Montag, 8. Mai 2017

Zu Besuch bei den Hobbits

Neuseeland eignet sich mit seinen vielseitigen Landschaftsbildern wohl wie kein anderes Land als Kulisse für die Dreharbeiten des „Hobbit“ und „Herr der Ringe“.


Hobbingen oder Hobbiton (im englischen Original) in Neuseeland ist der Originalschauplatz der mit 17 Oscar ausgezeichneten Herr-der-Ringe-Trilogie von Peter Jackson nach dem Roman von J.R.R. Tolkien.
Regisseur Peter Jackson erkundete mit dem Hubschrauber auf der Suche nach dem geeigneten Drehort die Gegend und wurde auf dem Gelände einer der größten Schaffarmen Neuseelands fündig.


Nach den erfolgreichen Verhandlungen mit der Eigentümer Familie, den Alexanders, begann die Errichtung des bekannten Hobbit-Dorfes. Die neuseeländische Armee baute eine Straße, die Film-Architekten und Ausstatter erschufen das Dorf und schließlich rückte das Filmteam mit seinen 400 Mitarbeitern an.
Die monatelangen Außendrehs zur Herr-der-Ringe-Trilogie konnten beginnen.


Nach den Dreharbeiten begann man alles wieder abzureißen.
Erst im Jahr 2011 wurde das Dorf für die Hobbit-Filme wieder neu aufgebaut.


Heute kann man Touren nach und durch Hobbingen buchen.
Hier ist selbstverständlich alles exakt auf die recht kleinen Hobbits zugeschnitten.
Mehr als  40 Hobbit Behausungen liegen vor einem, locker über den Hang verstreut.


Es macht fast nichts aus, dass  alles nur Filmkulisse ist, und die Häuser nur Atrappen. (Das Innenleben für alle Szenen wurde in den Jackson-Studios in Wellington gedreht.)
Doch die Vorgärten sind liebevoll und detailverliebt gestaltet.
Der scheinbar gerade eben noch benutzte Trinkbecher oder das Werkzeug sind noch nicht weggeräumt.


Es gibt sorgfältig angelegte Gemüsebeete. Das frisch geerntete Gemüse und Obst oder die ausgelegten Backwaren und nicht zuletzt die frisch aufgehängte Wäsche vermitteln den Eindruck, dass die Bewohner noch in der Nähe sind.


Kunstvoll angelegt sind auch die Obstbäume und Gemüsegärten, Teiche, Seen und die klappernde Wassermühle sowie eine steinerne Brücke. 


Dass das Dorf für die Ewigkeit gebaut zu sein scheint, macht durchaus Sinn, kommen doch jährlich seit der Eröffnung 2001 mittlerweile 450.000 Besucher! 200 Angestellte kümmern sich um den reibungslosen Ablauf.
Das berühmte Gasthaus “Zum Grünen Drachen” wurde stilecht der Einkehr aus dem ersten “Der Herr der Ringe”-Film nachgebaut, ist voll funktionsfähig und für die Öffentlichkeit zugänglich. “Wir brauen hier unser eigenes Hobbit-Bier, unseren eigenen Apfel-Wein und servieren zum Essen nur Hausgemachtes,” erklärt der Manager nicht ohne Stolz. Alle Besucher bekommen ein Getränk umsonst. Das rustikale Ambiente bis hin zum steinernen Bierseidel ist perfekt. Allerdings: “Die Seidel fallen leider immer wieder Souvenir-Jägern zum Opfer, auch wurden schon unsere “Herr der Ringe”-Karten von den Wänden gestohlen!”

                   Hobbiton-Foto: Urgemütlich ist es im neuseeländischen Pub "Zum Grünen Drachen"

Hobbingen und der “Grüne Drache” stehen auch für Feierlichkeiten bereits hoch im Kurs: “Wir haben hier ganze Gesellschaften, die den Pub anmieten,” so der Manager weiter. “Und aus Großbritannien reisten kürzlich zwei Familien an, um ihre erwachsenen Kinder hier bei uns in Hobbingen zu verheiraten. Die haben das ganze Dorf gebucht und die Zeremonie fand unter dem großen Party-Baum statt.”
Und hier befindet sich das Hobbitdorf: 501 Buckland Road, Hinuera, Matamata, Neuseeland.


Wem es allerdings zu weit nach Neuseeland ist, der möge sich mit Kobold Nepomuck auf eine Reise zu den Hobbits machen.

„Mit Nepomuck auf Weltreise“ ist ab dem 12.05.2017 überall im  Buchhandel (Deutschland, Österreich, Schweiz) zu beziehen. Eine Weltkarte, auf der man die besichtigten Orte eintragen kann, begleiten das lehrreiche und informative Buch ebenso wie bunte Illustrationen oder Ausmalbilder der Künstlerin Reni Becker.


Wie funktioniert eigentlich ein Heißluftballon, und wie leben die Eskimos heute? Was passiert, wenn ein norwegischer Kobold auf einen irischen Leprechaun trifft, und was kann man im Karina-Verlag so alles anstellen? Begleitet den lustigen Kobold Nepomuck auf seinen Reisen durch Europa, Asien, Amerika, Afrika und Australien und lernt Menschen, Tiere und verschiedene Kulturen hautnah kennen. Folgt ihm auf den Spuren der Hobbits, und werft mit ihm seinen ersten Bumerang. Die tollsten Abenteuer warten auf euch, denn wo Nepomuck sein Unwesen treibt, da wird es nie langweilig!

https://www.amazon.de/Mit-Nepomuck-Weltreise-Karina-Verlag/dp/3961112762/ref=sr_1_31?ie=UTF8&qid=1493023087&sr=8-31&keywords=christine+erdiç

Leseprobe:
Hobbits und Pinguine

Nepomuck kennt die Hobbits aus den Filmen „Der Hobbit” und „Herr der Ringe”. Fasziniert begutachtet er die 44 Hobbithöhlen, die geschickt in ein grünes Auengelände eingepasst und durch Wege miteinander verbunden sind. Es gibt außerdem Mini-Seen, kleine Bäche, eine klappernde Wassermühle, eine steinerne Brücke und liebevoll mit Blumen und Obstbäumen bepflanzte Gärten mit Holzzäunen und Minibriefkästen. Ganz wie im Film. Alle sind begeistert. Der große Eichenbaum vor Bilbos Haus besteht allerdings nur aus Plastik.
„Der ist ja gar nicht echt!“, ruft Nepomuck etwas enttäuscht. Dafür hat man von hier oben aber einen schönen Blick über ganz Hobbingen. Das entschädigt. Ein guter Platz für ein Picknick mit Keksen und Limonade, findet der Kobold.
„Die Hobbits haben auch immer Hunger, genau wie Nepomuck“, lacht Kathy.
„Wo sind denn nun eigentlich die Hobbits?“, erkundigt sich der Koboldjunge, der nur auf ein Stichwort gewartet hat.
„Aber Nepomuck, die Hobbits sind doch nur Filmfiguren“, erklärt der Vater dem fassungslosen Kobold schmunzelnd.
„Ich habe sie doch selbst gesehen, dann muss es sie auch geben!“
Auch die Hobbithöhlen sind nur Attrappen: In ihnen befinden sich keine Räume mit Einrichtung, sondern nur halb ausgebuddelte Erdlöcher, stellen sie fest, als sie erwartungsvoll eine der farbigen runden Holztüren öffnen.
„Sicherlich sind die Hobbits nur einfach weitergezogen – so wie meine Vorfahren damals“, überlegt Nepomuck halblaut. Er bekommt plötzlich feuchte Augen. Zu sehr erinnert ihn Hobbingen an sein Kobolddorf in Norwegen. So lange bin ich nun schon unterwegs!
Ich habe viele schöne Länder gesehen, war in Europa, Asien, Afrika, Amerika und Australien. Aber nun wird es für mich wohl Zeit, endlich heimzukehren. Der kleine Kobold hat plötzlich starkes Heimweh.
Reka legt tröstend den Arm um ihn. „Ich schenke dir meinen Delfin. Er wird dich sicher wieder nach Hause geleiten“, flüstert sie ihm ins Ohr, und Nepomuck fühlt, wie ihm die Kette um den Hals gelegt wird. Dankbar schaut er das Mädchen an und wischt sich verstohlen eine Träne aus dem linken Auge. Na! Hoffentlich hat sonst keiner etwas gemerkt.
„Damit ihr nicht allzu enttäuscht seid, gehen wir jetzt in den „Green Dragon“, die Kneipe der Hobbits“, schlägt Vater aufmunternd vor. Ob er doch etwas ahnt?
Der „Grüne Drache“ ist ein rustikales Gasthaus im Hobbit-Stil. Die Überraschung ist wirklich gelungen! An den Wänden kann man Bilder, Hüte und Mäntel der Hobbits bewundern.
„Ich wusste doch, dass es sie gibt“, triumphiert der Kobold mit glänzenden Augen.

                                                     Illustration © by Reni Becker 


©byChristine Erdic

Montag, 3. April 2017

Auf den Spuren Harry Potters

Wer würde nicht gern einmal die Orte besichtigen, an denen die berühmten Harry- Potter- Filme gedreht wurden?


Nun, da braucht man gar nicht allzu weit zu reisen, denn die meisten Szenen wurden in Großbritannien gedreht, von den wilden schottischen Highlands, in denen Hagrids Hütte stand, 


bis hin zu dem historischen Londoner Markt, der für die Aufnahmen der Winkelgasse genutzt wurde. 


Kings Cross befindet sich ebenfalls in London. Auf besagtem Bahnhof, stiegen die Schüler auf Gleis 9 ¾ in den Hogwarts Express ein. 


Für den Dreh wurden die Gleise 4 und 5 zu 9 und 10 umbenannt. 
Dort  kann man auch den Zugang zum Gleis 9 ¾ und einen halben Gepäckwagen, der in der Säule verschwindet, besichtigen. Das St Pancras Renaissance Hotel bot übrigens das geeignete Ambiente für die Außenaufnahmen des Eingangs zum King’s Cross Bahnhof in Harry Potter und die Kammer des Schreckens.
Im Reptile House des Londoner Zoos kommunizierte Harry erstmals mit einer Schlange und versetzte seinen Cousin Dudley in Angst und Schrecken.
Die Innenaufnahmen der Zauberbank Gringotts


 wurden im Australia House gedreht, das 1918 eröffnete wurde und heute die australische Botschaft beherbergt.
In Harry Potter und der Orden des Phönix wurden die Reihenhäuser in Claremont Square für Außenaufnahmen des Grimmauldplatzes verwendet, und der Leadenhall Markt bot eine einmalige Kulisse für die Außenaufnahmen der Winkelgasse sowie des Pubs ‚Zum Tropfenden Kessel.‘ Er wurde 1881 erbaut und zählt zu den schönsten viktorianischen Märkten Londons.


Ein wahrer Harry Potter Fan sollte sich eine Teilnahme an der Warner Bros’ Studio Tour auf keinen Fall entgehen lassen. Sie führt durch die Leavesden Studios in der Nähe von London und bietet einen spektakulären Blick hinter die Kulissen der Harry Potter Filmreihe.










Das Alnwick Castle im Herzen Northumberlands ist die zweitgrößte bewohnte Burg in England. Hier entstanden zahlreiche Außenaufnahmen von Hogwarts.


Goathland Train Station im North York Moors Nationalpark wurde für die Drearbeiten am Hogsmeade Bahnhofs verwendet, an dem die Schüler mit dem Hogwarts Express ankamen.










Ashridge Wood liegt etwa 35km von Oxford entfernt. In ihm fanden die Aufnahmen der Quidditch Weltmeisterschaft statt, und Hardwick Hall südöstlich von Chesterfield bildete die Kulisse für die Villa der Malfoys, dem Unterschlupf der Todesser.
Der Kreuzgang der Kathedrale von Gloucester wurde für verschiedene Innenaufnahmen von Hogwarts genutzt.


Am schottischen Glen Coe ,145km nordwestlich von Glasgow, befindet sich der Standort von Hagrids Hütte. 


und das Glenfinnan Viadukt ist die Brücke nach Hogwarts, über die der berühmte Hogwarts Express fährt.










Loch Eilt liegt 215km nordwestlich von Glasgow und wurde für Aufnahmen von Hogwarts Außenanlagen sowie für Aufnahmen der Insel genutzt, auf der sich das Grab von Dumbledore befindet.

Und, nicht zu vergessen: In Edinburgh befinden sich Wohnung und Cafés in denen J.K. Rowling ihr erstes Harry Potter Buch geschrieben hat. 


Die Idee dazu kam ihr übrigens auf einer Zugfahrt von Manchester nach London.
Der Fuchsbau, 300 km westlich von London in der Grafschaft Devon gelegen, ist das Haus der Familie Weasley. 

Er hat fünf wackelig aufeinandergetürmte Stockwerke, die wahrscheinlich. durch Magie zusammengehalten werden.  Das Haus ist von einem verwilderten, gemütlichen Garten mit vielen Gnomen umgeben. Auf dem Dachboden über Rons Zimmer haust ein Ghul. Bei Zauberern und Hexen wohnt oftmals ein solcher Geselle in der Dachkammer der Behausung.


Diese Wesen sehen ein wenig bedrohlich aus, besonders wegen der vorstehenden spitzen Zähne. In Wirklichkeit entpuppen sie sich aber meist als harmlose Insekten- und Aasfresser. Diese etwas einfältigen und doch sehr speziellen Hausbewohner dienen den Zaubererfamilien zur Belustigung und Unterhaltung, da sie immer wieder für erheiternde Vorfälle sorgen.


Doch Ghule gibt es nicht nur bei Harry Potter! Was passiert, wenn sie ein Hotel verwalten kann man in dieser Gruselkomödie nachlesen:

Luhg Holiday

 Dieser Sammelband vereint zwei spannende Geschichten:

Willkommen im Luhg Holiday


Als Familie Kohlmann wegen eines vorausgesagten Schneesturms ganz spontan im Hotel Luhg Holiday einkehrt, ahnt sie noch nicht, was sie dort erwartet. In dem alten unheimlichen Haus scheint nichts mit rechten Dingen zuzugehen, und schon bald finden sich die drei Kinder und ihre Eltern im unglaublichsten Abenteuer ihres Lebens wieder.

Auf Wiedersehen im Luhg Holiday


Auf einer Urlaubsreise in den Süden fahren Sabrina, Gudrun und Betty im Nebel gegen einen Baum und müssen im Luhg Holiday einkehren. Das Hotel hat sich verändert, denn es sind 7 Jahre vergangen, seitdem Sabrina mit ihrer Familie dort unfreiwillig ihre Ferien verbrachte. 
Wer ist der nette junge Mann, der sich nach dem Unfall so rührend um sie kümmert und doch ein düsteres Geheimnis mit sich trägt? Und was ist aus den Ghulen geworden, die das Luhg Holiday verwalteten? Ein spannendes Abenteuer wartet auf die Freundinnen. Werden sie der Gefahr entkommen, die dort hinter den düsteren Mauern auf sie lauert?
Eine Gruselkomödie der Sonderklasse und ein besonderes Lesevergnügen für die ganze Familie.

Das Taschenbuch ist überall im deutschen Buchhandel und bei bekannten Online-Anbietern wie Thalia, Hugendubel und Buch24 bestellbar.
Einzeln sind die Geschichten auch als E-books bei Kindle-Amazon herunterzuladen.

Leseprobe:
Jan winkte mir aufgeregt zu. Er hatte eine Tür entdeckt, die einen Spalt offen stand. Mama schaffte es nicht mehr, mich zurückzuhalten. Vorsichtig lugten wir in den dahinter liegenden Raum.
„Das muss die Küche sein”, flüsterte ich aufgeregt. Es gab einen altmodischen Schrank aus dunklem Holz und einen alten Herd.
„Der ist ja von anno pippi”, grinste ich.
„Muss bestimmt mit Brennholz angemacht werden”, meinte Jan altklug.
Einen Kühlschrank gab es nicht. Wozu auch? Es gab ja keinen Strom, und bei der Kälte würde eh nichts verderben. Jedenfalls war hier niemand, und der Herd schien auch nie benutzt zu werden, so sauber wie der aussah.
Mama kam in die Küche und sah sich ratlos um.
„Ich habe langsam wirklich Hunger und frage mich, in was für einem Hotel wir hier eigentlich gelandet sind.”
Jan sauste an uns vorbei auf die Rezeption zu. Dann erklang plötzlich ein scheußlich schriller Ton. Ich zuckte zusammen. Feixend sah er uns an, während er seine Hand nochmals auf eine altmodische Klingel drückte. Es schepperte und klirrte. Papa legte beide Hände an die Ohren und stöhnte.
Der kleine Mann mit den großen Ohren und der Nachtmütze erschien oben auf dem Flur.
„Krach machen am frühen Morgen, ääh?” Die Stimme klang überraschend laut und verärgert zu uns hinunter.
„Entschuldigen Sie bitte, dass wir stören, aber wir hätten jetzt gern unser Frühstück.” Mama bemühte sich, freundlich zu sein, doch wer sie näher kannte, konnte den gefährlichen Unterton nicht überhören.
„Stören? Ja, Sie stören mich! Frühstück? Ich schau mal, was ich da habe. Wir kommen  hier nicht so oft zum Einkaufen.” Der verhutzelte Mann schlurfte heran, und ich war mir sicher, dass er das gestern gewesen war vor unserer Tür.
,So ein Schwindler’, dachte ich. ,gestern Nacht haben die doch auch alle was gegessen.’
„Der Besitzer kommt nur sehr selten hierher. Er ist einer dieser Reichen aus der Stadt, wissen Sie”, erklärte der Verwalter.
Er kramte im Küchenschrank und kam mit etwas Käse und Brot zurück.
„Das Brot ist ja schon ganz schimmelig, wie eklig!”, rief ich aus.
„Wirklich?” Das Männlein sah mich aus triefenden Augen an. „Ich dachte, es sei nur ein wenig grün. Aber dafür ist der Käse noch recht gut. Ein Gast hat erst vor ein paar Monden davon gekostet.”
Mir fuhr ein Schauer über den Rücken, als er genießerisch an dem Stück Käse roch. Da waren sicher schon Maden drin. Es hätte mich nicht gewundert, wenn der von alleine über den Tisch spaziert wäre.
„Naja, Käse ist eh nicht so mein Ding”, sagte er gleichmütig und stellte den Teller direkt vor Angela, die als einzige schon erwartungsvoll Platz genommen hatte, auf den Tisch. Meine Schwester hatte immer Hunger, aber jetzt sah sie ein wenig angeschlagen aus.
Mama räusperte sich.
„Wir würden dann gern unsere Rechnung zahlen und weiterfahren.”
Mama war fest entschlossen. Papa hatte von all dem nichts mitbekommen. Er sah schon die ganze Zeit aus dem Fenster und sagte jetzt plötzlich mit verträumter Stimme:
„Sieh doch nur Margot, wir sind völlig eingeschneit. Ist das nicht wunderschön?”

Der in reiner Handarbeit gearbeitete Ghul stammt übrigends aus dem Strunzertaler Atelier. Hier gibt es auch Kobolde, Trolle und Hexen. Eine Besichtigung des Ateliers ist nach telefonischer Absprche möglich.




©byChristine Erdic

Samstag, 4. März 2017

Guatemala mit den Augen eines Insiders

Lateinamerika ist ein besonderes Reiseland! Fern ab vom Pauschaltourismus kann man hier noch unberührte Natur, eine bunte Tierwelt und historische Stätten genießen sowie in Kultur und Gebräuche der einheimischen Bevölkerung eintauchen.


Die ehemalige Hauptstadt Guatemalas (Antigua Guatemala – altes Guatemala) wurde 1773 von einem Erdbeben heimgesucht, das die komplette Stadt zerstörte und etliche Menschen tötete. Daraufhin verlagerte man die Hauptstadt dorthin, wo das heutige Guatemala Stadt liegt. Kulturell, kulinarisch und touristisch gesehen blieb Antigua aber unangefochten auf der Nummer 1. Diese Stadt ist mit ihrer schönen spanischen Architektur, den vielen bunten Gebäuden, großen Plätzen, historischen Kirchen und Kathedralen, Universitäten und anderen kolonialen Schätzen das Aushängeschild des Landes und auch wahrlich ein echtes Juwel. 



Weitere Sehenswürdigkeiten Guatemalas:

Tikal
Der „Ort der Stimmen“, was Tikal übersetzt bedeutet, ist die bekannteste Maya-Ruine des Landes und eine der sehenswertesten in ganz Zentralamerika.



Semuc Champey, ein Wunder der Natur
Mitten in Guatemala befindet sich dieses unglaubliche Naturphänomen: Unzählige türkisgrüne Wasserbecken reihen sich hier aneinander, die vom Río Cahabón gespeist werden. Der Großteil des reißenden Wassers jedoch fließt unterirdisch unter den Becken hindurch, sodass Baden kein Problem darstellt. 



Lago Atitlán
Aldous Huxley bezeichnete diesen See als den schönsten der Welt. Die drei Vulkane, die dem Lago Atitlán sein Talbett ermöglichen, erschaffen tatsächlich eine der atemberaubendsten Szenerien, die man sich nur vorstellen kann.



Lagune Lachua
Versteckt mitten im Urwald, nur erreichbar durch eine lange Busfahrt und einen 4-Kilometer-„Spaziergang“ durch den Dschungel liegt diese wunderschöne Lagune. Sie wird auch als Spiegel des Himmels bezeichnet, weil die stille Oberfläche jede Wolke in gleicher Klarheit wiedergibt.



Monterrico
Ein bisschen entfernt von der typischen Route liegt das kleine Dorf Monterrico an der pazifischen Küste. Wunderschöne, weite, schwarze Strände, hohe Wellen, garantierte Sonnenuntergänge und eine ruhige und gemütliche Atmosphäre machen diesen Ort zu einem echten Highlight.



Markt in Chichacastenango
Wer Souvenirs für Freunde und Verwandte oder sich selbst kaufen will, ist hier richtig. In dieser kleinen Stadt in den Bergen, die oft auch nur „Chichi“ genannt wird, gibt es einen der größten und schönsten indigenen Märkte auf dem amerikanischen Kontinent. Hier bekommt man alles, was das Shopping-Herz begehrt: Lokale Handarbeit (Masken, Holz- und Tonarbeiten, …), Textilien aller Art, Obst und Gemüse und vieles mehr.


















Peter Kruse:
Meine Lebensreise hat mich nach Costa Rica, Guatemala und Kuba verschlagen. Ich mag diese Länder, weil sie kleiner und einfacher zu erkunden sind als die großen Länder Südamerikas. 
Costa Rica war der perfekte Einstieg in die lateinamerikansiche Welt. Dieses kleine Land besitzt auf engstem Raum vier völlig verschiedene Klimazonen, was eine unvergleichbare Flora und Fauna hervorgebracht hat. Vulkane, Wasserfälle, Regen- und Nebelwald und wunderschöne Traumstrände, sowohl am Pazifik als auch an der Karibikküste. Costa Rica hat 1949 per Volksentscheid die Armee abgeschafft. Das viele eingesparte Geld für Panzer, Waffen und sonstiges Kriegsgerät konnte somit in Infrastruktur, Bildung und Gesundheit investiert werden. Die Mittelschicht stellt die größte Bevölkerungsgruppe dar. Das unterscheidet die "Schweiz Mittelamerikas", wie Costa Rica auch genannt wird, ganz entscheidend von den übrigen Ländern Lateinamerikas. In den Nachbarstaaten sind die Extreme zwischen wenigen sehr Reichen und viel zu vielen sehr Armen weitaus ausgeprägter. 


Kuba war eine ganz besondere Erfahrung. Hier ticken die Uhren komplett anders als im Rest der Welt. Die Mischung aus karibischer Lebensfreude mit dem trockenen Kommunismus hat einzigartige Menschen hervorgebracht. Ein beeindruckendes Land mit Einwohnern die niemals aufgeben und bedingungslos zu ihrem vermeintlichen Befreier Fidel Castro stehen (auch nach seinem Tod). Sie sind es gewohnt, mit wenig auszukommen und kompensieren den fehlenden Konsum mit Musik und ausgelassenem Tanz.




Letztendlich habe ich Guatemala zu meiner finalen Wahlheimat erklärt. Wie alle Länder Lateinamerikas hat es bezaubernde Naturschönheiten zu bieten. Die Besonderheit hier ist die lebendige indogene Bevölkerungsgruppe, die knapp 50% der Gesamtbevölkerung ausmacht. Seine 23 Stammessprachen + Spanisch machen Guatemala zu einem echten Vielvölkerstaat. Farbenfrohe Trachten beleben das Alltagsbild und ein ganz besonderes, bescheidenes und freundliches Wesen der Einheimischen machen den entscheidenen Unterschied zum Rest der von mir bereisten Länder. Guatemala besitzt eine reiche (Maya-)Kultur, allerdings keine Traumstrände. Deshalb ist dieses Land vom Massentourismus verschont. Das macht das Leben hier umso angenehmer für mich.











Das Buch:
Grenzenlos: Ein zeitgenössisches Märchen für Erwachsene
Diese Erzählung handelt von dem schon frühzeitig von Fernweh und Lust auf Abenteuer in fremden Ländern heimgesuchten Max. Mit 24 Jahren beschloss dieser, sich selbst für sein Leben verantwortlich zu zeichnen. Also verfasste er seine Lebensziele und begab sich auf eine Reise. Sein Weg führte ihn in eine spannende und exotische Welt. Dieser machte ihn zu dem Menschen, der er heute ist.
Anhand eigener Erfahrungen und inspirierender Geschichten beeindruckender Menschen, die ihm im Leben begegnet sind, zeigt er, dass nichts unmöglich sein muss.

Produktinformation
Taschenbuch: 332 Seiten
Verlag: Books on Demand; Auflage: 4 (2. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3743101009
ISBN-13: 978-3743101005
Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 1,8 x 20,3 cm

der Autor:
Peter Kruse lebt ein Leben, in dem die einzige Konstante der Wechsel ist. Sein Werdegang ist gezeichnet von extremen Höhen und Tiefen. Er war vermögend und arm, erfolgreich und depressiv, geliebt und einsam, voller Lebensfreude und dem Tod mehrere Male nur knapp entkommen. Deutschland, England, Costa Rica, Guatemala, Kuba und Honduras waren seine Heimat.
Geboren wurde er 1963 in einem kleinen Ort in Niedersachsen, hat aber Hamburg schon frühzeitig zu seiner Wahlheimat gemacht. Schul- und Studienzeit verbrachte er in Deutschland und England, bevor er sich 1992 auf die Reise begab.
Heute lebt er am wunderschönen Río Dulce, nahe der Karibikküste von Guatemala. Aufgeben war nie eine Option.
Mehr Infos gibt es hier:
www.facebook.com/PeterKruseGrenzenlos


Die folgende Rezension des Redaktionsleiters der Augsburger Allgemeine Zeitung fasst den Inhalt des Buches sehr schön zusammen:
„Autor Peter Kruse lässt Max, den Erzähler, überwiegend sein eigenes spannendes Leben beschreiben, das sich seit mehr als zwei Jahrzehnten in Mittelamerika abspielt. Ein junger Deutscher landet in Costa Rica, Kuba und Guatemala, wo er nicht zum Aussteiger, sondern zum Einsteiger wird. Max überschreitet Grenzen, setzt sich über gängige Klischees und Vorurteile hinweg und wird mit einer neuen Heimat unter Menschen belohnt, die selbst in Armut und unter widrigen Lebensverhältnissen häufig fröhlicher sind als viele Wohlstandsbürger im reichen Deutschland.
Kruse erzählt unterhaltsam und erfrischend Geschichten aus dem Alltag in einer Weltregion, in der ein Menschenleben erbärmlich wenig wert sein kann, und das Zusammenleben doch so oft von großer Mitmenschlichkeit und herzlicher Freundlichkeit geprägt ist. Kruse macht seinen Lesern Hoffnung, indem er aufzeigt: Es lohnt sich immer, Grenzen zu überschreiten, nie zu verzagen und sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. 
Das kurzweilige Buch, das einem Wert und Lohn von Neugier und Aufgeschlossenheit vor Augen führt, habe ich in einem Zug gelesen. Ich kann es nur empfehlen.“

©byChristine Erdic