Samstag, 20. Mai 2023

Die unheimliche Seite von New Orleans

 

New Orleans in Louisiana, von den Einheimischen kurz und liebevoll Nola genannt, ist vor allem durch seinen weltberühmten Jazz bekannt.




Der Jazz zwischen 1890 und 1930 wird als New Orleans Jazz bezeichnet. Er kam aus der gleichnamigen Stadt und entstand aus den ursprünglichen Street Bands, die oftmals auch Trauermärsche begleiteten. Der Ragtime ist eine stark afro-amerikanische Musiktradition, die ebenfalls einen großen Teil zum New Orleans Jazz einbrachte. Eine dazu gehörige Stilart ist der Creole Jazz, der in den französischen Vierteln sich gleichzeitig entwickelte und bei dem man die spanischen, französischen und lateinamerikanischen Musikrichtungen und Tanzstile stark heraushörte. Aus dem New Orleans Jazz entwickelte sich später der Dixieland Jazz. In den 1940er und 1950er Jahren kam ein Revival auf, der New Orleans Revival. Mitte der 1960er Jahre schwappte ein großes Interesse am Jazz nach Europa, Australien und Japan, was sich mit dem Jazz aus den Südstaaten beschäftigte.

Zu den wichtigsten Band gehören Louis Armstrong, Joe King Olivers, Jelly Roll Morton und viele andere weltbekannte Stars.




 (Quelle: https://www.jazz-in-ulm.de/)

 


Doch da gibt es noch andere Dinge, eine dunkle Seite …

Gut 60 % der Einwohner von New Orleans sind Afroamerikaner und die afro-karibische Kultur begegnet einem hier auf Schritt und Tritt.

Die Toten dieser Stadt scheinen nie zu schlafen ...




So werden dem Touristen dann auch verschiedene Ghost- und Gruseltouren offeriert, die zu Fuß oder auch per Bus angeboten werden. Spektakulär sind die Friedhofstouren, an einer nahmen wir selber teil – das hat schon was – und Walking-Touren durch die Stadt zu Spukhäusern und verfluchten Orten.




Nola wird regelmäßig zumindest teilweise vom Mississippi überflutet, da die Stadt niedriger liegt als der Fluss. Daher sind viele Menschen oberirdisch in Gräbern und großartigen Monumenten beigesetzt, die zusätzlich für eine mystische Atmosphäre sorgen.




Der St. Louis Cemetery Number One beherbergt übrigens auch die letzte Ruhestätte der bekannten Voodoo-Priesterin Marie Laveau.

Das ehemalige Herrenhaus LaLaurie Mansion  war Zeuge schrecklicher Ereignisse in den 1830er Jahren. Noch heute behaupten Menschen, die Geister der gefolterten Sklaven zu sehen und Schreie zu hören, die eindeutig aus dem Haus kommen. Schauspieler Nicholas Cage besaß das Haus übrigens für eine Zeit und verkaufte es dann wieder. Niemand scheint es lange dort auszuhalten.

Inzwischen hat es auch durch die Fernsehserie American Horror Story eine gewisse Berühmtheit erlangt.

 

Haben Sie Blut gerochen?

Hier bekommen Sie einen Einblick in das reichhaltige Angebot:

https://www.tripadvisor.com/Attractions-g60864-Activities-c42-t233-New_Orleans_Louisiana.html

Tipp: Besuchen Sie auch das Voodoo- Museum.

 

Das French Quarter

Voodoo, Hexen und Vampire sind allgegenwärtig





In Geschäften für Voodoo- Bedarf stößt man auf Skelette, Amulettette, Schlangen, Voodoo Puppen mit Nadeln sowie Kerzen, die für verschiedene Zauber verwendet werden. Voodoo wird in New Orleans auch als Religion angesehen.

Der Kult kam mit den westafrikanischen Sklaven in die Stadt Im Voodoo werden verschiedene Gottheiten verehrt, aber auch Kranke mit Kräutern und Tinkturen geheilt.

Im French Quarter, dem Herzen der Stadt, gibt es natürlich noch viel mehr zu entdecken.

 

Hex



Was suchen Sie? Liebe finden oder stärken? Erfolg erzielen? Um jemandem, der es verdient, Heilung, einen besseren Job oder Gerechtigkeit zu bringen? In die Zukunft blicken? Um Ihren geliebten Verstorbenen zu kontaktieren? Beginnen Sie mit den reinsten Ölen, den reichsten Räucherstäbchen, Kerzen und Seifen, kraftvollen Anhängern und Gris-Gris-Beuteln, die von örtlichen Praktikern handgefertigt wurden. Christian Day, Brian Cain und die Witches of Hex ehren die alten Götter, sprechen mit Geistern, erschaffen Zaubersprüche, beschwören Veränderungen, schlagen Wellen und leben jeden Tag umgeben von Magie. Und sie heißen Sie herzlich willkommen, sich ihnen bei Hex Old World Witchery in Salem und New Orleans anzuschließen.

Ein wirklich zauberhafter Laden, so stellten wir fest!

1219 Decatur St., New Orleans, LA 70116




Ein weiteres Highlight ist die Boutique du Vampir, ein Geschenkeladen mit Vampir-Thema, der sich auf handgefertigte Artikel spezialisiert hat, von denen viele einzigartig sind. Der Shop bietet Vampir-Abenteuer, Tarot-Lesungen und eine unterhaltsame Umgebung.

709 St Ann St., New Orleans, LA 70116







Empfehlenswert ist ein Besuch im dazu gehörigen Vampire Café, das auch warme Speisen vom Feisten anbietet.

Im Herzen des French Quarter heißt das New Orleans Vampire Café Vampire und Sterbliche gleichermaßen willkommen. 




Unsere einzigartige und großzügige Speisekarte ist von der Küche New Orleans und der exquisiten Vampirküche inspiriert. Das New Orleans Vampire Café bietet luxuriöses Essen, wie man es erwarten würde, wenn ein Vampir Ihr Gastgeber ist. Kreationen der New-Orleans-Küche von Küchenchef Chris Dunn mit einem Hauch von Üppigkeit – Stake Tartar, Deluxe Charcuterie Boards, zartschmelzendes Filet Mignon und Blood Orange Creme Brûlée. Es wurden sorgfältige Vorsichtsmaßnahmen getroffen, darunter auch goldene Utensilien, um unsere nächtlichen Gäste vor jeglichem Kontakt mit Silber zu schützen. 





Wählen Sie einen unserer Blutgruppen-Spezialitätencocktails, um völlig in das Vampirerlebnis einzutauchen, und seien Sie nicht überrascht, wenn Sie mit einem Happen nach Hause gehen! Täglich geöffnet. 9:00 - 23:00 Uhr






Erfahren Sie hier mehr:

https://nolavampirecafe.com/

 

Übrigens können wir auch die Louisiana Swamp Tour wärmstens empfehlen. Hier bekommen Sie teilweise hautnahen Kontakt mit Alligatoren, Schweinen - die sich vor uns leider versteckt hielten - und Waschbären. 






Ein prickelndes Erlebnis der anderen Art. Zudem haben Sie die Gelegenheit, die Oak Alley Plantage zu besichtigen, die durch den Dreh von „Interview mit einem Vampir“ bekannt wurde.




https://www.getyourguide.de/new-orleans-l370/new-orleans-oak-alley-plantation-sumpf-bootsfahrt-t20064/

 

Mardi Gras

In New Orleans findet jedes Jahr an Halloween (Mardi Gras) ein großes Straßenfest statt. Einheimische, Touristen und Partyfans verkleiden sich. Auf den Balkonen der Bourbon Street stehen sie und werfen Perlenketten auf die Menschenmenge. Perlenketten schmücken auch Bäume und Häuser. Sie sind ein beliebtes Souvenir. Die klassischen Karnevalsfarben in New Orleans sind Violett, Gold und Grün. Ich fand eine grüne und eine violette Kette auf der Straße, nur die goldene fehlt mir nun noch.

 

Der King Cake

Mögen Sie einen gerollten Hefekuchen mit einer Füllung aus braunem Zucker, Zimt, Pekan-nüssen und Butter probieren? Verziert wird er von einem Zuckerguss in den traditionellen Fraben Violett, Gold und Grün. Französische Einwanderer brachten das Rezept mit in die USA. Einst versteckte man das Jesuskind in den Dreikönigskuchen. Heute ist es auch schon mal eine Mandel. Wer diese findet, ist König für einen Tag, muss aber im Gegenzug den nächsten King Cake backen.

Im Mardi Gras World ist das ganze Jahr über Karneval. Bei einer Tour kann man hinter die Kulissen und den Künstlern über die Schultern schauen, wie sie die Parade-Wagen bauen und bemalen.

 

Unheimliche Buchtipps:



 

Luhg Holiday 



Dieser Sammelband vereint zwei spannende Geschichten: Willkommen im Luhg Holiday Als Familie Kohlmann wegen eines vorausgesagten Schneesturms ganz spontan im Hotel Luhg Holiday einkehrt, ahnt sie noch nicht, was sie dort erwartet. In dem alten unheimlichen Haus scheint nichts mit rechten Dingen zuzugehen, und schon bald finden sich die drei Kinder und ihre Eltern im unglaublichsten Abenteuer ihres Lebens wieder. Auf Wiedersehen im Luhg Holiday Auf einer Urlaubsreise in den Süden fahren Sabrina, Gudrun und Betty im Nebel gegen einen Baum und müssen im Luhg Holiday einkehren. Das Hotel hat sich verändert, denn es sind 7 Jahre vergangen, seitdem Sabrina mit ihrer Familie dort unfreiwillig ihre Ferien verbrachte. Wer ist der nette junge Mann, der sich nach dem Unfall so rührend um sie kümmert und doch ein düsteres Geheimnis mit sich trägt? Und was ist aus den Ghulen geworden, die das Luhg Holiday verwalteten? Ein spannendes Abenteuer wartet auf die Freundinnen. Werden sie der Gefahr entkommen, die dort hinter den düsteren Mauern auf sie lauert? Eine Gruselkomödie der Sonderklasse und ein besonderes Lesevergnügen für die ganze Familie.

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3743152625

 

Leseprobe

Ich fand den Gang direkt neben den Regalen. Er wand sich leicht ansteigend zum Ausgang, der durch eine Tür verschlossen war. Und nun? Ratlos sah ich Betty an. Hier war nichts. Enttäuscht machten wir uns auf den Rückweg.

Betty trat auf etwas Weiches und schrie auf. Erschrocken hielt ich ihr die Hand vor den Mund. 

„Eine Ratte“, wisperte sie entsetzt und schüttelte sich.

„Das kann gut sein, mach bloß keinen Lärm jetzt. Das arme Tier war bestimmt genauso erschrocken wie du. Schließlich bist du auf sie draufgetreten und nicht umgekehrt.“ Ich wollte mich abstützen, aber meine Hand griff ins Leere. Das heißt, der Vorhang, der den dahinter liegenden Raum vom Gang trennte, hielt meinem Gewicht nicht stand, und fast wäre ich gefallen. Staunend betraten wir eine unterirdische Halle, die nur von drei Fackeln an den Wänden schwach beleuchtet wurde.

Nebeneinander standen dreizehn Särge aus glänzendem schwarzem Holz. Einige waren geöffnet und mit rotem Samt ausgelegt. Fünf von ihnen waren jedoch geschlossen. Ich hielt den Atem an. Wir waren am Ziel.

„Soll ich?“ wisperte ich. Betty schüttelte panisch den Kopf. Typisch, dabei war sie es doch, die hierher kommen wollte. Entschlossen öffnete ich den Deckel des Sarges, der mir am nächsten stand.

„Schau nur, wie süß“, entfuhr es mir. Da lag Oliver in tiefem Schlummer auf Samt gebettet, und sein Haar leuchtete im Schein der Fackeln. Er hatte sich zur Seite gerollt und sein Daumen steckte noch im Mund. Vorsichtig schloss ich den Deckel wieder.

Betty war nun auch mutig geworden und öffnete den nächsten Deckel. Fasziniert beugten wir uns über den offenen Sarg. Auf dunkelblauer Seide lag der Graf von Drachenfels und schlief. Verzückt betrachtete meine Freundin sein markantes Gesicht.

In diesem Moment hörte ich ein Geräusch. Es war ein Rascheln, doch nicht das eines Nagetieres. Vorsichtig schlich ich hinüber und griff zu.

„Damien“, zischte ich verärgert und zerrte den Jungen hinter einem leeren Sarg hervor.

Betty fuhr zusammen und ließ den Sargdeckel fallen. RUMMMMS! Mit einem lauten Knall fiel der Deckel auf den Sarg zurück. Entsetzt sahen wir drei uns an.

„Nichts wie weg hier“, rief ich mit unterdrückter Stimme. Nicht auszudenken, wenn die Vampire nun aufwachten und uns verfolgten. Das Bild blutrünstiger Fledermäuse erschien vor meinen Augen.

„Hier entlang“, sagte Damien leise und wies auf den schmalen Gang, der bergauf führte.

Ich verstand: Im Kellergewölbe hätten wir geringere Aussicht, unseren Verfolgern zu entkommen. Atemlos erreichten wir die Tür. Was, wenn sie nun verschlossen war? Zu meiner Erleichterung ließ sie sich ganz leicht öffnen, und dann standen wir aufatmend im hellen Sonnenlicht. Wir waren in Sicherheit.

„Damien, was hattest du im Keller bei den Vampiren verloren?“, fragte ich streng. Der Kleine trat verlegen von einem Fuß auf den anderen. Dann schaute er mich mit seinen schwarzen Augen an und lächelte verschmitzt.

„Sabrina, es ist unser Keller, wie du weißt. Aber was hattet ihr dort eigentlich zu suchen?“ Noch ehe ich ihm antworten konnte, war er auf und davon. Einfach verschwunden. Wir beschlossen, so lange es ging, in der Sonne zu bleiben. Doch der Abend nahte unaufhaltsam mit jeder Sekunde, und irgendwann würden wir den Vampiren gegenüberstehen.

 

 

Unheimliche Geschichten



Aberglauben hatte stets seinen festen Platz in der menschlichen Gesellschaft. Tief verwurzelt scheint die Angst vor schwarzen Katzen, die von links unseren Weg überqueren, der Zahl 13 sowie Freitag dem Dreizehnten zu sein. Ebenso soll es Unglück bringen, unter einer Leiter hindurchzugehen oder einen Spiegel zu zerbrechen. Daher ist es also kein Zufall, dass dieses Buch genau 13 unheimliche Geschichten, eine schwarze Katze und einen Spiegel enthält. Wirken Flüche wirklich oder nur, wenn man an sie glaubt? Existieren Aliens und Zeittore ausschließlich in unserer Fantasie? Was ist möglich oder unmöglich, Wahrheit oder Fiction? Das müssen Sie, lieber Leser und liebe Leserin, selbst herausfinden. Doch Vorsicht! Verlieren Sie sich nicht zwischen den Zeilen dieses Buches.

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-1093338331

 

Leseprobe aus „Das Haus im Sumpf“

Das offene Fenster war direkt gegenüber der Tür, ein Butzenfenster, es wunderte sie nicht. In ihrem Traum hatte sie eine Schranktür nach der anderen geöffnet, auf der Suche nach etwas, das sie nie fand. Dann war sie zum Fenster gegangen und hatte im letzten Moment einen Blick in den wunderschönen Garten mit vielen Obstbäumen werfen können, bevor der alte Holzboden unter ihr nachgab und sie aufwachte. So war es jedes Mal gewesen. Nie hatte sie das Fenster erreicht oder herausgefunden, wonach sie eigentlich suchte.

Doch diesmal würde es anders sein. Sie wollte nicht erst lange forschen, sondern direkt zum Fenster gehen. Vorsichtig tastete sie sich an der Wand entlang, die Mitte des Raumes meidend. Geschafft! Jetzt war das Ziel ganz nah. Aufatmend sah sie hinaus. Doch da war kein blühender Garten, kein Baum, an dem sie herunterklettern konnte. Dort unten war Sumpf. Brodelnd und nach Verderben riechend. Wabernde Schatten lagen über braunem Morast. Grüne Lichter begannen zu glimmen, und -  nein das konnte nicht sein, es wurde langsam dunkel. Sie waren doch am frühen Morgen losgefahren. Wie konnte es dann jetzt schon dämmern?

Lisa schlug die Hände vor das Gesicht. Es war nur ein böser Traum, der schlimmste Albtraum, den sie je hatte.

„Na, mein Mädel, kommst du mich besuchen? Heute, in der Nacht der Toten, wo die Wände zwischen den Dimensionen durchsichtig werden? Hihihi …“ Lisa fuhr herum. In dem vorhin noch leeren Schaukelstuhl saß ein Geist oder ein Gespenst. Eine alte Frau mit langen, unordentlichen weißen Haaren sah sie aus rotglühenden Augen an.

„Aber an einem anderen Tag hättest du mich ja auch nicht gefunden, und all deine Liebesmüh wäre vergeblich gewesen.“

„Tante Emma, was …“, zitternd sah Lisa die alte Frau, die sie nur von Fotos kannte, an.

„Jaja, mein Kind. Man muss wohl erst tot sein und etwas vererben, damit sich die liebe Verwandtschaft an einen erinnert“, kicherte die Greisin.

„Schau nur aus dem Fenster. Es ist meine Welt, die ich erschuf, meine Geister, die ich rief. Dein Erbe, hihihi. Gebiete über sie, du hast die Macht.“

„Ich will die Macht nicht, Tante, ich will das Erbe nicht! Unten liegt mein Mann, er ist verletzt oder … tot ... ich muss Hilfe …“, ihre Stimme brach.

„Du schlägst das Erbe aus? Ein Imperium, das ich schuf?“ Der Schaukelstuhl begann, wie wild zu schaukeln.

„Tante Emma! Ist Marco tot?“

Ein irres Lachen ertönte.

„Du bist von meinem Blut, schwarzem Blut! Überlege gut, was du aufgibst. Dieses Haus ist wieder ein Palast, sobald du das Erbe antrittst. Dieser Mann, er würde dir nur im Wege sein. Er gehört nicht zur schwarzen Familie.“

Lisa sah über das Moor, die Schatten hatten Formen angenommen, die grünen Irrlichter wurden zu Augen. Ja, ihre Familie … vor Jahren hatte sie den schwarzen Künsten abgeschworen und sich für die Welt derer entschieden, die keine magischen Fähigkeiten hatten. Es kam zum Bruch mit ihrer Sippe, die seitdem versuchte, sie wieder zurückzuholen.

„Er ist der Preis, den du zahlen musst, wenn du dich gegen uns entscheidest … hihihi. Überlege gut.“

„Er lebt also noch! Ich habe mich längst entschieden! Ich werde den schwarzen Mächten nie wieder dienen!“, Lisa war plötzlich ganz ruhig.

„Dann wird er sterben!“, kreischte Tante Emma.


 

Der Schrei der Elster



Man schreibt das Jahr 1632, und die Pest wütet in Europa. Während die Menschen in den Ballungszentren der großen Städte dahinsiechen, suchen Regierung, Kirche und Gesellschaft nach Schuldigen. Jeder, der sich von der Masse unterscheidet, gerät schnell in Verdacht und somit in Gefahr, auf dem Scheiterhaufen zu landen. Sogenannte Hexenprozesse zwingen unschuldige Menschen unter unerträglicher Folter, falsche Geständnisse abzulegen. Betroffen sind in erster Linie jene Frauen, deren einziges Vergehen darin besteht, sich mit Kräutern und Heilsalben auszukennen oder die Zukunft vorhersehen zu können. Es ist das Zeitalter der Inquisition, die über Jahrhunderte hinweg ihre blutigen Opfer fordern soll. Die Heilerin Brunhilde gerät in den Verdacht der Hexerei und muss mit ihrer Tochter Maria aus der Stadt fliehen. Beim fahrenden Volk finden sie Unterschlupf, doch schon bald sollen sich Marias Albträume auf grauenhafte Weise erfüllen.

 

Leseprobe

Die Wochen verstrichen, ohne dass der sonst so einflussreiche Fürst etwas erreichen konnte. Zu schwer wogen die Anschuldigungen, zu viel Macht über die Menschen hatte die Inquisition. Die Samen der Angst, die die Geistlichen in die Herzen der Menschen gestreut hatten, waren aufgegangen und erstickten jedes Gefühl von Mitgefühl und Gerechtigkeit im Keim. Das Volk forderte lautstark den Tod der Hexe.

Als Janosch mit Maria in die Stadt ritt, waren die Scheiterhaufen schon gerichtet. Ein Leiterwagen kam näher, in ihm drei elende Gestalten, die man jetzt herunterzerrte. Ein Mann und zwei Frauen. Maria erkannte die Mutter, ihr Kopf war kahlgeschoren, und sie zog ein Bein nach. Maria hatte von den grausamen Foltermetoden gehört, von gebrochenen Knochen, der Streckbank, ausgerissenen Fußnägeln, zerquetschten Gliedmaßen und schlimmerem. Es wurde solange gefoltert, bis die Gefangenen gestanden, dass sie mit dem Teufel im Bunde waren und Schadenszauber betrieben. Dann wurden sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Als Brunhilde vorbei kam, schaute sie kurz hoch und sah ihrer Tochter fest in die Augen. Dann ging sie hoch erhobenen Hauptes weiter. Die wehrlosen Menschen wurden zu den Scheiterhaufen geführt und festgebunden, bevor dieselben in Brand gesetzt wurden. Grell und unheimlich hallten Brunhildes Worte über den Platz: „Ich verfluche euch und eure ganze Stadt. Der Tod komme über euch und eure Nachfahren!“ Die Menge raunte, und einige bekreuzigten sich. Wie im Traum zogen die Bilder an Maria vorbei, ohne dass sie das Gesehene wirklich umsetzen oder verstehen konnte. Barmherzig, einer Ohnmacht gleich. Die kirchlichen Würdenträger, die johlende Menschenmenge, Da war er wieder, dieser grauenvolle Gestank nach verbranntem Fleisch. Das war doch schon einmal, erinnerte sie an etwas. Prasselndes Feuer, ein singender Ton lag in der Luft. Eine Frau schrie, dann plötzlich Stille.

Brunhildes  Augen schienen zu glühen, das Feuer widerzuspiegeln. Die Seile, mit denen sie an den Pfahl gebunden war, schmorten durch, und ihr rußgeschwärzter Arm erhob sich drohend gen Himmel. Die Menschen standen wie erstarrt, und ein Geistlicher bekreuzigte sich stumm. Maria fühlte sich wie in einer Trance, wurde fortgerissen, aus der Menge getragen und auf das Pferd gehoben.

„Wir müssen fort, schnell!“ Das war Janosch.

„Mutter!“ Es war wie ein erstickter Schrei. Sie wandte den Kopf, löste sich aus ihrer Erstarrung. Noch immer brannten die Scheiterhaufen dort unten. Langsam rannen ihr die Tränen aus den Augen und kühlten ihr erhitztes Gesicht.




 

©byChristine Erdic

 

Wichtiger Hinweis: Bücher, die bei Amazon derzeit nicht verfügbar sind, mit Versandgebühr oder zu überteuertem Preis von Zwischenhändlern angeboten werden finden Sie oftmals versandkostenfrei bei BoD, buch24.de, Thalia, Weltbild, bücher.de und anderen Anbietern. Es kostet nichts, außer ein wenig Zeit, sich zu informieren.


 

Dienstag, 4. April 2023

Tipps und Ausflugsziele für Ostern 2023

 Vor allem mit Kindern stellt sich immer wieder die Frage, wie man das Osterfest attraktiver und spannender gestalten kann. Hier mal ein paar Ideen.




 Ausflugstipps zu Ostern

 


EUROPA-PARK

Der Freizeitpark startet am 25.03.2023 in die Sommersaison 2023.

Im Herzen Europas, zwischen Schwarzwald und Vogesen, liegt einer der schönsten Freizeitparks der Welt. Über 5 Millionen Besucher aller Nationen kommen jede Saison, um sich von über 100 Attraktionen und Shows begeistern und der detailverliebten Thematisierung verzaubern zu lassen - ganz nach dem Motto "Zeit.Gemeinsam.Erleben".

Wichtig: Sichern Sie sich Ihr Parkplatzticket vorab online, um Warteschlangen an den Kassenautomaten zu vermeiden (1 Jahr gültig ab Kaufdatum)!

Mehr Infos und Tickets unter

https://tickets.mackinternational.de/

 


Phantasialand – Ein einzigartiger Themenpark für Groß und Klein

Das Phantasialand in Brühl bei Köln gehört zu den bekanntesten Freizeitparks Deutschlands und begeistert Besucher mit seinen einzigartigen Themenwelten. Ob im chinesischen Feng Ju Palace, beim mexikanischen Tiempo de Fuego oder im afrikanischen Klugheim – in jeder Attraktion wird man in eine andere Welt entführt. Besonders empfehlenswert sind die Achterbahnen Taron und Raik sowie die Wasserbahn Chiapas. Auch für Familien mit kleinen Kindern bietet das Phantasialand zahlreiche kindgerechte Attraktionen.

Mehr Infos und Tickets unter https://www.phantasialand.de/de/

 

Und wenn das Wetter schlecht ist?

Wie wäre es mit einem klassischen Brettspiel wie Mensch ärgere dich nicht, Spiel des Lebens, Tikal oder Monopoly?




Alternativ hier noch eine Adresse für besondere Abenteuer:

https://www.eloria.de/escape-room-kinder/

 

Oder bastelt und backt doch einfach etwas aus diesem tollen Osterbuch!

Ostern mit Nepomuck und Finn




Hast Du Lust, das Osterfest mit Nepomuck und Finn zu feiern? Der Kobold macht sich auf den Weg, um seine Mäusefreunde zu besuchen. Natürlich geht es dabei turbulent zu, und alle Nepomuck-Finn-Fans kommen wieder voll auf ihre Kosten! Neben einer spannenden Geschichte warten diesmal unter anderem tolle Basteltipps auf Dich!

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3750407725

 

 

Basteltipp aus dem Buch




Osterhasen aus Socken

Hast Du Lust Dir einen Osterhasen aus Socken zu basteln? Es ist gar nicht schwer.

Du brauchst:

Alte oder einzelne Socken

Watte oder Reis

Wackelaugen

Pompon oder Klebeperlen

Klebstoff

Schere

Bänder oder Schnüre

Alternative: schwarzer Edding

 

Und so geht es.

Socken (alte oder einzelne, die Du nicht mehr anziehst) prall mit Watte oder Reis füllen.

Dann oben fest zubinden, sodass noch ein Stück der Socke für die Ohren vorhanden ist.

Als Trennung zwischen Kopf und Bauch ein Band binden.

Die nach oben abstehende Sockenspitze für die Ohren in der Mitte einschneiden und etwas zusammendrehen, mit Kleber stabilisieren.

Jetzt kann der Hase verziert werden. Mit Wackelaugen, einer Nase aus Pompon oder Klebeperlen, einen Schnurrbart usw.  Oder Du malst einfach nur mit einem schwarzen Edding Augen und Nase auf.

Viel Spaß beim Nachbasteln!

https://www.amazon.de/Ostern-Nepomuck-Finn-Britta-Kummer/dp/375040772X

 


Und fröhliche Feiertage mit Nepomuck und Finn!

https://nepomuck-und-finn.jimdosite.com/




 

©byChristine Erdic

Sonntag, 5. März 2023

St Patrick‘s Day und die irischen Kobolde

Der St Patrick’s Day wird jedes Jahr am 17. März gefeiert. An diesem Tag ist nicht nur die irische Landschaft grün. Ganz Dublin erstrahlt in grünem Licht!



Es gibt grünes Bier, grün gekleidete Menschen, grüne Kobolde und sogar grünes Essen.




Das Kleeblatt, von den Kelten auch „Seamroy“ genannt, war im alten Irland eine heilige Pflanze, weil es die Wiedergeburt des Frühlings symbolisierte.





Eine Ikone des irischen Feiertags ist der Leprechaun. 


Der ursprüngliche irische Name für diese Folklorefiguren ist „lobaircin“, was „kleiner Körper“ bedeutet. Der Glaube an Kobolde stammt aus dem keltischen Glauben an Feen, winzige Männer und Frauen, die ihre magischen Kräfte einsetzen könnten, um Gut oder Böse zu dienen. In keltischen Volksmärchen sind Kobolde dafür verantwortlich,  die Schuhe der anderen Feen zu flicken. 

Kobolde sind für ihre List bekannt, mit der sie oft ihren sagenumwobenen Schatz beschützten. Die Leprechauns haben am 13. Mai zwar ihren eigenen Feiertag, werden aber auch am St. Patrick's gefeiert, wobei sich viele von ihnen als schlaue Feen verkleiden.

(Quelle:  https://www.history.com/)




Übrigens: Die Legende besagt, dass der Leprechaun am Ende des Regenbogens seinen Goldschatz versteckt hat. Sollte es dir also gelingen, einen dieser irischen Kobolde zu fangen, so wird er dich genau dorthin führen, um seine Freiheit wieder zu erlangen.




Leider ist das Leprechaun-Museum in Dublin zurzeit geschlossen, dennoch halte ich es mit etwas Glück für möglich, dass dir diese mysteriösen und etwas scheuen Wesen trotzdem irgendwo begegnen.




Wer die Ruhe und die Romantik außerhalb Dublins sucht, der ist in der Batty Langley Lodge, Grafschaft Kildare gut aufgehoben.






Eingebettet in die ruhige Lage einer wunderschönen bewaldeten Parklandschaft verfügt es über Schlaf- und Wohnzimmer, eine gut sortierte Bibliothek und einen Kamin, um es sich am Ende des Tages gemütlich zu machen. Am anderen Ende des Parks begrüßen dich die Häuser, Pubs und Restaurants von Celbridge.




Mehr Infos unter

https://irishlandmark.com/properties/batty-langley-lodge/

 

Buchtipp für Kinder




Mit Nepomuck auf Weltreise

Wie funktioniert eigentlich ein Heißluftballon, und wie leben die Eskimos heute? Was passiert, wenn ein norwegischer Kobold auf einen irischen Leprechaun trifft, und was kann man im Karina-Verlag so alles anstellen? Begleitet den lustigen Kobold Nepomuck auf seinen Reisen durch Europa, Asien, Amerika, Afrika und Australien und lernt Menschen, Tiere und verschiedene Kulturen hautnah kennen. Folgt ihm auf den Spuren der Hobbits, und werft mit ihm seinen ersten Bumerang. Die tollsten Abenteuer warten auf euch, denn wo Nepomuck sein Unwesen treibt, da wird es nie langweilig!

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3755717102

https://www.amazon.de/gp/product/3755717107/ref=dbs_a_def_rwt_hsch_vapi_taft_p1_i11

 

Leseprobe aus dem Buch


Das Versteck des Leprechaun

Nepomuck liegt bäuchlings auf der Wiese und stützt den Kopf in beide Hände. Aufmerksam schweift sein Blick umher. Hier ist alles so grün, fast unwirklich! Doch der matte smaragdgrüne Schimmer, der über allem liegt, tut mir gut, ebenso wie die milde Luft. Allerdings kann es jederzeit anfangen zu regnen. Tja, das ist eben Irland!

„Nepomuck, so komm doch endlich! Wir wollen Ball spielen!“

Das sind die Zwillinge Kilian und Kiara: Sieben Jahre alt und kaum voneinander zu unter-scheiden mit ihren grünen Augen, den vielen Sommersprossen und dem feuerroten Haar.

Viele Menschen hier sind rothaarig, stellt Nepomuck fest, so wie meine Freundin Peggy, die ich in Deutschland kennengelernt habe und die jetzt schon seit einem Jahr in Norwegen lebt, um dort das Fressverhalten der Elche zu studieren.

Der kleine Kobold spürt plötzlich einen Anflug von Heimweh in sich aufsteigen. Schnell springt er deshalb auf und jagt Kiara den Ball ab. Nach kurzer Zeit blitzen seine schwarzen Augen wieder unternehmungslustig mit denen der Zwillinge um die Wette. Ein Kobold kann eben einfach nicht lange traurig sein.

Nepomuck fühlt sich ja auch sehr wohl hier: Besonders gut gefallen mir die bunten Haustüren, die die irischen Häuser schmücken. Manchmal sind aber auch die Häuser bunt und die Haustüren weiß.

Nepomuck – selbst ein richtiger Künstler, der sich damit auskennt – hat in seinem norwegischen Kobolddorf viele Haustüren geschnitzt und angemalt. Vor den Türen in Irland sitzen oftmals alte Männer und paffen friedlich ihre Pfeife.

Beim Frühstück erlebte Nepo freilich erstmal einen kleinen Schock: auf seinem Teller Speck, je eine Scheibe Blut- und Leberwurst und Würstchen! Nun, es existieren nur wenige Kobolde, die überhaupt Fleisch mögen. Zum Glück des Gourmets mit besonderem Hang zu Süßem gab es aber auch „Scones“, ein englisches Gebäck, das er mit Ahornsirup und Marmelade genüsslich verzehrte.

Nepomuck tritt kräftig gegen den Ball – und nimmt im gleichen Augenblick aus den Augenwinkeln eine huschende Bewegung wahr.

„Was war das?“, wundert er sich.

„Ach, sicher nur ein Leprechaun“, vermutet Kilian achselzuckend.

„Was ist ein ‚Leprechaun?“, Nepomuck lässt das seltsam klingende Wort ganz langsam über seine Zunge rollen.

„So nennen wir die Kobolde hier in Irland“, erklärt Kiara.

„Sie sind sehr neugierig und beobachten uns gern. Allerdings sind sie richtige Einzelgänger und immer allein unterwegs.“

„Ganz anders als bei uns“, überlegt Nepomuck. „Wir finden es in Gruppen viel lustiger. Was macht denn ein einzelner Leprechaun den ganzen Tag? Wird ihm nicht langweilig?“

Kilian schüttelt den Kopf.

„Nein, die sind immer beschäftigt, stellen zum Beispiel Schuhwerk für Elfen her und …“

„Sie sind sowas von geizig!“, ruft Kiara dazwischen. „Manchmal erblickt man einen von ihnen, wie er einen Topf mit Goldstücken schleppt, um ihn zu verstecken. Das Versteck befinde sich am Ende des Regenbogens, heißt es. Schon so mancher hat versucht, einem Leprechaun seinen Topf abzujagen – aber falls es gelang, verschwand das Gold, sobald er es ausgeben wollte.“

Neben Nepomuck raschelt es, und jetzt sieht er den Leprechaun, der tatsächlich noch wesentlich kleiner ist als er selbst! Auf seinem Kopf sitzt ein grüner Hut, und auch seine Jacke ist grün. So wäre er eigentlich gut getarnt – wenn, ja, wenn sein feuerrotes Haar nicht derart leuchten würde.

Langsam steht Nepomuck auf und macht einen Schritt auf den kleinen Wicht zu.

Meine Güte! Der ist ja mit seinem zerknitterten Gesicht und den böse dreinblickenden Augen fast so hässlich wie die Wurzelzwerge daheim. Und lustig ist er auch nicht, denkt er.

„Kommt, wir jagen ihm sein Gold ab“, begeistert sich Kiara und springt auf. Der Leprechaun kreischt erbost auf und saust blitzschnell davon.

„Wir müssen uns trennen, sonst finden wir ihn nicht“, schlägt Kilian vor.

Gesagt, getan! Jeder sucht in einer anderen Richtung. Nepomuck findet schnell eine Spur. Es poltert laut – und, jawohl, da ist der Leprechaun! Sich auf der Flucht nach seinem Verfolger umschauend, scheint der Kleine dabei gegen einen Baum gelaufen zu sein. Jetzt sitzt er am Boden, reibt sich die Stirn und funkelt Nepomuck mürrisch an. Vom Topf mit Gold keine Spur.

„Du musst vor mir nicht davonlaufen!“ Nepomuck empfindet auf einmal Mitleid mit dem kleinen Wicht. „Ich bin auch ein Kobold – wie du. Ich bin in Norwegen daheim, aber meine Vorfahren stammen aus Rumänien, deswegen sehe ich anders aus.“

Der Leprechaun mustert sein Gegenüber prüfend und verzieht schließlich sein Gesicht zu einem schiefen Grinsen.

„Willst du mein Gold?“

Nepomuck schüttelt den Kopf.

„Ich brauche dein Gold nicht. Behalte es nur.“

Der Wicht macht ein verblüfftes Gesicht und kratzt sich ratlos am Kopf. Dann erhellt sich seine Miene, der Winzling springt auf, fasst in seine Hosentasche und drückt seinem norwegischen Kollegen eine goldene Münze in die Hand.

„Nimm sie als Souvenir! Weißt du, du bist der erste, der kein Gold von mir will. Möge es dir Glück bringen, Verwandter aus Norwegen – wo immer das auch sein mag.“ Noch ehe sich Nepomuck bedanken kann ist der Leprechaun bereits verschwunden.

Wenig später erzählt er den Zwillingen von seinem Erlebnis. Mit vor Aufregung angehaltenem Atem starren die zwei auf die Münze in seiner Hand.

„He! Jetzt bist du reich!“, jubelt Kiara, und Kilian schlägt vor Begeisterung Purzelbäume auf der Wiese. Der Kobold mit dem schwarzen Strubbelhaar schüttelt den Kopf:

„Nein! Ihr wisst doch: das Gold verschwindet, sobald man damit bezahlen will. Ist eben alles Illusion, nur ein Trick.“




„Ganz so stimmt das nicht“, widerspricht Kiara. „Der Leprechaun hat dir die Münze ja  geschenkt. Man sagt, das geschieht nur ganz selten und gilt als etwas Besonderes. Die Münze, die ein Leprechaun dir schenkt, kehrt immer wieder zu dir zurück, egal wie oft du sie ausgibst.“

Ganz allmählich fällt bei Nepomuck der Groschen, und auf einmal macht er einen Freudensprung.

„Das ist ja toll! Da habe ich im Kobolddorf aber was zu berichten!“ Seine kleine Faust schließt sich fest um die goldene Münze. Die drei sitzen noch lange auf der Wiese und erzählen sich gegenseitig Geschichten über irische und norwegische Kobolde, Feen und Elfen. Manchmal raschelt es leise in den Büschen. Na? Ob sie wohl belauscht werden?




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©byChristine Erdic