifft auf wirres schwarzes Haar. „Nepomuck...“, denke ich verschlafen. „Guu…“, macht Nelly zufrieden und klettert zu mir in meinen Schlafsack. Sie kuschelt sich in meine Armbeuge und schläft kurze Zeit später tief und fest
Unsere erste Nacht im Kobolddorf, ist mein letzter glücklicher Gedanke, bevor auch ich endlich einschlafe.


Frohe Festtage!



©byChristine Erdic

Samstag, 7. März 2020

Kirschblütenfest in der alten Kaiserstadt Kyoto


Jedes Jahr verwandelt sich Japan im Frühling in ein buntes Blütenmeer. Doch lassen Sie sich nicht von der eindrucksvollen Hauptstadt Tokyo erdrücken, genießen Sie den Frühling in Kyoto.


Die alte Kaiserstadt ist in nur knapp 2,5 Stunden mit dem Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen von Tokyo aus problemlos zu erreichen. Alternativ kann man auch mit dem Bus anreisen.





Kyoto war einst, vor Tokyo, die Hauptstadt Japans und befindet sich auf der Insel Honshu. Berühmt wurde Kyoto durch seine duzenden klassischen buddhistischen Tempel und kaiserliche Paläste. 







Kyoto ist Japan, wie man es sich vorstellt. Ein Spiel von Farben und einmalig. Bunte Kirschblüten verwandeln im Frühjahr die Flussufer in einen rosafarbenen Mädchentraum. Im Gegenzug zum hektischen, lauten und modernen Treiben in Tokio ist Kyoto ein Ruhepol, in dessen wunderschönen Zen-Gärten die Seele Entspannung findet. Geishas in bunten Gewändern, mit ebenso kirschroten Lippen und weiß bemalten Gesichtern vervollständigen das Bild.





Kirschblüte in Kyoto
Die alte Kaiserstadt Kyoto hält viele Besonderheiten bereit. Es bietet sich die Chance in die Geschichte des Landes einzutauchen und eine Fülle an Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Zur Sakura Saison Mitte März bis Anfang April erstrahlt die altehrwürdige Stadt in einem noch eindrucksvolleren Glanz.


Ein Spaziergang entlang der stillgelegten Bahnstrecke Keage Incline wird Sie inmitten wunderschöner Landschaften in vergangene Tage zurückversetzen. Zudem lohnt sich allemal eine Bootsfahrt auf dem Okazaki-Kanal von Kyoto.
Das Kirschblütenfest Hanami kann man im wunderbaren Maruyama Park verbringen und bei einem Picknick die einmalige Atmosphäre genießen. Ein wunderschönes Fotomotiv befindet sich am Heian-jingu Schrein von Kyoto.

Bilder aus Kyoto






























Tee-Zeremonie



Und hier noch ein ganz besonderes Event: Eine traditionelle japanische Tee-Zeremonie im Kimono!
Sie ziehen einen Kimono an und bereiten einen grünen Tee (Matcha) in einer alten japanischen Teezeremonie vor. Wir akzeptieren ohne Registrierung. Aber wenn Sie nicht warten möchten, dann buchen Sie mit uns im Voraus, online. Ein qualifizierter Lehrer wird Sie durch alle Phasen der traditionellen Teezeremonie führen. Dies ist ein Ritual, in dem zeremonielle Tee zubereitet und serviert wird, um Wohlbefinden, Pflege und Harmonie zu verbessern. Dies wird auch der Weg des Tees genannt.
Mehr Infos unter

                                                                     Tee-Zeremonie







Sushi











                                                    Fische im Teich


















Mädchen im Kimono




Buchtipp für Kinder

Mit Nepomuck auf Weltreise


 Leseprobe:

Kimonos, Tempel und Kinderfeste


Nepomuck dreht sich geziert vor dem Spiegel: Oh, ich gefalle mir großartig in dem seidenen roten Kimono mit dem blauen Blumenmuster!
Die vierjährige Akina hat ihm als Schmuck außerdem noch einen Kamm in sein krauses dunkles Haar gesteckt und klatscht erfreut in die Hände.
„Ja, so geht es“, kichert sie. Ihr glattes schwarzes Haar ist kunstvoll hochgesteckt, und sie selbst trägt einen gelbbunten Kimono. Nepomuck hat nicht lange betteln müssen, nachdem Akina ihm von der „Goldenen Woche“ erzählt hat. Die beginnt Anfang Mai – also schon in drei Tagen – und viele Japaner besuchen zu diesem Anlass die Tempel hier in Kyoto, der alten Kaiserstadt.
„Dazu kommen auch immer ganz viele Touristen aus dem Ausland hierher“, plappert die Kleine mit den dunklen Mandelaugen munter. „Außerdem sind dann zehn Tage Ferien, und Akio kann mitkommen“, freut sie sich. Akio, ihr achtjähriger Bruder, hat ein anstrengendes Schulprogramm. Er verlässt morgens schon ganz früh in seiner schmucken dunklen Schuluniform das Haus und kehrt meist erst zum Abendessen wieder heim, da in der Schule nach den regulären Stunden noch interessante Kurse und sportliche Aktivitäten angeboten werden.
Doch er hat trotzdem immer gute Laune und strahlt oft über das ganze runde Gesicht.
„Deshalb haben meine Eltern ihn auch ‚Akio’ genannt, das bedeutet „fröhlicher oder leuchtender Junge“, erklärt das Mädchen dem Kobold. Nepomuck findet, dass der Name gut zu ihrem Bruder passt.
„Und was bedeutet denn Akina?“
„Frühlingsblume, weil ich doch im Frühling geboren bin!“
Das erinnert Nepomuck daran, dass er das Kirschblütenfest verpasst hat, das er so gern sehen wollte. Und am 3. März fand das Puppenfest statt. Da stellte die Familie extra für Akina ein rot verkleidetes Stufengestell in der Wohnung auf und schmückte es mit vielen schönen Puppen in kaiserlichen Trachten. Nepomuck durfte leider nur noch die Fotos bewundern.
„Haben Jungen auch ein Fest?“
 Akina nickt. „Ja, da hast du Glück! Das findet auch in der ‚Goldenen Woche’ statt. Da hängen wir Fahnen in Karpfenform vor den Häusern auf.“ Akinas Mutter steht plötzlich im Raum – und bricht in unterdrücktes Gelächter aus.
„Nepomuck! Ja, wie siehst du denn aus?!“ Nepomuck wird rot und fühlt sich auch ein wenig beleidigt. Er findet sich in dem Kimono sehr schön. Die Mutter betrachtet ihn erheitert und schüttelt den Kopf.
„Das ist doch ein Kimono für Mädchen, und richtig gewickelt ist er auch nicht.“ Anscheinend ist es gar nicht so einfach, das lange Gewand, das um die Taille von einer Art Seidenschal gehalten wird, richtig zu binden. Nepomuck schmollt.
„Ich möchte aber zum Tempelbesuch auch gern einen Kimono tragen!“
„Ich nähe dir einen – aber einen für Jungen“, verspricht Akinas Mutter, die in einer Schneiderei Kimonos fertigt und verkauft. Viele Japaner leihen sich diese traditionellen Gewänder für besondere Festtage nur aus, denn Kimonos sind sehr teuer. Sie verkneift sich einen erneuten Lachanfall: Der Koboldjunge sieht aber auch zu komisch aus – mit diesem Kamm als Krönung im Haar. Verstohlen wischt sie sich Lachtränen aus den Augen.
Die Familie bewohnt ein traditionelles Haus im Altstadtviertel von Kyoto. Davon gibt es nicht mehr allzu viele, die meisten Japaner leben inzwischen in großen Wohnsilos auf sehr beengtem Raum, zumindest in den Städten. Die Atmosphäre Kyotos wirkt noch angenehm, verglichen mit den sich auf den Gehsteigen drängenden Menschenmassen der Millionenstadt Tokyo.
Das Haus ist klein, und der Kobold beobachtet immer wieder fasziniert, wie die Familie morgens den Schlafraum mit ein paar Handgriffen wieder in einen gemütlichen Wohnraum verwandelt. Matratzen und Decken, hier „Futon“ genannt, werden zusammengelegt und in Wandschränken verstaut. Stattdessen werden tagsüber gemütliche Sitzkissen rund um einen niedrigen Holztisch verteilt. An dem Tisch wird auch gegessen – Nepomuck denkt schaudernd an seine erste Begegnung mit „Sushi“. Die Häppchen sahen so dekorativ und appetitlich auf dem schwarzen Teller aus, und ich griff beherzt zu. Woher sollte ich auch wissen, dass sie aus rohem Fisch und Essigreis bestanden? Da hielt er sich dann in Zukunft doch lieber an Nudelgerichte, frittiertes Gemüse und Dora-Yaki – Pfannkuchen mit einer roten Bohnenpaste. Allerdings erwies es sich anfangs als echte Herausforderung, richtig mit den Essstäbchen umzugehen, die Japaner anstelle einer Gabel benutzen. Auch jetzt noch verteilt der Kobold während der Mahlzeiten hin und wieder unfreiwillig Reis und Erbsen im ganzen Zimmer.
Das Haus besitzt aus Holz und Papier gearbeitete Schiebetüren und Fenster. An warmen Tagen wird die Außentür zum Garten ganz zur Seite geschoben. Nepomuck findet das toll, allerdings heißt es achtzugeben, dass man nichts beschädigt. Japaner tragen im Haus Pantoffeln. Nepomuck hat das auch versucht, ist aber sofort gestolpert und beinahe durch die geschlossene Schiebetür gefallen. Nun muss er seine Füße immer zuerst im Bad reinigen, bevor er den Wohnraum mit den geflochtenen Schilfmatten betritt.
Akina besucht eigentlich seit einem Jahr den Kindergarten, aber im Moment ist sie dort entschuldigt und vertreibt Nepomuck die Zeit. Gemeinsam spielen sie im Garten – oder falten Tiere aus bunten Papierquadraten, das heißt hier „Origami“. Nepomuck ist darin schon sehr geschickt und hat ebenso viel Spaß dabei wie seine kleine Freundin. Jetzt aber fiebern die Kinder der „Goldenen Woche“ entgegen. Vor allem am Abend, wenn die Familie gemütlich beisammen sitzt, spricht man kaum noch über ein anderes Thema.
Endlich ist es so weit! Ein wenig enttäuscht betrachtet Nepomuck seinen schlichten grünen Kimono. Aber als er sich im Spiegel beäugt, strahlt er dann doch: Akio besitzt einen ebensolchen Umhang aus blauem Stoff. Der Vater, der für die Feierlichkeiten Urlaub genommen hat, trägt einen schwarzen Kimono, die Mutter einen roten mit Blumenmuster – und Akina ihren gelben. Das ist ein schönes Farbgemisch, denkt der Kobold zufrieden.
Nepo staunt über die parkähnliche Waldlandschaft, in der verstreut Schreine und Pavillons liegen. Überall begegnen ihnen Menschen in Kimonos, aber auch in normaler Kleidung, manche sind Japaner, andere Ausländer. Der auf Pfählen erbaute Goldene Pavillon wirkt als schwimme er auf dem Teich, und Nepomuck fühlt sich von diesem märchenhaften Anblick wie verzaubert.
„Das hier ist die höchste Pagode Japans“, sagt Akio stolz, als sie vor dem fünfstöckigen Turm des To-ji Tempels stehen. Den Kobold beeindruckt die wunderschöne Schnitzkunst, und er erfährt, dass die Tempel und Pagoden buddhistischer Tradition entstammen. In den Tempeln  entzünden die Gläubigen Weihrauch vor vergoldeten Buddha-Statuen.
Etwas ganz Besonderes erwartet ihn im Nijo-Castle. Das sogenannte Schloss besteht aus flachen Häusern aus Papier sowie geschnitzten Holzleisten – und ähnelt den europäischen Schlössern überhaupt nicht. Dafür ist es reich mit Blattgold verziert und verfügt über schwungvoll gebogene Dächer. Die eigentliche Überraschung aber wartet drinnen! Nepomuck wundert sich beim Eintreten über das nicht enden wollende Gezwitscher und schaut sich suchend um.
„Wo sind denn die Vögel?“
Der Vater lacht.
„Nepomuck, der Boden zwitschert wie Nachtigallen, sobald man darauf tritt. Das liegt an seiner Konstruktion, man nennt solche Böden deshalb „Nightingale Floors“, also „Nachtigallböden“. Durch die Geräusche wurden schlafende Hoheiten damals vor eventuellen Einbrechern gewarnt.“
„Jetzt muss Nepomuck aber auch noch einen Shinto-Schrein sehen“, bemerkt Akio plötzlich.
„Was ist ein … Shinto-Schrein?“, erkundigt sich der Kobold vorsichtig.
„Shinto-Schreine stammen aus der Urreligion der Japaner, dem Shintoismus“, erklärt Vater.
„Unsere Vorfahren glaubten, dass die Götter in den Bergen, dem Meer, den Bäumen leben und
verehrten die Natur.“ Das leuchtet Nepomuck ein.
Der Fushimi-Inari-Schrein thront auf einem Berg, der Aufstieg erweist sich als lang und beschwerlich.
Unterwegs begegnen ihnen unzählige rote Tempeltore und Fuchsskulpturen.
„Füchse gelten als Boten Inaris, der Gottheit für Reis und Wohlstand. Im Schrein werden ihr Reis und Reiswein geopfert“, erläutert die Mutter dem Kobold. Der Schrein erstrahlt in leuchtendem Rot und Weiß. Sehr viele Menschen drängen sich hier. Nepomuck verspürt plötzlich Hunger. Zum Glück befindet sich ein kleines Restaurant in der Nähe, das Nudelspeisen, Sushi und heißen grünen Tee anbietet. Nach und nach entzünden sich in der zunehmenden Abenddämmerung die Laternen und tauchen Tempel und Landschaft in ein märchenhaftes Licht. Der kleine Kobold bemerkt nicht mehr, wie er hochgehoben und den Berg hinunter getragen wird: Er ist vor Müdigkeit einfach am Tisch eingeschlafen.



Klappentext:
Wie funktioniert eigentlich ein Heißluftballon, und wie leben die Eskimos heute? Was passiert, wenn ein norwegischer Kobold auf einen irischen Leprechaun trifft, und was kann man im Karina-Verlag so alles anstellen? Begleitet den lustigen Kobold Nepomuck auf seinen Reisen durch Europa, Asien, Amerika, Afrika und Australien und lernt Menschen, Tiere und verschiedene Kulturen hautnah kennen. Folgt ihm auf den Spuren der Hobbits, und werft mit ihm seinen ersten Bumerang. Die tollsten Abenteuer warten auf euch, denn wo Nepomuck sein Unwesen treibt, da wird es nie langweilig!

Gebundene Ausgabe: 140 Seiten
ISBN-13: 978-3961112760

Wir wünschen allen kleinen und großen Lesern viel Vergnügen. Und vielleicht ist das spannende Buch ja auch ein schönes Ostergeschenk!


©byChristine Erdic