Dienstag, 24. Juli 2018

Verona – Verbinden Sie doch einmal Badeurlaub und Kultur


Die kulturträchtige Stadt Verona liegt in der Romagna Emilia, nur rund 30 Km vom Gardasee entfernt und bezaubert den Besucher mit ihrem romantischen Charme. Egal ob als Kultururlaub, Kurztrip oder Abstecher vom Badeort: Verona hat für jeden etwas zu bieten.



Die Arena von Verona
In der Arena von Verona, einst römisches Amphitheater, werden jährlich in den Sommermonaten die berühmtesten Opern unter freiem Himmel aufgeführt. 


Die Arena von Verona wurde im 1. Jahrhundert von den Römern aus weißem und rotem Kalkstein gebaut, der im Mittelalter für Bauzwecke entwendet wurde. Sie ist nach dem Kolosseum das zweitgrößte italienische Amphitheater.  


Im Sommer wird die Arena für Opernaufführungen genutzt und bietet 22.000 Zuschauern auf den Stufen der 45 Sitzreihen Platz. Allerdings sollte man die Karten schon im Winter vorbestellen.



Piazza delle Erbe
Hier befand sich einst das Zentrum des antiken Verona und auch heute noch ist der Platz mit seinen Markt- und Souvenir-Ständen ein zentraler Treffpunkt.


Der Brunnen aus der Zeit der Scaligeri mit der römischen Statue "Madonna Verona" ist ein Anziehungsmagnet für Touristen. 



Am Ende des Platzes befinden sich der Turm Gardello aus dem 14. Jahrhundert und der Palazzo Maffei mit seinen Fresken im Barockstil.
Vom Rathausturm Torre Lamberti, kann man man ein wundervolles Panorama über Verona genießen. Mit einem Lift geht es auf eine Plattform in 83 m Höhe.




                                          Romeo und Julia


Verona bezaubert durch seinen romantischen Charme und inspirierte Shakespeare zu seiner Geschichte um Romeo und Julia.

                                        Haus des Romeo

Nur wenige Schritte von Piazza delle Erbe gelangt man zum Haus der Julia.
Die Geschichte Veronas ist eng verbunden mit dem Shakespeare Drama um Romeo und Julia, sollen die beiden unglücklich Verliebten doch hier gelebt und gelitten haben. Zu bestaunen ist Julias Haus mit dem Hof, in dem sich der berühmte Balkon sowie eine Bronzestatue von Julia befinden, das bestimmt meist fotografierten Objekte in Verona. 


Es soll Glück bringen, den Busen der Staue zu berühren und eine Liebeserklärung an der dafür vorgesehenen Wand zu hinterlassen.



Castelvecchio mit Ponte Scaligero
Die in den Jahren 1354 - 1357 unter der Herrschaft der Familie Scala erbaute Festung diente als Herrschaftssitz und Verteidigungsanlage und beherbergt heute das Museum mit Werken der Veroneser Malerei und Skulptur seit dem Mittelalter. 


Eine weitere Verona Attraktion ist der zum Castelvecchio führende Ponte Scaligero. Die Brücke über der Etsch galt früher vor allem als Fluchtweg für die Familie.







Dom von Verona
Eine gelungene Mischung aus Romanik und Gotik stellt der Veroneser Dom „Duomo Santa Maria Matricolare“, in dessen Seitenschiffen sich zahlreiche reich verzierte Kapellen befinden, dar.


Die Grundmauern des Doms  wurden im  8. Jahrhundert nach Christus errichtet, nachdem die kleine Basilika durch ein Erdbeben zerstört wurde. Allein wegen der beinahe überirdischen Atmosphäre, sollte man sich einen Besuch nicht entgehen lassen.



Basilika San Zeno Maggiore
Etwas abseits des Stadtzentrums, aber auf jeden Fall eine Besichtigung wert, befindet sich die bedeutendste Kirche Veronas: San Zeno.
Die romanische Kirche stammt aus dem 11. - 12. Jh. Und verfügt über einen wunderschönen Kreuzgang der ins Innere der Kirche führt.


Auch für Kulinarisches ist bestens gesorgt. Zwischen Piazza della Erbe und Piazza Bra finden sich kleine Restaurants und Shops für jeden Geldbeutel. Auf jeden Fall sollten Sie die verschiedenen Pasta-Gerichte probieren. Wir waren begeistert von mit Ente gefüllten Tortellini. Als Vorspeise sind Schinken- und Käseplatten zu empfehlen. 


Aber Vorsicht: Die Italiener essen meist ein Drei-Gänge-Menü!

PS: Vergessen Sie nicht, in der Altstadt von dem berühmten italienischen Eis zu kosten, das hier ganz besonders gut ist!



Buchtipp:

Mit Nepomuck auf Weltreise


Wie funktioniert eigentlich ein Heißluftballon, und wie leben die Eskimos heute? Was passiert, wenn ein norwegischer Kobold auf einen irischen Leprechaun trifft, und was kann man im Karina-Verlag so alles anstellen? Begleitet den lustigen Kobold Nepomuck auf seinen Reisen durch Europa, Asien, Amerika, Afrika und Australien und lernt Menschen, Tiere und verschiedene Kulturen hautnah kennen. Folgt ihm auf den Spuren der Hobbits, und werft mit ihm seinen ersten Bumerang. Die tollsten Abenteuer warten auf euch, denn wo Nepomuck sein Unwesen treibt, da wird es nie langweilig!
Buchdaten:
Gebundene Ausgabe: 140 Seiten
Verlag: Nova MD; Auflage: Erstauflage (12. Mai 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3961112762
ISBN-13: 978-3961112760
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 12 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 15 x 1,7 x 21 cm

Leseprobe aus dem Buch:
Seitdem sie mit Nepomuck letzte Woche in der Arena von Verona eine Vorstellung von „Romeo und Julia“ besuchten, findet der kein anderes Thema mehr. Ohnehin begeistert ihn diese Stadt im Norden Italiens. Der Kobold hat sich sogar ein paar italienische Strophen gemerkt und schmettert sie mit viel Gefühl quer über den Platz. Ein älterer Herr bleibt stehen und beugt sich mit sorgenvoller Miene zu Nepomuck: „Hast du Schmerzen, mein Junge?“
Nepomuck wird rot und murmelt etwas, das wie „Kulturbanause“ klingt.
„Manche Menschen haben eben überhaupt kein Musikverständnis“, beklagt sich der verkannte Sänger bei Marcella. Die lacht schallend, denn Nepos „Gesang“ erinnert nun einmal tatsächlich an eine Heulboje.
„Wir können uns ja einmal Julias Balkon anschauen. Dort hat sie im Selbstgespräch ihre Liebe zu Romeo bekundet, und der hat alles von seinem Versteck aus gehört“, lenkt Salvatore ab.
Nepomuck ist gleich Feuer und Flamme! Es ist kein weiter Weg. Neben dem Hauseingang steht eine Bronzestatue Julias. An den Wänden haben zu Nepomucks Erstaunen viele Verliebte Zettel mit Liebesbotschaften hinterlassen. „Das soll Glück bringen“, lächelt Marcella.
„Der Balkon wurde erst 1930 nachträglich angebracht“, wispert Salvatore dem Kobold verschwörerisch zu und deutet hinauf.
„Dann hat Julia ja in Wirklichkeit nie dort oben gestanden“, bedauert Nepomuck ein wenig enttäuscht …


Das lustige und lehrreiche Kinderbuch mit den Abenteuern des Kobolds Nepomuck und Illustrationen von Renate Anna Becker gibt es überall im deutschen Buch- und Onlinehandel auf Bestellung und natürlich im Karina-Verlag.

©byChristine Erdic

Mittwoch, 27. Juni 2018

Hexenmuseum Schweiz – der etwas andere Ausflugstipp


Urlaubszeit und Nebel oder Dauerregen? Warum nicht einmal etwas völlig anderes machen? Das Hexenmuseum in Schloss Liebegg im Kanton Aargau /Schweiz hat seine Türen und Tore bei Wind und Wetter geöffnet. Auch Kinder ab 11 Jahren sind hier herzlich willkommen.



Das Hexenmuseum Schweiz ist einzigartig im deutschsprachigen Europa.
Es erwartet Sie eine Fülle von Informationen zum Thema in Ton- und Bildformat sowie über 1000 ausführlich beschilderte Exponate die sich in die magisch-mystische Welt der Hexen einordnen lassen.
Das Thema der Hexenverfolgung im Mittelalter und der frühen Neuzeit wird detailliert und umfassend geschildert.
Ein Museums Café und ein Shop runden das Angebot ab.

Die genaue Adresse, Öffnungszeiten und aktuelle Veranstaltungen bspw. zur Vollmondnacht entnehmen Sie bitte oben genanntem Link.


Pünktlich zur Walpurgisnacht hat das Hexenmuseum Schweiz mit einer neuen, wissenschaftlich begleiteten Ausstellung wiedereröffnet. Sie präsentiert alle Aspekte rund um das Thema Hexe - das Ganze unter der Leitung einer veritablen Wicca. Auch die Magie kommt nicht zu kurz - mit Vollmondführungen und der Einbettung in ein romantisches Schloss.
Das liebevoll gestaltete Hexenmuseum ist lehrreich und unterhaltsam, aber es polarisiert. Um die Eröffnung zu verhindern, riefen fundamentale Christen zum Gebet.

Woher kommt eigentlich die Vorstellung der alten bösen Hexe, die buckelig ist und eine Warze auf der Nase hat? Was hat es mit dem uralten Aberglauben auf sich, dass schwarze Katzen, die unseren Weg kreuzen, Unglück heraufbeschwören. Woher kommen Begriffe wie Wetterhexe und Hexenschuss?



Das alles hat eine lange Vorgeschichte.
Beim Thema Hexenverfolgung hielt die Schweiz einen traurigen Rekord mit rund 10.000 Verurteilten zwischen 1419 und 1782. Nirgends sonst wurden so viele Menschen wegen Hexerei hingerichtet. Unglücksfälle, Totgeburten und sogar die Pest wurde ihnen zur Last gelegt, Geständnisse unter grauenhafter Folter erpresst. So landeten viele unschuldige Menschen, vor allem Frauen, auf dem Scheiterhaufen oder am Galgen. Doch ist die Zeit der Hexenverfolgungen endgültig vorbei?
Eine erschreckende Karte verrät dem Besucher, dass das keinesfalls in allen Ländern dieser Erde der Fall ist.



Welche Rolle spielten und spielen Kräuter bei der Heilung von Kranken und warum waren sogenannte Kräuterhexen Ärzten, der Kirche und der Obrigkeit ein Dorn im Auge?



Im Hexenmuseum begegnet dem Besucher außer zahlreichen Exponaten aus dem Hexengebrauch und einer Tarot legenden Hexe auch Wissenswertes über den Hauskobold oder den schwarzen Phooka. Der Kobold ist heiter und lustig und packt bei den Hausarbeiten mit an, kann aber gefährlich werden, wenn man ihn verärgert.
Unser Fazit: Eine Ausstellung, die neugierig macht und zum Nachdenken anregen soll, aber auch informiert!



Buchtipp;

Mystica Venezia


Eine verschwundene Braut und ein geheimnisvoller Orden
Guido hat sich seine Hochzeitsreise nach Venedig dann doch etwas anders vorgestellt. Verzweifelt macht er sich gemeinsam mit seiner Schwägerin Ana Karina in den Wirren des Karnevals, der durch die engen Gassen der Lagunenstadt tobt, auf die fast aussichtslose Suche nach Christina Maria und stößt dabei auf eine geheimnisvolle Legende.



Leseprobe:

Die Hexe saß stirnrunzelnd vor den Tarotkarten und schüttelte langsam ihren Kopf. Cinderella schaute sie aus ihren klugen Augen an. Mit dem wachen Verstand einer Ratte nahm sie jede Kleinigkeit, jede Stimmung um sich herum sofort wahr. Es war eine Gabe, die bei ihr ganz besonders ausgeprägt war. Instinktiv wusste sie ja auch immer, welche Karte sie umdrehen musste. Das konnte bei Weitem nicht jede ihrer Art. Wäre sie ein Mensch, so würde man von Spiritualität sprechen, aber dieser Begriff wurde bei Ratten nicht verwendet.
Cinderella hob witternd den schmalen Kopf. Estrella verbreitete momentan eine gewisse Unsicherheit, die nicht wirklich zu ihrem Wesen passte und zum Glück nur sehr selten vorkam. Die Ratte sog die Stimmung förmlich in sich auf und landete dann mit einem grazilen Sprung auf Estrellas linker Schulter. Die Hexe seufzte und kraulte sie unter dem Kinn.
„Ach Cinderella. Irgendetwas stimmt da nicht. Die Vergangenheit beginnt sich über die Gegenwart zu schieben. Eine Bedrohung, etwas Finsteres macht sich auf den Weg.”
Seit zwei Tagen schon war das Blatt fast identisch. Irgendetwas in ihr sagte, dass es mit Christina Marias Verschwinden zu tun hatte. Doch noch waren die Zusammenhänge nicht klar. Die Schleier zwischen den Welten und Dimensionen würden sich erst Ende Oktober lichten. Was also konnte aus der Vergangenheit den Weg in die Gegenwart finden und vor allem wie? Oder deuteten die Karten auf eine noch ferne Zukunft hin? Estrella schob die Karten mit einem energischen Griff zusammen und packte sie zur Seite.
Entschlossen stand sie auf und öffnete die Tür des Sideboards. Behutsam entfernte sie das Tuch über der Kugel, die auf einem aus Mahagoniholz geschnitzten Sockel stand,  und stellte sie auf den Tisch. Im Gegensatz zu vielen anderen Hexen und Wahrsagern benutzte sie die Kristallkugel eher selten. Doch diesmal musste sie sichergehen. Langsam schlossen sich ihre Hände klauenartig um die Kugel, und sie murmelte etwas. Aufmerksam schaute Cinderella in das runde Gebilde aus Glas. Sie war immer wieder fasziniert von den Dingen, die darin beinahe greifbar und dennoch völlig geruchslos entstanden.
Estrella atmete tief ein und löste ihre Hände von der Kugel. Der Kontakt, die Verbindung zwischen ihr und den astralen Mächten, war jetzt hergestellt. Sie beugte sich vor und schaute wie hypnotisiert auf die ersten nebelartigen Formen und Farben, die sich langsam zu Bildern zusammensetzten.

Überall im Buch- und Onlinehandel sowie im Karina-Verlag.


Weitere Bücher über Hexen und Kobolde finden Sie unter





©byChristineErdiç 

Montag, 14. Mai 2018

Spaß und Abenteuer am Steinhuder Meer


Wie wäre es mit einem Kurzurlaub oder einem Wochenende am Steinhuder Meer? Das ist vor allem für Familien mit Kindern ein sehr beliebtes Ausflugsziel!


Mit einer Fläche von ca. 30 km² ist das Steinhuder Meer der größte See Nordwestdeutschlands.
Aber warum heißt es Meer, wo es doch eigentlich ein See ist? Die Antwort liegt in der ursprünglichen Bezeichnung für eine alte niederdeutsche Bezeichnung für Binnengewässer. Im späten Mittelalter wurden große Seen im Plattdeutschen 'Meer' genannt.


Die kleine Stadt Steinhude liegt in Niedersachsen, ca. 30 km nordwestlich der Landeshauptstadt Hannover, und ist für seine Aalräuchereien bekannt, wobei umstritten ist, wie viele der angebotenen Fische tatsächlich aus dem Steinhuder Meer stammen.
Die Mehrzahl der Aale, die in Steinhude weiterverarbeitet werden, stammt wohl nachweislich aus Polen, Italien und den Niederlanden. Sie werden lebend per Lastwagen an das Steinhuder Meer gefahren und erst durch das Räuchern nach einem hiesigen Rezept zu einer Steinhuder Spezialität. ( Quelle: http://www.haz.de).




Doch ein Ausflug an das Steinhuder Meer lohnt sich nicht nur der Aale wegen.
Das beliebte Ausflugsziel besticht durch seine ausgezeichnete Wasserqualität und eine Vielzahl an Freizeitangeboten. 
So locken Wanderungen und Radtouren durch den Naturpark Steinhuder Meer oder gar eine Fahrt durchs Moor mit dem Boot. Rund 32 Kilometer ist der Rundweg um das Meer lang. Der Weg führt von Steinhude aus in das bewaldete Tote Moor, am Nordufer über große Strecken am Steinhuder Meer entlang und durch Wiesen über Winzlar und entlang der Feuchtwiesen nach Hagenburg und über die Uferpromenade zurück nach Steinhude. Sonnenhungrige vergnügen sich gratis auf der 35000 qm großen künstlich angelegten Badeinsel mit gepflegtem Sandstrand, großzügigen Liegewiesen und zwei großen Spielplätzen. Die flachen Uferzonen am Strand sind kinderfreundlich, die Wasserqualität wird stetig geprüft und ist dank des Moorgehalts sehr gesund. 



Insektenliebhaber kommen in Steinhude auf der Schmetterlingsfarm und im Insektenmuseum garantiert auf ihre Kosten. Zu besichtigen gibt es ferner das Fischer- und Webermuseum und das Spielzeugmuseum.



Insel Wilhelmstein
Die nach ihrem Erbauer, Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe, benannte Festungsinsel wurde 1761-65 künstlich im Nordwesten des Steinhuder Meeres aufgeschüttet. Sie ist beliebtes Ausflugsziel und nur per etwa 30-minütiger Bootsfahrt zu erreichen. Auf der Insel befindet sich Gastronomie, die Festung kann besichtigt werden und vom Turm hat man eine einzigartige 360 Grad- Panoramaaussicht über das Steinhuder Meer.





Und noch ein Geheimtipp für Verliebte: Sogar das Heiraten auf der Insel ist jetzt möglich -  im Trauzimmer in der Festung geben sich jedes Jahr etwa 20 Paare das Ja-Wort. 


Ansprechpartner für Trauungen ist das
Standesamt in Wunstorf. ( Quelle: http://www.steinhude-am-meer.de)

 In der Segelsaison (über Pfingsten) finden über 90 Regatten am Steinhuder Meer statt. Und am 19. 05. gibt es ein Erlebnis für die ganze Familie: Fledermäuse am Hagenburger Kanal, von 20.45 - 23 Uhr Treffpunkt: Findlingsgarten in Hagenburg.


Unter http://www.steinhude-am-meer.de finden Sie einen aktuellen Veranstaltungskalender.


Und wer nach noch mehr Abenteuer rund um das Steinhuder Meer und das geheimnisvolle Moor fiebert, der sollte unbedingt das spannende Buch von Rotraud Falke-Heldt lesen. 


Geheimnis im Moor
Die Geschwister Lynn und Marius machen wie jedes Jahr mit ihren Eltern Urlaub am Steinhuder Meer. Dort treffen sie auch ihre Freunde Emma und Felix. Gemeinsam radeln die vier Kinder am See entlang, gehen schwimmen oder machen Picknick im Moor. Eines Tages kommen sie einer jugendlichen Diebesbande auf die Schliche. Als sie selbst bestohlen werden, nehmen sie die Verfolgung auf und geraten in große Gefahr.
Geheimnis im Moor ist eine spannende Abenteuergeschichte für Mädchen und Jungen von 7 bis 10 Jahren.

Leseprobe aus dem Kapitel 7. Picknick im Moor
 Emma und Lynn packten die Leckerbissen aus den Rücksäcken. Sie hatten alle großen Hunger. Die Vier aßen alles auf und tranken dazu den Saft. Sie verga­ßen ein wenig ihre Abgeschie­denheit mitten im Moor.
Doch da – „Huuhuuu“, heulte die Eule wieder. Und plötzlich knackte etwas.
Emma zuckte erschrocken zusammen „Was war das?“
„Ein Zweig“, sagte Felix leichthin.
„Wer war das?“, fragte Emma ängstlich.
„Ich nicht“, sagte Felix.
„Ich auch nicht“, flüsterte Lynn.
Marius setzte sich aufrecht hin. Dann sind wir nicht allein.“
„Was sagst du da?“
„Sei ruhig, Emma. Wieso sollten nicht noch andere hier sein“, beruhigte Felix sie.
„Aber warum verstecken sie sich?“, fragte Emma.
„Sei nicht albern. Es versteckt sich doch keiner. Irgend­wer geht hier spazieren und ist zufällig…“
Marius schnitt Felix unwirsch das Wort ab. „Nein, Emma hat recht. Irgendetwas stimmt nicht. An diesem Ort sind nicht zufällig Leute – ist nicht gerade ein Touristenziel, oder? Und die Eule – das war wohl wirklich keine. Das waren viel­leicht Menschen, die sich verständigen.“
„Hä?“, machte Felix verständnislos.
„Denkst du wirklich?“, fragte Emma.
Marius legte seine Hände aneinander, hielt sie vor den Mund und blies hinein.
Der Ton, der heraus­kam, klang wie der einer Eule.
„Huuuhuuuu“, kam auch gleich die Antwort.
„Siehst du?“
„Und was willst du damit beweisen?“, zischte Felix.
„Dass hier jemand ist. Und der versteckt sich vor uns.“
„Du spinnst ja.“
„Ich habe Angst“, wimmerte Emma.
„Du machst Emma Angst mit deinen Schauerge­schichten, schimpfte Felix.
„Aber vielleicht hat er recht“, warf Emma ein. „Du warst doch oft mit Papa hier, Felix. Habt ihr früher auch solche Ge­räusch gehört?“
Felix überlegte und kratzte sich verlegen am Kopf.
„Neee. Eigentlich nicht. Cool. Jetzt glaub ich auch schon an Gespenster.“
„An Gespenster nicht. Aber irgendwas ist komisch.
Wir können uns ja mal etwas umsehen“, erwiderte Marius.
„Bloß nicht. Ich will hier wieder raus!“, wisperte Emma.
„Dann geht ihr Mädchen zum Kanu und wir Männer se­hen uns um“, schlug Felix vor.
„Männer? Ich sehe hier keinen“, spottete Lynn. „Und ich komme auf jeden Fall mit.“
„Emma?“, fragte Felix seine Schwester.
„Ich gehe nicht alleine zurück. Ich will zwar nicht, aber dann komme ich lieber auch mit.“
„Klar. Du würdest das Kanu vermutlich nicht mal wieder finden“, frot­zelte Felix.
„Würde ich wohl!“
Sie packten ihre Sachen zusammen. Plastikbecher und leere Packun­gen kamen in die Rucksäcke der Mädchen, die Jungen stopften die Decken in ihre Rucksäcke. So schlichen sie los. Ganz vorsichtig. Emma hielt sich dicht an ihren Bruder. In diesem Moment wünschte sie sich, sie wäre nicht mit­gekommen. Viel­leicht hätte sie wirklich zum Kanu gehen und einfach da­von paddeln sollen. Wenn die Drei unbedingt ein Aben­teuer suchten, sollten sie doch…. Aber sie wusste, dass sie genau das niemals gemacht hätte. Sie wa­ren alle Freunde und die ließ man nicht im Stich.
(Textauszug und Cover-Foto mit freundlicher Genehmigung von Rotraud Falke-Heldt)


Die Autorin
Rotraud Falke-Held wurde 1964 in Bad Driburg geboren. Gemeinsam mit zwei Schwestern wuchs sie in Dringenberg auf. Schon als Kind entdeckte sie die Freude am Schreiben.
Doch zunächst absolvierte sie eine kaufmännische Ausbildung und kann auf eine 20jährige Berufstätigkeit zurückblicken.
Im Jahr 2009 erschien ihr erstes Kinderbuch.
Heute lebt Rotraud Falke-Held mit ihrem Mann, zwei Kindern und der Hundedame Cacy in Büren.
Bei BoD erschienen sind bereits:
Geheimnis im Moor
Das verlorene Land
Die Hexenschülerin - die Zeit des Neubeginns
Die Hexenschülerin - die Zeit der Wanderschaft
Die Hexenschülerin - die Zeit der Rückkehr


(Quellenhinweis für die Fotos: https://pixabay.com/) 

©byChristineErdiç

Dienstag, 10. April 2018

Spanien-Urlaub mal ganz anders: Whale-Watching-Touren an der Costa de la Luz


Der kleine Fischerort Tarifa liegt in Andalusien am südlichsten Punkt des europäischen Festlands und nur 13 km durch die Straße von Gibraltar von Marokko (Afrika) getrennt,



Tarifa verdankt seinen Namen Tarif ibn Malik, einem Kriegsherrn der Berber, der den Ort im Jahr 710 mit seinem kleinen Heer überfiel. Dies war eine Art Generalprobe für die große maurische Eroberung Spaniens ein Jahr später. Tarifa war fast 6 Jahrhunderte in maurischer Hand, was in der ummauerten Altstadt mit ihren schmalen Gassen und weißgekalkten Häusern noch deutlich sichtbar ist. (Quelle: https://www.costadelaluzurlaub.de/ )




Die Windhauptstadt Europas begeistert mittlerweile nicht nur ganzjährig Wassersportler aus aller Welt, sie hat noch etwas ganz Besonderes zu bieten! In der Straße von Gibraltar treffen das Mittelmeer und der Atlantische Ozean aufeinander. Nährstoffreiches Tiefenwasser aus dem Mittelmeer vermischt sich an dieser Stelle mit Wasser aus dem Atlantik. Dadurch entsteht ein sehr großes Nahrungsangebot, das Wale und Delfine regelrecht anzieht.



Whale watching

Von April bis Oktober haben Sie die Möglichkeit, firmm bei den Forschungsausfahrten zu begleiten. Beobachten Sie die faszinierenden Meeressäuger bei einer zweistündigen Ausfahrt oder nehmen Sie an einem unserer einwöchigen Kurse teil, um die Wale und Delfine der Straße von Gibraltar und ihren Lebensraum besser kennenzulernen.



Leseprobe aus dem Buch "10 Tage Tarifa"


Nach etwa 30 bis 35 Minuten erreichten wir die ersten marokkanischen Fischerboote. Soweit das Auge reichte, überall diese kleinen Fischerboote, verteilt auf dem Meer. Meistens waren die Fischer zu dritt oder viert in den Booten. 


Hin und wieder war auch mal ein etwas größeres Fischerboot dazwischen, aber überwiegend waren es kleine Boote. Unsere Fahrt ging aber immer noch weiter, wir waren noch nicht am Ziel. In den letzten Tagen hatte ich mich so einige Male gefragt, woher firmm wusste, wann die Orcas da sind und vor allem, wo sie sind. Nun, des Rätsels Lösung steckte hier bei den marokkanischen Fischern. 



Katharina Heyer erzählte heute, dass einer der Fischer vor etlichen Jahren mal bei firmm gearbeitet hatte. Irgendwann sei er wieder in seine Heimat gegangen und habe von da an als Fischer sein Geld verdient. Dieser Fischer informiert nun firmm, wenn Orcas da sind und wo sie sich aufhalten. An diesem Tag lernten wir ihn auch kennen, er war auf einem der Fischerboote, als wir bei den Orcas eintrafen. Freundlich winkend wurden wir von ihm, aber auch von all den anderen Fischern, begrüßt und schon kurz danach begann das Spektakel. 


Unglaublich: 16 Orcas waren in diesem Moment um unser Boot herum. Der gesamte Clan war da, auch Klein-Wilson war dabei, worüber ich mich sehr freute. Ebenso waren die beiden männlichen Orcas dieses Familienverbundes dabei. Es ist selten, dass man beide Männchen der Gruppe zusammen sieht. Man kann sie gut an der steilen, geraden Rückenflosse (Finne) erkennen. Bei den weiblichen Schwertwalen ist die Rückenflosse leicht nach vorne gekrümmt. 


Je älter die männlichen Tiere sind, umso höher ist auch ihre Rückenflosse. Ein regelrechter Krimi nahm nun seinen Lauf, sowohl unter als auch über dem Wasser. Die Wale schwammen in kleinen Gruppen von einem Fischerboot zum anderen, um zu schauen, ob Thunfische an den Langleinen angebissen hatten. 



Dabei orientieren sie sich meistens an den roten Bojen im Wasser. Sie kommen mit dem Kopf aus dem Wasser, schauen nach den Bojen und wenn sie eine entdeckt haben, steuern sie direkt drauf zu. Und tatsächlich, ein Thunfisch hatte angebissen! Der Wettlauf mit der Zeit begann. Die Fischer beeilten sich, die Leinen an Bord zu holen und wie wir selbst sehen konnten, ist das gar nicht so einfach, wenn ein zappelnder Thunfisch an der Leine hängt. Ein Knochenjob, wie man so schön sagt. Jetzt kam es nur noch darauf an, wer schneller war, die Fischer oder die Orcas. 


In Worten kann man gar nicht so wiedergeben, was sich hier vor unseren Augen abspielte. Die Orcas waren inzwischen abgetaucht und lauerten in der Tiefe auf den richtigen Moment, oben im Boot die Fischer, die in einem rasanten Tempo mit vereinten Kräften die Langleine einholten, um den Thunfisch ins Boot zu bekommen, bevor die Orcas ihn von der Leine fraßen. 


Orcas sind schlau, sehr schlau sogar. Sie fressen nicht den ganzen Thunfisch, der Kopf bleibt stets an der Leine, denn sie wissen genau, dass dort der Haken sitzt. Plötzlich hatte ein weiteres Boot in der Nähe einen Thunfisch an der Leine und das ganze Spektakel begann von vorn. Die Boote, die in der Nähe waren, steuerten sofort darauf zu, um den Männern an Bord zu helfen. Die Orcas waren ebenso bereits auf dem Weg zu diesem Boot und tauchten kurz vorher ab. Mit vereinten Kräften zogen die Fischer die Leine ein, aber es war zu spät, die Orcas waren diesmal schneller und hatten bereits den Thunfisch im Maul.


©Elisabeth Mecklenburg

Fotos und Text mit freundlicher Genehmigung von Elisabeth Mecklenburg.

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